Sprache

1
Mrz
2014

Es gibt doch Unterschiede

Ich wehre mich ja gegen die Darstellung, dass Leute entweder in Mathematik oder in Sprachen gut sind.
Heute ist mir allerdings etwas zu Bewusstsein gekommen, dass es vielleicht Unterschiede hinsichtlich der Affinitäten zu bestimmten Kunstgattungen gibt. (Wobei man hier die Musik sehr stark mit Mathematik verbunden sehen kann)
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Mir ist heute plötzlich aufgefallen, dass ich mir die Zahlen in praktisch allen Sprachen gemerkt habe, die ich je aktiv kannte. Aber bei den Farben merke ich mir in der Regel nur rot, weiß, schwarz. Als nächste kommt dann noch grün dazu. Gelb, Blau und Braun kann ich gerade noch auf französisch, aber nicht mehr auf anderen Sprachen, in denen ich mühelos die gängigen Umgangsvokabeln kann, um mich im jeweiligen Land fortzubewegen.
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Es ist wirklich sonderbar, dass mir das heute so aufgefallen ist. Ich bin überzeugt, dass es viele Menschen gibt, die sich gerade die Farben leicht merken, aber bei den Zahlen größere Schwierigkeiten hätten.
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27
Feb
2012

Nömix gewidmet

Es sind nicht nur die einschlägigen Yellow-Press-Formate, die heute Stilblüten produzieren.
Hier wird im "Qualitätsblatt" der Standard folgende interessante technische Spezifikation angegeben:
Daneben sind 1 GB RAM und 32 GB Speicher verbaut.
Ich muss davon ausgehen, dass es sich bei den 32 GB um Getreide oder Bohnen handelt, die in einem der Silos zwischengelagert sind.
Oder handelt es sich um eine besonders spitzfindige, technische Lösung, die englische Texte im RAM (Random Access Memory) und deutsche Texte im Speicher ablegt?
Oder haben die vielleicht ein Bandlaufwerk eingebaut? Dann würde sich die Unterscheidung rechtfertigen!
Bei dieser Technik steige ich nicht mehr mit, "bin ich schon zu alt für".
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5
Okt
2010

Test

"Jetzt sagen Sie einmal, wer macht denn sowas?"
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Wer kann diesen Textausschnitt zuordnen?

Tipp:

5 Buchstaben reichen
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4
Okt
2010

Ein bisschen zu plump

Die anderen Schreibstilanalysen empfinde ich ja als schmeichelhafter. Angesichts des Textbeispiels kommt mir das Analyseergebnis doch etwas plump vor. Nor weil ich den Kapitalismus erwähne, sollte ich gleich wie Marx schreiben. Ich kann nur skeptisch grinsen. Aber mein Text gefällt mir auch noch nach einigen langen Jahren. Also bekommt er jetzt einen eigenen Eintrag;)

Karl Marx


Das zugehörige Beispiel ist:

Als Kind eignete ich mir folgende Disziplin an. Kurz vor dem Einschlafen konzentrierte ich mich auf das, worüber ich träumen wollte. Konkret gelang mir das recht gut bei elektrischen Eisenbahnen. Tatsächlich kann ich mich nur an zwei Nächte erinnern, in denen es tatsächlich zutraf, aber das reichte mir, um daran glauben zu können, dass es funktionieren könne.
Ein paar Mal gelangen mir im Schlaf die Lösungen von schwierigen Aufgaben. An eine erinnere ich mich nur zu genau. Wir hatten einen ziemlich strengen und wohl auch unnahbaren Professor in Darstellender Geometrie, der ziemlich gnadenlos die Aufgaben bewertete. Ich mochte DeGe und hatte damit wenig Schwierigkeiten. Doch einmal bekamen wir die Aufgabe, eine Kugel zu zeichnen, die durch drei gegebene Punkte gehen würde und eine bestimmte Tangente berühren müßte. Keiner von uns konnte die Aufgabe innerhalb einer Woche lösen. Zu unserer Überraschung schien das den Professor nicht zu rühren, er verlängerte die Frist um eine Woche.
Da ich in einem Wiener Bezirk aufwuchs, der durch seine Heurigen bekannt ist, war es unter uns Schülern üblich, abends auch mal eine Streiftour durch die Heurigen zu machen, immer in der Hoffnung, von einer erotisch interessierten Dame aufgelesen und verführt zu werden.
Eines Nachts nach einer Heurigentour, bei der ich vielleicht ein Viertel Wein getrunken hatte, wachte ich umvier Uhr früh aufgrund eines Traumes auf. Ich hatte im Traum die Lösung gefunden und mich selbst aus dem Traum katapultiert, damit ich sie aufschreiben könne. Mit geschlossenen Augen wiederholte ich im Bewussten den Lösungsweg. Danach wagte ich die Augen aufzuschlagen, machte das Licht an und schrieb ein Wort auf: Sekantensatz.
Die Lösung war richtig, die Kugel konnte unter der Zuhilfenahme des Sekantensatzes konstruiert werden. Was mich damals aber am meisten begeisterte, war der Umstand, dass der Sekantensatz in der zweiten oder dritten Klasse gelehrt worden war und ich ihn seither nicht gebraucht hatte. Für mich schien das der Beweis, dass nichts, was man gelernt hätte je in Vergessenheit geraten würde, egal wie tief es verschüttet läge.
Ich versuche mir das in Erinnerung zu bringen, wenn ich auf totales Unvermögen bei anderen Leuten stosse, mich verstehen zu können. Ich bilde mir ein, alles erklären zu können, was ich selbst verstehe. Doch beschränke ich mich dabei auf ein bestimmtes Niveau der Einfachheit, welches es erlaubt, die komplizierten Dinge als gegeben anzunehmen. Alles was schwierig ist, wird mit dem Hinweis auf den im Detail liegenden Teufel aus dem Erklärungsbereich geschoben.
Versuche ich hingegen etwas aus dem Detailbereich zu erklären, so setze ich voraus, dass die Grundlagen beim Zuhörer bekannt sein müssen. Man kann nicht jemand die Erddrehung erklären, wenn er die Erde für eine Scheibe hält. Daher bin ich zunehmend verärgert, wenn jemand von mir verlangt, ich solle einen komplexen Zusammenhang so einfach erklären, dass er ihn auch dann verstehen kann, er selbst selbst aber nicht bereit ist, irgendetwas zu seinem besseren Verständnis beizusteuern.
Nach einer solchen Präambel pflegt beim Zuhörer die Frage zu kommen: worauf will er denn jetzt hinaus. Alles gut und schön, aber was bringt mir das bei meinem Problem?
Das Problem habe ich ja bisher ganz außer Acht gelassen. Die einen nennen es Pisa-Studie. Die anderen beklagen den Umstand, dass in Österreich manche Hauptschulkinder bei Eintritt noch nicht ihren Namen und Adresse richtig schreiben können. Da geht es um Einheimische, nicht um Ausländerkinder. Eine andere Formulierung könnte so lauten, dass ein Ehepaar, beide verdienend, mit einem Kind bereits überfordert sind. Folgerung: das Kind wird vom Elternhaus in die Schule abgeschoben, Beispielwirkung zuhause fehlt. Weitere Folgerung: einige Kinder schaffen es nicht, aus der Volksschule den entsprechenden Lerninhalt herauszunehmen. In der Studie wird dann eine entsprechende Statistik über bildendes Unvermögen bescheinigt.
Es erscheint etwas unlogisch, wenn in unseren Breitengraden verkündet wird, dass nur intelligente Arbeit sich gegen die der Billiglohnländer werde durchsetzen können. Das Postulat von der Notwendigkeit der besten Ausbildung für gute Jobs steht im Widerspruch zu der immer augenscheinlichen Fähigkeit, Bildungsinhalte auch wirklich aufnehmen zu können. Heute ist es müßig, über die Notwendigkeit eines Lateinunterrichtes zu diskutieren. Wir sind bereits bei Deutsch angelangt. Muss sich ein Spezialist der Informatik noch auf Deutsch ausdrücken können? Muss er beschreiben können, was er macht? Ist es unanständig zu fragen, wodurch technische Entscheidungen beeinflusst werden?
Ich ziehe das Beispiel der Informatik sehr gerne heran, denn die hier unterstellte Technologie ist eine „Grosstechnologie“. Grosstechnologien gelten als gefährlich, Beispiel Gentechnologie, Atomnutzung. Mit einer vernünftigen Informatik läßt sich vermutlich größerer Nutzen schaffen, als es sich die Protagonisten oder auch die durchführenden handelnden Personen vorstellen können. Genausowenig können sich die meisten derselben aber auch vorstellen, wie viel Schaden sie mit Ignoranz und mangender Kommunikationsmöglichkeit anstellen können.
Eine falsch genützte Informatik kann die Auswirkungen des Kapitalismus bis zu seiner Selbstzerstörung verändern. Die Kenntnis von der Verwendung von Tabellenkalkulationen ersetzt nicht das notwendige Gefühl, welches man den Bedeutungen von Zahlen anberaumen sollte.
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Auch nicht schlecht:)

Sigmund Freud

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bei conalma gesehen.
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Mit der Analyse kann ich leben. Es war übrigens die Moskau-Geschichte, die ich verwendet hatte.
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20
Aug
2010

Journalismus und Sprache

Österreich überlasse ich künftig dem geschätzten Herrn nömix. Beim Der Standard regen mich meistens nur die Zahlen auf. In Die Presse, bei der ich noch ein Probeabonnement habe, reagiere ich empfindlicher. (Mehrere solche Vorkommnisse und es hat sich ausgeprobt.)
In der heutigen Printausgabe vom 20.8.2010 findet sich folgender Satz:
"Der Rechtsvertreter des mutmaßlichen Opfers, Michael Lang, hatte aber Nichtigkeitsbeschwerde beim OGH eingebracht."
Während Verbrecher in der Regel mit Gustav G. oder nur mit G. G. abgekürzt werden, (wobei übrigens immer die Unschuldsvermutung zitiert wird) werden die armen Opfer mit vollem Namen ausgeschrieben. (Wo bleibt da der Opferschutz?)
Da recherchiert Die Presse schon viel genauer. Interessant ist es, dass in dem Fall ganz zufällig der Herr Anwalt ebenfalls Lang heißt.
Da der Text schon zu lang wird, schließe ich daher hier.
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7
Jul
2010

Kategorie

Bekannt durch "den kategorischen Imperativ", der wohl besser "kantegorischer Imperativ" heißen sollte.

Wikipedia gibt gleich mehrere Gebiete an, in denen der Begriff besetzt ist. (Es gibt sogar in der Mathematik eine Kategorientheorie, von der ich noch nie gehört habe, obwohl sie eigentlich für die Informatik von Bedeutung sein soll.)

Aber was bedeutet Kategorie im täglichen Gebrauch der Sprache? Ein Synonym für Schublade?

Das gehört in eine andere Kategorie = das gehört in eine andere Schublade.

Ist es das schon?
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Wäre es nicht überhaupt einfacher, wenn wir nur mehr die Vokabel Bahnhof, Schublade und Seil* verwendeten?
*) Siehe noemix' Bericht über das Bremsseil
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