tägliche Mathematik

15
Nov
2013

Ich gönne euch ein Lachen

wenn Ihr den folgenden Text lest:

Erster Eintrag heute nachmittag:

Das muss man sich einmal vorstellen. Ich bin seit dreißig Minuten der Besitzer eines Taschenrechners und kann keine einzige Berechnung durchführen. Wenn ich z.B. 2 und 3 zusammenzählen möchte, gelingt mir das nicht.
Das einzige, was ich zustande bringe, ist Einschalten und Ausschalten.
Ich habe schon angekündigt, dass ich mir diesen Rechner kaufen werde. Jetzt sitze ich halt in einem sehr feinen Bistro "Südländer", in dem die Beleuchtung etwas herunter gedrosselt ist. Die Beschriftung mancher Tasten kann ich nicht lesen. (Stimmt nicht, die Tasten passen schon, doch die Gebrauchsanleitung kann ich nicht lesen.)
Der Rechner hat Tasten, spezielle Tasten, Menütasten und einen drucksensitiven Farbbildschirm, auf dem einzelne Inhalte angewählt werden können. Um in den RPN-Modus zu schalten, wird man auf den User's Guide verwiesen, der aus dem Internet herunter zu laden ist.
Also ich weiß jetzt schon, dass mir der Rechner große Freude machen wird, obwohl ich ihn in Wirklichkeit nicht brauche. Aber er ist wirklich ein Meisterwerk. Ich gehe davon aus, dass er alle Aufgaben lösen kann, die nicht gerade große Matrizen voraussetzen. Jedenfalls ist er für jedes Problem anzuwenden, das im Rahmen eines naturwissenschaftlichen Hochschulstudiums anfallen kann.
Kosten 134€.
Ich hätte ihn auch gekauft, wenn er doppelt so viel gekostet hätte.
-
Wer mich kennt, darf sich jetzt darüber amüsieren, dass ich ihn nicht so einfach intuitiv bedienen kann. Aber wie heißt es sinngemäß in der englischen Kurzanleitung: "Lernen Sie das Wesen der Bedienung kennen!" Es ist anders als bei allen anderen Rechnern.
-
Aliens hätten sicher ihre Freude dran.

Nachtrag: um halb zwölf nach Hause gekommen, Bedienungsanleitung herunter geladen und RPN eingeschalten: 4 und 5 ergibt wirklich 9.
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26
Jul
2010

Zu groß

Morgen kommt ein neuer Kühlschrank. Es könnte sein, dass er zu groß ist.
Aber irgendwie wird es schon gehen.
Die Logistik wird lustig.

Es wird läuten.
Alter Eisschrank wird blitzartig ausgeräumt.
Leute bringen das Gerät herein. (Wiegt ca. 100 kg mit Verpackung)
Leute werden gebeten, den alten Kühlschrank aus der Nische herauszuschieben. (Der wird entsorgt)
Fußboden und Randstreifen wird geputzt.
Währenddessen packen die Leute den Kühlschrank aus und schlagen die Türen von rechts nach links um.
Boden ist sauber.
Kühlschrank wird, soweit es geht, in die neue Nische hineingeschoben.
Wir werden feststellen, dass er irgendwo ansteht.
Es gibt zwei alternative Stellweisen.
Die Leute können schon derweil den alten Kühlschrank einpacken.
Der Kühlschrank wird angeschlossen.
Die Sachen werden wieder eingeräumt.
(Die Tiefkühlware überwintert einige Zeit bei meinem Sohn, der erst übermorgen wieder zurückkommt.)
Der Kühlschrank wird bezahlt.
-
Fazit:
Die Küche ist extrem "aufgewertet".
es gibt einen Liebherr weniger und einen LG mehr.

So wird er aussehen.

GB7143A2RZ

Nicht schlecht für einen, der nicht plant. Oder? :
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20
Jun
2010

XIX

Die meisten werden die obige Zahl als 19 identifizieren können, obwohl ich mir da bei der heutigen Jugend im allgemeinen nicht mehr so sicher bin. Das liegt nicht an der Jugend sondern an den Leuten, die Lateinunterricht abschaffen wollen, die Mathematikunterricht abschaffen wollen, die prinzipiell alles abschaffen wollen, wozu der Mensch Hirn braucht.
In Wien waren die Straßenschilder oft mit römischen Ziffern ausgewiesen. Die 19 konnte ich schon als kleines Kind lesen, da wir in diesem Bezirk gewohnt haben.
Schon damals hat mich fasziniert, dass in die Schreibweise einer Zahl die Subtraktion eingeflossen ist. 19 liegt näher an 20 und kann daher leichter durch die syntaktische Umstellung der Ziffern ausgedrückt werden.
XIX ist kürzer als XVIIII. Auf manchen historischen Gedenksteinen sieht man auch die Langform.
Für heute möchte ich es einmal stehen lassen, dass 9 eine besondere Zahl ist. Bei uns ist sie keine Unglückszahl wie z.B. in China, sondern eher eine Betrugszahl. 49.99 ist wirklich sehr viel näher an 50 als an 40, wie es uns die Preisgestalter glauben machen wollen.
Und es funktioniert. Selbst wenn man den Mechanismus durchschaut. Mathematisch ist es ja auch richtig. Doch dass sich auch unsere Gefühlswelt davon so täuschen lässt, überrascht mich immer noch.
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