Familie

8
Jul
2019

Alles ist verbunden

Das ist die These von "Dirk Gently’s Holistic Detective Agency", eine herrliche Satire von Douglas Adams, von dem man ja "Per Anhalter durch die Galaxis" kennt.
Beispiel: wenn man sich nicht auskennt, fährt man hinter jemanden her, der sein Ziel erreicht. Auch wenn das ein ganz anderes Ziel ist, als man selbst hat, wird man trotzdem sein eigenes Ziel treffsicher erreichen.

Die Verbundenheit habe ich heute wieder einmal ganz lustig erlebt. Nicht ich bin verbunden, aber meine Enkelkinder. Es gibt eine fast direkte Linie zu einem Musikwissenschaftlers Hugo Riemann, dessen Musiklexikon auch heute noch ein Standardwerk ist.
Hugo Riemann hatte bei Philipp Spitta, Musikwissenschaftler gelernt. Und von dort gibt es dann eine direkte Blutslinie bis zu meinen Enkelkindern. Denn Philipp Spitta war ein Onkel des Theodor Spittas, seinerzeit Bürgermeister und Senator von Bremen. Und Philipp Spitta ist der direkte Urgroßvater meiner Enkelkinder, denn eine seiner Enkelinnen ist meine Frau.

Über Hugo Riemann habe ich heute das erste Mal im Radio gehört. Es hat mich aber interessiert, was gesagt wurde, und daher habe ich dann Google bemüht. Die Verbindung zu unserer Familie war recht rasch herausgefunden.

Im Prinzip sind das ja unbedeutende Einzelheiten, Heimito von Doderer hätte eine noch despektierlichere Formulierung zur Hand gehabt hat. Doch mich selbst faszinieren solche Einzelheiten.
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1
Apr
2019

Anderer Status

Heute 45 Jahre mit Frau Columbo verheiratet. Kein weiterer Kommentar notwendig ...
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19
Nov
2018

Lob

Manchmal reicht auch das Lob von nur einer Person. Ab und zu, ziemlich selten lobt mich meine Frau nach dem Klavierüben.

Aber gestern nachts kam überraschend: Du hast schon sehr gut gekocht. Die Gäste hatten sich bereits anerkennend geäußert, aber dafür sind Gäste ja da. Aber meine Frau hat mich echt überrascht.

Die rote Linsensuppe wurde durch eine Einladung angeregt, bei der wir selbst die Gäste waren. Die Suppe hatte mir so gut geschmeckt, dass ich sie auch selber machen wollte. Ist auch gelungen. Heute gibt es noch einen Nachschlag.

Schnitzel zu machen ist keine Kunst. Doch mittlerweile habe ich hier einen gewissen Ehrgeiz entwickelt. Die Verfeinerung tritt schon beim Fleischeinkauf ein. Ich kaufe nicht mehr Schweinsschnitzel normal, sondern verlange sie in der Vorbestellung auf Saltimbocca geschnitten. Da bekomme ich nur kleine, ganz dünne Schnitzel. Die Arbeit ist etwas mehr. Für die etwas 40 kleinen Schnitzerln habe ich wirklich ganze zwei Stunden Vorbereitung benötigt. Aber sie waren zart und "g'scmackig".

Wäre aber kein Anlass für meine Frau gewesen, etwas zu bemerken. Sie weiß schon, dass ich Schnitzel machen kann. Umso mehr hat mich ihre Bemerkung gefreut.
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26
Okt
2015

Terminverschiebung

Aufgrund eines Missverständnisses kann ich mein Konzert nicht im Hunyadi-Schloss geben.
Stattdessen wird es im Festsaal der Burg Perchtoldsdorf stattfinden.

Und der Termin wird der 12. Juni 2016 sein. (Eine Vorankündigung für alle, die sich Reisen einteilen wollen.)

//www.burg-perchtoldsdorf.at/raeume_03_1.html

Da wir nicht nur meinen Geburtstag (65) sondern auch den runden Geburtstag von Frau Steppenhund samt Zwillingsbruder und von Schwester (Geburtstag 4 Tage früher) feiern, wird schon eine schöne Runde zusammen kommen.

Für Gäste aus dem Ausland organisiere ich noch eine Wienführung durch eine sehr liebe alte Freundin, die mittlerweile zur Fremdenführerin promoviert hat.
Die sonstige Verpflegung wird wohl bei den diversen Heurigen in der Gegend stattfinden. Das wird aber erst verhandelt:)
Möglicherweise gibt es schon am Vorabend ein kleines musikalisches Fest mit serbischen Freunden. Das würde in einem Hotel stattfinden, in dem einige der Gäste untergebracht sind. Manche kennen es schon von einer ähnlichen Aktivität vor 5 Jahren :)
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9
Okt
2014

Ahnenforschung

Nein, die war es nicht. Eher so etwas wie auf den Friedhof gehen, selbst wenn man weiß, dass sich die eigentliche Grabmale in Wien befinden.

Zweimal war ich zuvor in Ostrava gewesen. Das hieß einmal Mährisch-Ostrau und war eine der ersten Eisenbahnstationen, seit es Eisenbahnen gab. Zufällig habe ich dort einen Kunden, den ich workshop-mäßig betreuen muss. Ich hatte schon früher einmal geplant, mir einen Tag Urlaub zu nehmen, sollte ich noch einmal in die Gegend kommen. Denn - für mich überraschend - befinden sich die Heimstätten beider Großelternfamilien ganz in der Nähe. Opava, das ehemalige Troppau, war der Ausgangspunkt der väterlichen Eltern; Bilovec, das ehemalige Wagstadt, war die Heimstätte der mütterlichseitigen Ahnen. Da mein Urururgroßvater Bierbrauer in Prag gewesen war, dachte ich immer, dass zumindest eine Seite aus der eher bömischen Gegend kommt. Mitnichten. Ostrava-Opava sind circa 35 km voneinander entfernt, die Strecke Opava-Biloec beträgt nur 25 km. Und dann ist man in 30 km wieder zurück in Ostrava. Das Wetter war heute einigermaßen trocken mit ein wenig Sonne und so fuhr ich mit einem Taxi beide Städte ab. Die zugehörigen Bilder habe ich auf Facebook gestellt.
Die Frage, die sich mir selbst stellt, lautet: warum habe ich das überhaupt gemacht? Warum habe ich das Gefühl, etwas abgehakt zu haben. Die Städte an sich waren gar nicht so wichtig, doch auf der Fahrt dahin habe ich kleine Häuser und Kapellen gesehen- und eine Landschaft, sehr den Bilder ähnelt, die mein Großvater gemalt hat. Dabei erinnert mich die Strecke Opava-Bilovec sehr an das nördliche Weinviertel, schon Richtung Waldviertel. Ohne zu wissen, wo ich wäre, könnte ich die Gegend durchaus auch in Österreich ansiedeln.
Beide Großelternpaare sind schon vor dem ersten Weltkrieg nach Österreich übersiedelt. Der Maler und spätere Professor nach Wien, der Schlosser und spätere Automechaniker nach Steyr. Dort war er dann Werkmeister bei Steyr, bis er sich in Wien mit einer Autowerkstätte selbstständig gemacht hatte.
Kennengelernt haben sich die beiden Familien erst in Wien. Meine Tante machte meinen Vater mit meiner Mutter bekannt. Das Weitere hat sich dann gefügt.
Die Frau des Malers habe ich nicht in Erinnerung. Als sie starb, war ich drei Jahre alt und meine Familie hat damals in Linz gelebt. Sonst hatte ich vor dem Maler-Großvater große Achtung. Bei Tischgesprächen wurde über Brahms, Nietsche und Goethe gesprochen. Der andere war mir gewärtiger. Mein Vater beklagte sich, dass er immer die Kronenzeitung zu uns brachte, (als wir dann später schon in Wien wohnten) doch ich mochte ihn sehr. Er hörte schon schlecht, trank auch gerne ein Glas Wein. Zwei Dinge sind mir von ihm unauslöschlich in Erinnerung geblieben.
In der Nachkriegszeit hat er uns mit Lebensmitteln versorgt, die er auf Tagestouren in der Wiener näheren und weiteren Umgebung von den Bauern gehamstert hat. Später kaufte er auch sehr gerne auf dem Markt in der Brigittenau ein, wo er seine Firma hatte. Eines Tages kam er vom Einkaufen zurück. Er hätte ein Häuptel Salat mitbringen sollen. Aus dem Rucksack schaute aber ein Schweinskopf heraus. Meine Großmutter regte sich fürchterlich auf: "Was hast denn jetzt wieder gekauft, dich darf man doch nie allein lassen." Mein Großvater reagierte gelassen: "Schau Berta, er hat mich so lieb angeschaut."
Die zweite Erinnerung ist eine technische. In der Wohnung meiner Großeltern gab es immer wieder Autouhren, die er aus den Autos zum Reparieren ausgebaut hatte. Als Kind dachte ich, dass das Wichtigste am Auto die eingebaute Uhr sein müsste. Und das war auch der Grund, warum diese rein mechanischen Uhren immer kaputt gehen mussten.
Der Bruder meines Großvaters ist erst nach dem Ende des zweiten Weltkrieges als Sudetendeutscher vertrieben worden. Er ging allerdings nach Deutschland und hat dann noch anscheinend einen netten Lebensabend mit einer neuen Frau verbracht.
Jetzt sind natürlich schon alle gestorben. Such it goes - ohne Gewalt. bei Vonnegut werden die Leute ja erschlagen. Aber die Zeitläufte lassen auch einiges dahinwelken.

So! Abgehakt!
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25
Dez
2013

Was für Tage

Obwohl ich mittlerweile dem Weihnachtsstress schon ganz gut bewältigen kann, war die Woche davor jeden Tag mit "mindestens" einer Weihnachtsfeier verplant. Eine ließ ich dann aus. Ich hatte die Ausrede, mich um serbische Gäste kümmern zu müssen.
Samstag, Sonntag, Montag waren dann Tage, an denen ich mehr oder weniger ausschlafen konnte. Der Samstag zählte nicht so sehr als Entspannung, weil ich ja erst um halb fünf in der Früh nach Hause gekommen war.
Letzte Einkäufe am Montag gestalteten sich sehr friedlich und ohne Hektik. Auch der 24. war ziemlich locker, wenn man davon absieht, dass ich 2 kg Zwiebeln vermurkst habe. Ich probierte eine Küchenmaschine aus, die für Zwiebeln nicht geeignet ist, weil sie die Zwiebeln quetscht. Eine gute Hausfrau weiß, dass man das nicht tun darf, weil sonst die ganzen Bitterstoffe herauskommen. Weil ich gekostet habe, habe ich den Fehler noch rechtzeitig bemerkt und habe dann halt am 24. noch einmal 2kg klein geschnetzelt, weil ich sie für das heutige Essen brauchte.
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DOCH AB DIESEM WEIHNACHTEN BIN ICH WIRKLICH ALT!
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Am 24. haben wir die Bescherung bei meinem Sohn gefeiert. Der hat ja jetzt ein eigenes Haus und genügend Platz, um die ganze Verwandtschaft einzuladen. 13 Erwachsene, darunter eine Uroma, und 5 Kinder tummelten sich im Wohnzimmer. Ein wunderschöner Baum mit einer Unzahl von Geschenken. Danach ein kaltes Büffet, hauptsächlich mit Salaten und Zutaten, die von der Schwiegermutter meines Sohnes zubereitet worden sind.
Es war ein schönes und besinnliches Fest und der erste 24., den meine Frau und ich nicht bei uns selbst gefeiert haben. Seit über 40 Jahren.
Ich sage euch, es ist ein merkwürdiges Gefühl. Nicht ein schlechtes. Man könnte eher sagen, man lehne sich zurück und genieße es, keine Verantwortung zu haben. Auch schön. Beruflich klappt das ja noch nicht. Da ist die Verantwortung doch noch ziemlich groß.
Heute am 25. waren dann alle Kinder und Kindeskinder bei uns. Das hat jetzt auch eine gewisse Tradition, weil manche ja anreisen müssen. Auch bei uns gab es viele Geschenke, doch der Christbaum war ein ganz kleiner, der allerdings in den nächsten Jahren noch wachsen wird.
Aber auch heute wurde mit einer Tradition gebrochen: es gab heuer keine Gans, sondern Filet Wellington mit einer Rindsuppe vorweg. Bei der Suppe hatte ich gestern schon vorgekocht und mich sehr bemüht. Also mir hat sie geschmeckt. Und meine Schwiegertochter nahm sich zweimal nach. Die Gans wird morgen von meiner jüngeren Tochter abends nachgeholt. Eine Gans muss es in unserer Familie wohl geben. Tradition.
Schön ist es, wenn dann die ältere Tochter anruft und sich bedankt, weil es so schön war.
Es waren schöne Festtage. Leider verabschiedet sich die jüngere Tochter schon morgen mittags wieder nach Graz und auch ich werde am 28. in Richtung Belgrad unterwegs sein.
Aber eines kann ich schon feststellen.
Ich bin sehr friedlich gelaunt. Und das ist es ja, was ich auch allen anderen wünsche.
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15
Dez
2013

Kindermund

Gestern und heute sind zwei Enkelkinder bei uns. Meine Frau bittet mich, ihnen das "Vampirspiel" zu erklären. Die Erklärung hat es in sich. Ich lese nach und entdecke, dass das Spiel für Kinder ab 10 ist.
Aber wir spielen es und der Jüngste, er ist 5 gewinnt. Und auch sonst haben die zwei keine Schwierigkeiten sind mit all den Schicksalskarten, Glückskarten und Ketchupflaschen zurecht zu finden.
Ich biete ihnen an, dass sie das Spiel mit nach Hause nehmen, weil es ihnen gut gefallen hat.
"Nein, das geht nicht!"
- "Warum nicht?"
"Unser Spielzeugschrank ist so voll, dass wir nichts mehr einräumen können. Wir müssten etwas anderes auspacken."
Das verstehe ich, aber es kommt noch ein Nachschlag:
"Und die Eltern verstehen das Spiel vielleicht nicht."
-
Anmerkung: beide Eltern sind Vollakademiker und ich würde zumindest meiner Tochter unterstellen, dass sie weiß, wie es zu spielen ist. Alle meine Kinder haben sehr viele Gesellschaftsspiele gespielt

ABER UNSERE ELTERN VERSTEHEN DAS SPIEL VIELLEICHT NICHT!

Nachtrag: ein paar Stunden später.
Ich habe mit meiner Tochter gesprochen. Sie hat dieses Spiel gespielt! :)
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1
Apr
2012

Palmsonntag

Eigentlich ist der 1. April viel wichtiger. An dem Tag haben wir vor 38 Jahren geheiratet.
Frau Columbo ist nach einem ausgiebigen Frühstück mit den Enkelkindern unterwegs. Ich freue mich in der Zwischenzeit daran, dass die Kondition zum Klavierspielen wieder reicht.
//youtu.be/djxNzXc8gI8 wird vermutlich in einer halben Stunde sichtbar werden.
Zur Zeit spiele ich relativ viel Beethoven, wenn ich zuhause bin. (Am Liszt wird derweilen weiter geübt.)
Das ist eine meiner Lieblingssonaten. Nicht ganz einfach, aber spielbar. Mit sanften Melodien im ersten Satz, lustiger "Orchestrierung" im zweiten Satz und viel Spass im dritten Satz. Der vierte Satz swingt, aber der lässt sich noch nicht hören.
-
Am Abend werden wir zum Plachutta essen gehen. Der heutige Tag ist der Muße gewidmet.
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5
Jun
2011

In nicht eigener Sache

Duch Zufall habe ich jenes Blog entdeckt, aus welchem ich einen Artikel verlinke.
//careconsulting.twoday.net/stories/16560942/

Sehr, sehr ansprechende Artikel. Und wenn ich so in verschiedenen Blogs lese, sind die Themen gar nicht so weit von uns entfernt.
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24
Apr
2011

Osterei

Nicht für uns, doch für meine kleinere Tochter:



Sie heißt Rosa, aber ich werde sie nur Fünfachtel nennen. Sie ist nämlich zu 5/8 eine Schäferhündin:)
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auf 70 steuernd

die Erfahrungen genießend

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Ein sehr ansprechender Text! So etwas würde ich auch...
abohn - 25. Apr, 15:30
Eigentlich habe ich deinen...
Eigentlich habe ich deinen Sohn erkannt. Der ist ja...
lamamma - 27. Mär, 12:44
Überrascht
Ich bin wirkliich überrascht, dass gerade Du lamentierst....
lamamma - 26. Mär, 15:30
Wobei nähen sich ja viel...
Wobei nähen sich ja viel direkter geboten hätte.
Schwallhalla - 26. Feb, 10:30

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