Man stirbt oder man geniesst
Was für ein Tag! Gestern war eigentlich alles noch normal. Aufarbeiten von Dienstreisen, ein bisschen Programmbereinigung, um zu sehen, wie leicht ich mein selbst geschriebenes Programm mehrsprachig machen kann. Am Nachmittag ein kurzer Termin mit zwei jungen, serbischen Studentinnen, denen ich bei der Wohnungsbeschaffung für das nächste Studienjahr helfen soll.
Dann noch ein Abendtermin und danach Vorbereitung für eine Kundendemonstration heute vormittag. Gleich nach der Blutprobe.
-
Aus dem gestrigen Bericht geht hervor, dass ich mehr Musik gehört habe, als die Demo vorzubereiten. Doch von 5 Uhr bis 7 Uhr lief es dann ganz gut. Und die Demo, die um 11 begann, lief auch sehr gut.
In den zwei Stunden musste ich praktisch eine Programmiersprache lernen, soweit es notwendig war, sie Leuten vorzuführen, die damit schon gearbeitet haben. Der Effekt war erstaunlich: "Was? Das kann man auch damit machen?" Ja, genauso soll es sein. Danach Mittagessen mit unserer Chefsekretärin, am Nachmittag Telefonate mit Serbien. Ich bin jetzt wieder zuversichtlicher, dass wir eine gute Wohnung oder ein gutes Office bekommen können.
Dann versuche ich die Noten für die septemberliche Kammermusik zu bekommen. Das eine Notenstück, dass fast einen Monat für die Beschaffung braucht, kostet über achtzig Euro. Da schaue ich doch einmal, ob ich es nicht von den Kollegen bekomme.
Den Schubert und den Brahms lasse ich mir zurücklegen. "Ich werde es heute nicht mehr schaffen!" sage ich der Dame am Telefon.
Eine halbe Stunde später sitze ich im Taxi und hole mir die Noten. Ich halte es einfach nicht mehr aus. Um 17:00 ist sowieso ein Termin. Da kann ich die Zeit dazwischen gleich so nützen. Bei der Gelegenheit decke ich mich gleich mit "Montauk" ein.
Ich bin gerüstet.
Um 17:00 (ich habe seit Montag früh nichts geschlafen) findet ein Treffen mit einem Professor der Akademie der bildenden Künste und drei Grafikerinnen statt. Wir wollen eine Ausstellung in den Firmenräumlichkeiten im August organisieren.
Buffet und Getränke sind bestens organisiert. Auch eine Mäzenin bleibt bis acht. Dann erwarten wir noch eine Künstlerin, von der wir einige Bilder in der Firma hängen haben. Wir wollen noch einen Malworkshop machen.
Dazwischen klären wir noch Reiseabrechnungsmodalitäten. Dann kommt mein Chef mit dem Vorschlag, dass wir auf eine BIldungsreise nach Chile und Argentinien im Mai fahren könnten. Ich frage bei Frau Columbo nach. Der Termin liegt günstig. Vielleicht fahren wir wirklich.
Um 22:00 reiße ich von der Firma ab. In bester Laune. In der U-Bahn fange ich Montauk zu lesen an.
Ich komme nach Hause. Frau Columbo ist noch wach, was sehr angenehm ist. Ich kann noch die neuen Noten ausprobieren.
Der Schubert ist kein Problem oder sagen wir, er sieht eindeutig beherrschbar aus.
Der Brahms sieht nur beherrschbar aus. (ohne eindeutig) Der ist aber ein geiles Stück. Ich schaue mir die schnellen Sätze an und vor allem das Scherzo. Das hat mich ja bei den youtube-Einstellungen besonders begeistert.
Jedenfalls wird mir das Spass machen, es zu üben. Man gönnt sich ja sonst nichts.
Die Besprechung für den morgigen Kundentermin um 10:00 werde ich in der Früh vorbereiten. Heute geht nichts mehr.
Aber was für ein Tag!
Man stirbt oder man geniesst.
Ich habe mich für das Genießen entschlossen!
Nachtrag: (6.4.2011)
Das ist das Stück, das ich als erstes probiert habe, gestern nach und heute früh.
Das ist so ein sinnlicher Genuss!
Dann noch ein Abendtermin und danach Vorbereitung für eine Kundendemonstration heute vormittag. Gleich nach der Blutprobe.
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Aus dem gestrigen Bericht geht hervor, dass ich mehr Musik gehört habe, als die Demo vorzubereiten. Doch von 5 Uhr bis 7 Uhr lief es dann ganz gut. Und die Demo, die um 11 begann, lief auch sehr gut.
In den zwei Stunden musste ich praktisch eine Programmiersprache lernen, soweit es notwendig war, sie Leuten vorzuführen, die damit schon gearbeitet haben. Der Effekt war erstaunlich: "Was? Das kann man auch damit machen?" Ja, genauso soll es sein. Danach Mittagessen mit unserer Chefsekretärin, am Nachmittag Telefonate mit Serbien. Ich bin jetzt wieder zuversichtlicher, dass wir eine gute Wohnung oder ein gutes Office bekommen können.
Dann versuche ich die Noten für die septemberliche Kammermusik zu bekommen. Das eine Notenstück, dass fast einen Monat für die Beschaffung braucht, kostet über achtzig Euro. Da schaue ich doch einmal, ob ich es nicht von den Kollegen bekomme.
Den Schubert und den Brahms lasse ich mir zurücklegen. "Ich werde es heute nicht mehr schaffen!" sage ich der Dame am Telefon.
Eine halbe Stunde später sitze ich im Taxi und hole mir die Noten. Ich halte es einfach nicht mehr aus. Um 17:00 ist sowieso ein Termin. Da kann ich die Zeit dazwischen gleich so nützen. Bei der Gelegenheit decke ich mich gleich mit "Montauk" ein.
Ich bin gerüstet.
Um 17:00 (ich habe seit Montag früh nichts geschlafen) findet ein Treffen mit einem Professor der Akademie der bildenden Künste und drei Grafikerinnen statt. Wir wollen eine Ausstellung in den Firmenräumlichkeiten im August organisieren.
Buffet und Getränke sind bestens organisiert. Auch eine Mäzenin bleibt bis acht. Dann erwarten wir noch eine Künstlerin, von der wir einige Bilder in der Firma hängen haben. Wir wollen noch einen Malworkshop machen.
Dazwischen klären wir noch Reiseabrechnungsmodalitäten. Dann kommt mein Chef mit dem Vorschlag, dass wir auf eine BIldungsreise nach Chile und Argentinien im Mai fahren könnten. Ich frage bei Frau Columbo nach. Der Termin liegt günstig. Vielleicht fahren wir wirklich.
Um 22:00 reiße ich von der Firma ab. In bester Laune. In der U-Bahn fange ich Montauk zu lesen an.
Ich komme nach Hause. Frau Columbo ist noch wach, was sehr angenehm ist. Ich kann noch die neuen Noten ausprobieren.
Der Schubert ist kein Problem oder sagen wir, er sieht eindeutig beherrschbar aus.
Der Brahms sieht nur beherrschbar aus. (ohne eindeutig) Der ist aber ein geiles Stück. Ich schaue mir die schnellen Sätze an und vor allem das Scherzo. Das hat mich ja bei den youtube-Einstellungen besonders begeistert.
Jedenfalls wird mir das Spass machen, es zu üben. Man gönnt sich ja sonst nichts.
Die Besprechung für den morgigen Kundentermin um 10:00 werde ich in der Früh vorbereiten. Heute geht nichts mehr.
Aber was für ein Tag!
Man stirbt oder man geniesst.
Ich habe mich für das Genießen entschlossen!
Nachtrag: (6.4.2011)
Das ist das Stück, das ich als erstes probiert habe, gestern nach und heute früh.
Das ist so ein sinnlicher Genuss!
steppenhund - 5. Apr, 23:42
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