Musik

Montag, 26. Oktober 2009

Interludium 2

Meine Musik ist gelebt.
Gustav Mahler

P.S.
Kapitel 7 ist etwas komplizierter, daher dauert es noch ein bisschen. Aber es kommt.

Donnerstag, 15. Oktober 2009

abgehakt

Der heutige Abend verlief ziemlich gut. Letztlich war meine Qualität doch ausreichend, der ganze Abend sehr unterhaltsam und auch lehrreich.
Und ich habe Einladungen für drei verschiedene Musikstücke:
Brahms Cello-Sonate. (Die habe ich schon einmal begleitet.)
Brahms Klarinettensonate.
und
Max Bruch: 8 Stücke für Cello und Klarinette. Das klingt nicht so arg schwer.
(Die Leute glauben also, dass ich das alles spielen können werde. Das ist doch zumindest ein Achtungserfolg.)

Ich werde also versorgt sein, obwohl traurigerweise mein Hauptpartner, der Geiger, gesundheitlich einige Zeit pausieren muss.

Mittwoch, 14. Oktober 2009

...

Die Gesellschaft der Musikfreunde in Wien bewahrt in ihrem Archiv ein Notenblatt, darauf schrieb Beethoven sein Lied "Ich liebe dich", indes Schubert die andere Seite benutzte, um das Andante seiner Klaviersonate opus 122 festzuhalten. Brahms aber, der das Blatt erwarb, setzte seinen Namen darunter, um sein Recht auf den heiligen Besitz zu bekunden. Hier hat man, eingefangen und dargetan auf einem Stück Papier, die ganze Gechichte und die erlauchte Tradition der Musikstadt Wien.
Dieser Text stammt aus einem kleinen Büchlein Stadt der Musik, welches der "Schuljugend Österreichs gewidmet" von der "ERSTE ÖSTERREICHISCHE SPAR-CASSE" im Jahr 1966 mit dem Verfasser Prof. Dr. Alexander Witeschnik herausgegeben wurde.

Beethoven "Ich liebe dich"
opus 122: Bekannt eher als DV568

Das Beethoven-Lied hat uns unser Musikprofessor in Chorgesang singen lassen. Ich habe es damals nicht als besonders großartig empfunden. Da musste erst später die korrespondierende Empfindung dazu kommen.
Die Schubert-Sonate, die vermutlich die leichteste ist, habe ich schon als Jugendlicher immer wieder gespielt. Vor allem dieser zweite Satz hatte es mir angetan.

Dienstag, 29. September 2009

Die Gelüste

schwangerer Frauen sind ja manchmal recht eigenartig. Insoferne fühle ich mich gerade auch etwas schwanger, weil ich unbedingt jetzt das 1. Klavierkonzert von Tschaikovsky hören wollte.
Und da eine bestimmte Stelle, den Anfang des zweiten Satzes.
Glücklicherweise gibt es youtube und ich muss nicht einmal die CD heraussuchen.
Das ist durchaus eine mir genehme Aufnahme.
-
Es mag durchaus damit zu tun haben, dass ich eigentlich schon ganz gut für das Konzert im nächsten Monat vorbereitet bin. Und da stellt sich dann bei schwierigeren Passagen ein ziemlich gutes Körpergefühl bei großen Sprüngen ein. (Murmele ich kopfschüttelnd und wende mich wieder meiner Arbeit zu.)

Und wenn Frau Columbo nicht schon schliefe, würde ich mich ans Klavier setzen und den Klavierpart davon spielen.

Sehr gut gefällt mir diese optische Umsetzung des zweiten Satzes.

Samstag, 29. August 2009

Hohe Ansprüche

Damit ich vor einer Frau wirklich Achtung haben kann, sollte sie auf ihrem Gebiet zu einer solchen Leistung fähig sein, wie diese Pianistin, die ich als legitime Nachfolge einer Martha Argerich erlebe.



Beim Scarbo fallen mir auch nur wenige Männer ein, die das so spielen können. Casadesus vielleicht.
(Aufnahme 1951: wir hatten die Schallplatten der Gesamteinspielung von Ravels Klavierwerk und die haben mein Verständnis von Ravel und dessen Interpretation geprägt.)

http://www.youtube.com/watch?v=45WSQa9x05w


Natürlich höre ich mir die Argerich auch noch gerne an:

http://www.youtube.com/watch?v=oFtth2pyB5Y

Dass ich vor Frau Columbo Achtung habe, rührt daher, dass ich sie noch keinen Tag mit schlechter Laune erlebt habe. Sie ist eine Meisterin des Lebens.

Sonntag, 16. August 2009

Mozart ...

und meine Matschkerei.
Soeben habe ich Die Hochzeit des Figaros (Salzburger Festspiele), zumindest den letzten Akt in der Fersehübertragung gesehen. Wunderbare Sänger, eine Langzeit-Lieblingsoper von mir. Einen komischen Engel im letzten Akt habe ich noch nie gesehen. Das ist entweder Claus Guths Werk oder vielleicht hat es sich Flimm gewünscht. Vielleicht ein "flimmernder" Engel.
Im Gegensatz zu Wagner finde ich die Da Ponti-Libretti nicht mehr zeitgemäß. Oder vielleicht sind sie zeitgemäß, doch dann weisen sie mich auf die Hybris der heutigen Zeit, auf bigotten Fundamentalismus, auf eine falsch verstandene sexuelle Großzügigkeit hin, die ja - geschicktes Einbinden von Aids - heute wieder zurückgeschraubt wird. Es geht nicht nur um die Gesundheit sondern um die Verteufelung des Sexuellen. Dann haben unsere Regierungen und die Kirche wieder mehr zum sagen.
Bereits als Kind hat es mich gestört, dass der Graf mehrfach nicht vergeben will. Ihm wird aber ganz schnell vergeben, weil ja die Oper zu Ende gehen muss. Braten sollte er. Da ist ja Don Juan noch ehrlicher, der Reue verweigert und in die Hölle fährt.
Eines war jedenfalls cool. Zu Mozart geht das Hemden Bügeln besonders leicht von der Hand.
Die Sängerbesetzung war allerdings wirklich vom Feinsten. Aber das können sich die LeserInnen selber googlen, wer sich da ausgezeichnet hat.
Nachdem ich jetzt alle drei Inszenierungen des Da Ponti-Zyklus gesehen habe, kann ich sagen, dass mir Cosi Fan Tutte noch am meisten zusagt. Die hat mit der Verwechslung etwas Shakespeare-haftes. Das akzeptiere ich einfach so wie es ist. Aber die Vermischung von Realität und Fantasterei wird durch die Inszenierungen des Claus Guth für mich nicht aufgelöst. Tut leid.

Samstag, 15. August 2009

Nicht für jeden

Im August habe ich sehr wenig Klavier gespielt. Jetzt bin ich angerufen worden, es wird noch etwas mit dem Brahms und dem Beethoven Kammermusik. Ich muss meine Finger also wieder etwas gelenkiger machen.
Zur Zeit habe ich große Affinität zu Beethoven. Viele kennen die Arietta aus der letzten Klaviersonate. Ja, das ist die mit dem jazzigen Einschlag.
Das für mich herausragendste Klavierwerk (Bestandteil einer Sonate, doch auch für sich allein bestehen könnend) ist das Adagio aus der Hammerklaviersonate. (Fortsetzung)
Ich kann mich noch erinnern, als ich es das erste Mal hörte. Ich war sehr ungeduldig, denn im Alter von 16 Jahren war ich viel mehr an der Fuge interessiert als an diesem Stück, das einen mehrfach glauben lässt, es wäre zu Ende. Und dann geht es wieder weiter.
12 dicht gedruckte Notenseiten, 16 Minuten Minimum. (Richter braucht 10:42 + 6:54 Minuten, also fast 18 Minuten.)
Wenn man es zu schnell spielt, fragt man sich, wann es endlich aufhört. Spielt man es ausreichend langsam, so wundert man sich: nanu, das ist ja schon der Schluss. Spielt man es nämlich langsam, hört und versteht man mehr. Jeder Takt wirft neue Fragen auf. Manche Figuren tauchen nur einmal auf, wieso ist das so?
-
Mit ein bisschen üben (ich habe den Satz schon einige Jahre nicht mehr gespielt) waren eineinhalb Stunden im Nu weg. Und ich war ausgelaugt, aber auch glücklich.
Für mich ist das Meditation. Eineinhalb Stunden auf genau eine Sache konzentrieren. Das ist doch purer Luxus.

Einspielen werde ich das höchsten für mich, weil ich es in zehn Jahren vielleicht nicht mehr spielen kann. Aber vielleicht spiele ich es einmal einem Besuch vor.

Freitag, 31. Juli 2009

ZOOM H2 #3

Hier gibt es die klanglich überarbeitete Version (Dank an virtualmono) Version des Artikels #2.
Schubert 969 Satz 2.

Donnerstag, 30. Juli 2009

Für vm und dr

Auf der Homepage unter Privates | Musik | Beispiele | Schubert.
Die Dateien sollten sich jetzt runterladen lassen.

Mittwoch, 29. Juli 2009

New things

Es geht nicht um neue "Dinge". Ein neues Menschenleben ist da. Ich möchte schildern, wie eigenartig manche Wege zu neuen Inhalten sein können. Ich schreibe das, nachdem Frau Columbo und ich jetzt noch zwei Stunden mit unserem Sohn zusammen gesessen sind.
Es geht um Musik.
Man weiß, dass ich stundenlang über Wagner reden oder schreiben kann. Es könnte auch Richard Strauss sein. Bessere Freunde wissen auch, dass ich mich für Pink Floyd oder Procol Harum begeistern kann, oder auch für Nirvana und eigentlich eine ganze Reihe anderer Gruppen oder auch Solisten. Ich würde sie mir nicht so merken. Manchmal sind Gruppen mit Menschen verbunden, so wie z.B. Husker Dü. Manche Musik habe ich erst bei Walhalladada das erste Mal bewusst wahrgenommen.
Bevor ich heute nach Hause kam, war ich noch bei einer Veranstaltung, die im British Book Store statt fand. Ich erzählte einigen Bekannten vom freudigen Ereignis. Als ich mich verabschiedete, meinte einer, dass er das richtige Buch für mich gefunden hätte. "Things The Grandchildren Should Know" von Mark Oliver Everett. Es ist keine Lebenshilfe. Es ist eine Musikerautobiografie, die in einem erfrischenden Stil geschrieben ist. Die Gruppe heißt Eels.
Vom Buch habe ich erst zwanzig Seiten gelesen, aber ich mag den Typen.
My father was a mechanic. A quantum mechanic.
Und so habe ich heute nicht nur einen neuen Enkelsohn bekommen sondern auch eine neue Musik.
ps. mein Sohn gab mir dann noch zwei Vonnegut-Bücher. Ich bin mir nicht sicher, ob ich Cat's Cradle nicht schon gelesen habe. Aber ich freue mich, dass wir in manchen Dingen einen so ähnlichen Geschmack haben.

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