25
Jan
2011

Bösartig

Bösartige Argumentationskette, die damit endet, dass ich vollkommen unkorrekt ein sarkastisches Lächeln nicht unterdrücken kann.

1.) Wenn ein Mensch stirbt, ist das an sich nicht erfreulich.
2.) Man sollte sich auch nicht lustig darüber machen.
3.) Ich mag Frauen.
4.) Ich mag es, wenn Frauen schön sind.
5.) Ich kann verstehen, dass Frauen unter bestimmten Makeln psychisch leiden und sich unters Messer legen.
6.) Ich kann es nicht verstehen, wenn sie sich wegen ein und derselben Sache mehrfach unters Messer legen.
(darfs ein bisserl mehr sein, darfs ein bisserl weniger sein.)
7.) Ein Sex-Starlett ist bei einer rein kosmetisch bedingten Brustvergrößerung ums Leben gekommen.
8.) Dies geschah während ihrer sechsten (!) diesbezüglichen Operation.
9.) Die Todesursache wird untersucht.
10.) Yahoo-News meldet, dass es sich um eine Gehirnlähmung gehandelt hat.
11.) Es wird noch dauern, bis man die wahre Todesursache herausgefunden hat.
-
Meine Schlussfolgerung: ich bin überrascht. Ich konnte mir nicht vorstellen, dass eine Frau, die sich sechsmal die Brust kosmetisch behandeln lassen will, überhaupt ein Hirn hat.
Ich muss lächeln.

Es gibt doch etwas wie ein humoristisches Element des Todes.

P.S. Wer sich jetzt über mich aufregen will, ist herzlich eingeladen. Ich werde keine weitere Stellung dazu beziehen;)
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pathologe - 25. Jan, 11:40

Punkt 10.)

ist nicht unbedingt letal. Es gibt genug Existenzen, die das täglich beweisen. Nicht nur in der Unterhaltungsindustrie, auch in Politik, Wirt- und Nachbarschaft.

nömix - 25. Jan, 11:45

»Es gibt Leute, die nicht besonders intelligent sind. Die straft Gott durch Schönheit.« sagt Georg Ringsgwandl.

rosenherz - 25. Jan, 20:21

Danke, da hab' ich Glück gehabt, nix is' mit der Schönheit bei mir.
walküre - 25. Jan, 20:41

Ja, der Frau Rosenherz kann ich mich guten Gewissens anschließen. Es hat halt alles seine Vorteile, und so gesehen steht unsereins besser da, weil die Schönheit im landläufigen, medienbestimmten Sinn geht halt doch früher oder später flöten. Die Intelligenz dagegen bleibt meistens erhalten.
Jossele - 25. Jan, 14:45

Das klingt ja grad so als wären wir nicht der homo Sapiens.

profiler1 - 25. Jan, 14:54

bin mir nicht sicher obs stimmt, aber glaube, irgendwo einmal aufgeschnappt zu haben, daß die erste frau von lugner ebenfalls nicht mehr aus der narkose, anläßlich einer schönheits op, erwachte. :-)
*umeineninformativenbeitraggeleistetzuhaben*

david ramirer - 25. Jan, 14:59

das stimmt nicht: herr lugner selbst ist seine erste frau nach einer missglückten schönheits-op. alles nur camouflage...
profiler1 - 25. Jan, 15:02

jetzt wird mir einiges klarer....
steppenhund - 25. Jan, 15:16

Jetzt wird mir einiges erst klar! :)))
rosenherz - 25. Jan, 20:19

Über dich aufregen? Nein, da weiß ich mir Aufregenderes ;-)

Dass sich jemand wegen dem Diktat der Schönheit mit dem Risiko des Todes unters Messer legt, das ist ja so etwas, wie sich selbst s'Hackl ins Kreuz hauen. Ich meine, bei mir gibts auch so manche Stelle die ich nicht so lieb habe, aber mir deswegen von einem Chirurgen ins Fleisch schneiden lassen, nur damit ich bei einem begehrten Mann oder einer Hauptrolle eine (größere) Chance habe?

Es soll ja auch Frauen geben, die sich aus ästhetischen Gründen Labienvergrößerungen oder -verkleinerungen bezahlen lassen von ihrem (geliebten) Mann. Scham wegen der Scham. Was fällt mir dazu noch ein?

Männer können dafür Pimp my Penis machen lassen - Schönheitsoperationen auf einer Insel.

walküre - 25. Jan, 20:45

Dazu fällt mir ein, dass ich mein Gesicht heute bewusst im Spiegel angeschaut habe. Ja, man sieht mir an, dass mein Leben nicht immer ein Spaziergang war und ja, man könnte diese Spuren von Kummer und Sorge problemlos aus meinem Gesicht verschwinden lassen. Nur dann wärs nicht mehr MEIN Gesicht ...
rosenherz - 25. Jan, 21:13

Möglicherweise ist das mit den Schönheits-Operationen wie mit den Haaren. Manche Frauen können gut damit leben, wenn ihr Haar nach und nach ergraut. Andere überfärben die ersten grauen Häarchen und erneuern Monat für Monat ihre Haarfarbe beim Friseur des Vertrauens.
Ich denke dabei auch an zwei meiner Freundinnen. Die eine findet sich hässlich mit ihren weiß gewordenen Haaren (sie ist jetzt Fünfzig) und lässt seit Jahren auf Schwarz färben. Die andere ist schon mit 40 Jahren fast gänzlich ergraut, sie trägt diesen Farbton mit Würde und Elegance.
rinpotsche - 25. Jan, 21:21

Neulich hatten sich die Damen des Lions-Club zur exklusiven Museumsführung angemeldet, offenbar als Entspannungsprogramm nach der obligatorischen Botoxbehandlung. Mir war, als führte ich eine Bande minder erfolgreicher Schlägerinnen durch die Säle.
walhalladada - 25. Jan, 21:26

Die Unterschicht der Oberschicht macht den Unterschied!
rinpotsche - 25. Jan, 21:54

Die Unterschicht der Oberschicht verhält sich wie ein billiger Winterreifen, will man meinen: im Aufdruck zwar wichtig, aber schnell verbraucht. Es fehlt einfach am intelligenten Selbstbewusstseinsnachschub.
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