Als Kind las ich in einem Buch über große Menschen, dass Heinrich von Kleist Weltruhm angestrebt haben soll. Es stand auch, dass er nicht die Bedeutung erlangt hat, die er sich selbst erhoffte. Als Nachsatz gab es dann noch den moralisierenden Hinweis, dass man nicht über den eigenen Ruhm verfügen könnte.
Hier schließt sich der Kreis zu den Hauffschen Märchen. Im
der falsche Prinz wird der echte Prinz aufgrund seiner Wahl von Ruhm und Ehre erkannt.
Der gesuchte Künstler hat seinen Ruhm erst in der Nachwelt erhalten.
Unterschiedliche Musiker und Bands wie Elton John, R.E.M. und Norah Jones bezeichnen ihn als einflussreich und bedeutend für ihr eigenes Schaffen. Die Band Dream Academy landete 1985 mit ihrer Hommage an XXX, YYYYY, einen Top-Hit.
Sein Einfluss auf den Stil von Belle and Sebastian, Haunted Henschel, Jolie Holland oder den inzwischen verstorbenen Elliott Smith ist offensichtlich.
Als Chris Blackwell im Jahr 1989 Island Records an PolyGram verkaufte, war eine der Bedingungen des Vertrages, dass die Alben von XXX weiterhin ohne Unterbrechung erhältlich bleiben müssten.
Als der Volkswagen-Konzern den Titel Pink ZZZ im Jahr 2000 zur Untermalung eines Werbespots einsetzte, begann sich ein größeres Publikum für seine Musik zu interessieren. US-Schauspieler Brad Pitt tat ein Übriges, als er 2002 persönlich eine Gedenksendung zu Ehren XXX im BBC-Hörfunk moderierte. Und 2004 – dreißig Jahre nach seinem Tod – kam es sogar zu zwei kleinen Hits in den britischen Single-Charts.
Außerdem wird XXX in den Büchern von Nick Hornby des Öfteren erwähnt, unter anderem im Buch A long way down, in dem es um die Geschichte von vier potentiellen Selbstmördern geht.
Alle drei Studio-Alben des Sängers befinden sich in der Liste der 500 besten Alben aller Zeiten der Musikzeitschrift Rolling Stone.
Nachdem vermutlich jetzt genügend Hinweise gegeben sind, um das Auffinden auch über Google zu gewährleisten, gibt es jetzt auch ein Musikmuster.
Ein
kennzeichnendes Werk ist black-eyed dog. Das Video sieht viel freundlicher aus, als die Musik, welche den Tod referenziert.
Da mein Lieblingssong "I was made to love magic" nicht ordentlich auf youtube zur Verfügung steht, stelle ich noch einen anderen Song mit
ähnlicher Instrumentierung herein, der mir auch besonders gut gefällt.
Weil aller guten Dinge drei sind, referenziere ich noch ein oft gehörtes Stück
hier.
Wenn man mich als Liebhaber von Bruckner, Mahler und Richard Strauss kennt, wird man über die Hervorhebung dieses Sängers vielleicht überrascht sein. Wer allerdings weiß, dass mein All-time-Lieblingskomponist Franz Schubert ist, wird nicht überrascht sein, dass auf meinen Handies und Laptops - wenn überhaupt Musik eingerichtet wird - die ersten mp3-Dateien immer die von
Five Leaves Left und
Time of No Reply sind.