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Politik

Freitag, 4. Dezember 2009

Nur für Ösis

Es gibt doch Werbesendungen, wonach A1 das schnellste Internet hat. Außerdem haben sie früher mit der größten Verbreitung geprahlt.
Sie sind anscheinend überall außer am Arsch der Welt oder das, was sie dafür halten. Neumarkt/Kallham ist ein Beispiel. Vor und nach N.K. ist 0 Netzversorgung. Kurz vor Wels ebenfalls nicht, wenn man aus der Richtung Passau kommt.
In D gibt es zwischen Nürnberg und Würzburg auch solche Strecken, aber das lass ich jetzt außen vor.
Wenn die Hauptverkehrsstrecken der ÖBB nicht vom Mobilfunk bedient werden, fühle ich mich als Kunde als der letzte Arsch vom Dienst. Ich bin ein Niemand für die.
Vielleicht bin ich der einzige, der das unsinnige Ansinnen hat, auch zwischen Wels und Passau im Zug ans Internet angehängt zu sein.
Irgendwie haben bei mir aber alle drei den schwarzen Peter. A1, die ÖBB und das Land Oberösterreich.
Sollen's wenigstens die Goschen halten und nicht in den Werbesendungen so lügen!

Montag, 9. November 2009

gleiche Chancen

Ich äußere recht unmissverständlich, dass ich für Studiengebühren bin. Ich habe vielleicht noch nicht so extrem verlauten lassen, dass ich Studieren für einen Luxus halte. Allerdings nicht für einen Luxus, der durch die materiellen Grundlagen leistbar wird sondern durch den Grips, den jemand mitbringt.
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In einer gewissen Weise irre ich mich. Es ist nicht so, dass eine Aufnahmeprüfung vielleicht zeigen kann, ob jemand später ein guter Lehrer oder guter Arzt wird, was von testsiegerin ein bisschen tendenziell entgegen gehalten wird.
In einem Bericht des ORF wird von einer viel früheren "Aufnahmeprüfung" gesprochen, die eindeutig den Akademikerkindern eine Erleichterung des zukünftigen Lebensweg verschafft. So stellt die Studie fest, dass sich die meisten bei der Berufswahl danach entscheiden, was sie aus der Familie kennen. Die Frage ist daher nicht so sehr, ob ihnen die Eltern finanziell helfen sondern wie seit die Eltern bereits in den Ferialzeiten für die Vermittlung vernünftiger Praktika helfen können. Da tritt dann bereits die erste Sortierung auf, wenn den Schülern Berufspraktika im akademischen Umfeld verwehrt bleiben und stattdessen auf Baustellen oder Verwandtengeschäüften stattfindet.
Laut AK besteht das Problem darin, dass nicht alle Schulen eine gute Berufsorientierung mit "Realbegegnungen" in der Arbeitswelt bieten.
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Mir erscheint in diesem Zusammenhang noch eine weitere Differenzierung als wesentlich: es ist der Umgang mit der Sprache. Es geht dabei nicht um Dialekt und nicht Dialekt, sondern um einen breiten Dialekt, der die sprachliche und soziale Nähe zu - wie soll ich das nun sagen - Sprachvernachlässigern nahelegt. Der Praktikant, der vielleicht in einer Versicherung oder Bank einen ganz guten Einblick genießen könnte, wird mit "Hearst Oida" nicht gut ankommen. Und es geht da nicht um den Text sondern um die Sprachmelodie.
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Dafür können nur die Jugendlichen wirklich nichts. Es zeigt nur, dass die Kette der Abhängigkeiten doch viel früher beginnt und sich nicht mit der Finanzierbarkeit eines Studiums begründet.

Sonntag, 8. November 2009

Student - des Politikers Feind

Gestern wurde ich gefragt, warum Strache bei den Jugendlichen so punktet. Obwohl ich die Antwort eigentlich spontan beantworten können müsste, habe ich kurz gezögert. Heute im gestrigen Standard fand ich aber zwei Artikel, die ich rückhaltlos empfehle.
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Bernhard Heinzlmaier beschäftigt sich mit den klassischen Fehlern der Politiker im Umgang mit den Studenten.
Dem Artikel ist nichts hinzuzufügen. Darüber hinaus gibt es aber auch noch eine Glosse, über die ich ebenfalls sehr froh bin. Als ich die ersten Aufrufe für die Kandidatur eines "Superpraktikanden" las, fragte ich mich unwillkürlich, wie blöd die Schwarzen noch sein können. Vermutlich gibt es noch Steigerungsformen, die will ich aber gar nicht erleben.
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Damit, dass sich die Politiker der konservativen Coleurs nicht mit dem Medium Internet auskennen, stehen sie in einer guten Formation mit Geschäftsleitungen wie die der Quelle, die versäumt haben, den Prospektversandhandel an das Internet anzubinden. Da geht es um eine strategische Fehlentscheidung, an der sind schon Gescheitere (Olsson, Digital Equipment Inc.) gescheitert. Da ich sehe, wie dillettantisch die EDV personalbesetzungsmäßig noch in derzeit erfolgreichen Firmen gehandhabt wird, kann ich feststellen, dass die Quelle nicht das letzte Opfer sein wird.
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Nach diesem kurzen Ausflug gibt es noch ein Kompliment an die Grünen. Das für sie "teure", weil nur einmal im Jahr möglich, Einberufen einer Sondersitzung des Nationalrates in Sachen Gockel, ist wirklich die Sache wert. Meines Erachtens ist die Ignoranz und Arroganz unseres Herrn Wissenschaftsministers schon mehr als akzeptabel. Dass er dafür als Belohnung in die EU geschickt wird, bedeutet nichts anderes, als dass der Glaube unserer Politiker an die EU ebenfalls bloßes Pharisäertum ist. Entsorgungsstätte Gorleben für unfähige Politiker. Aber das richtige Gorleben wäre dann angebrachter.

Freitag, 6. November 2009

Legitimer Protest

ConAlma schreibt über die Studentendemos mit einem sehr persönlichen, emotionalen Hintergrund.
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Ich sehe da noch etwas anderes. Ganz tot sind wir Österreicher anscheinend doch noch nicht. Wann immer Regierungen versagt haben, waren es die Studenten, die auf die Straße gegangen sind. Erst später dann auch die Arbeiter.)
Die Studenten sind die Einzigen, bei denen sich Gelegenheit, Überlegung und Frustration gleichzeitig findet. Die Art, wie die bisherigen Regierungen bei uns mit dem Bildungswesen umgegangen sind, ist derart mies, dass es nur zwei Möglichkeiten gibt: sich wie die Lemminge apathisch dem Tod hingeben oder revoltieren.
Dass ein Wissenschaftsminister unfähig ist, hier etwas auszurichten, kann man ja an seiner eigenen Fehleinschätzung von politischen Vereinbarkeiten ersehen. (EU-Kommisar und gleichzeitiger Parteiführungsanspruch in Wien)
Mit großem Erstaunen kann ich nur an die Eliteuniversität erinnern, zu deren Planungszeit ja auch die Investition einer Bildungsmilliarde im Raum stand.
Ich habe inzwischen mit einem Personen im Studentenalter gesprochen, auch solchen, die schon fertig studiert haben. Sie waren alle für Studiengebühren, aber gleichzeitig auch für Leistungsstipendien, die dann auch Lebensunterhaltkosten decken würden. (Damit die ewige Diskussion der Ausschließung aus materiellen Gründen vom Tisch geräumt ist)
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Dass unter anderem Publizistik zum Lieblingsfach geworden ist, überrascht mich nicht. Hier muss offensichtlich kein Leistungsnachweis erbracht werden. Denn selbst die Profis schreiben einen derartigen Holler zusammen, dass sich einmal ein paar ernsthafte Journalisten gegen die Mehrheit der absoluten Stammtischidioten auflehnen sollten.) Leider gilt das mittlerweile sowohl für die Boulevardzeitungen wie für die "angesehenen" Blätter wie Presse und Standard. Selbst der Falter hat sich mit seinem unauthorisierten Meinl-Interview eine ganz schöne Blöße gegeben.
Ich weiß nicht, was als Ausgang der Studentendemos zu erhoffen ist, doch bin ich froh, dass endlich jemand aufgewacht ist.

Samstag, 3. Oktober 2009

Tag der deutschen Einheit

Wir Österreicher lieben ja die Deutschen so sehr, dass wir uns am liebsten anschließen würden. Naja, ein gewisser Prozentsatz halt. Der, welcher auch am liebsten wieder einen Österreicher hochleben lassen würde.
Unter den Habsburgern hieß es allerdings noch: Andere lass Krieg führen, du glückliches Österreich heirate. So hab ich das auch gemacht und meine Frau aus Bremen importiert.
Heute gab es aber themenbezogen den Film "Die Frau vom Checkpoint Charlie".
Solche Sachen lassen sich nicht erfinden, nicht einmal in unserem Etablissement. Wir können uns über die Amerikaner und den CIA aufregen, auch über den KGB oder die Missachtung der Menschenrechte in China. Die ostdeutsche Propaganda war besonders mies. Die Desinformation, wie man sie auch in einigen Fachbüchern lesen kann, besonders perfid. Und ausgezeichnet durchgeführt. Die (Ost)-Deutschen haben da einen besonderen Ehrgeiz besessen, besser als alle anderen zu sein. Das waren sie vermutlich dann auch im Geheimdienst.
Und es wird auch hier keine wie immer gearteten Entschuldigungen geben. Die Polisten, Die Grenzbeamten mit Schussbefehl haben alle nur ihre Pflicht getan. Allerdings einige Zeit nach Hitler. Und so wird es weiter gehen.
Bei dem Film musste ich nur daran denken: danke, dass ich nie zwischen solche Fronten geraten bin. Ich wäre sicher irgendwann draufgegangen.
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Und offengestanden, wenn ich mir unsere Zustände in Österreich ansehe, wo ein Akt mit 150 Seiten vom Staatsanwalt "übersehen" wird, weil er sich gegen einen Minister wendet, frage ich mich, was sich in der Zukunft noch alles abspielen mag.

Haben wollen

Jetzt haben die Iren also doch mit Ja gestimmt. Wer weiß, ob das Ergebnis ohne Krise genauso ausgefallen wäre. Island scheint mit oder ohne Fischenübrigens momentan auch ganz aufnahmebegeistert.
Klaus in Tschechien will noch taktieren und wartet auf die Engländer. Als logische Konsequenz kann ich daher nur empfehlen, dass einmal Temelin hochgeht. Trotz der dreifachen Redundanz, die angeblich bei den Sicherheitsvorkehrungen existiert.
Leider würde das auch Linz und vermutlich sogar Wien - je nach Wetterlage - in Mitleidenschaft ziehen. Aber jemand, der auch heute noch an den Beneschdekreten festhält, ist vermutlich anders nicht zu bekehren oder abzuwählen.
Nur die Katastrophen bringen den Menschen zum Nachdenken. Auch wenn die Tsunami-Frühwarnung für Samoa nicht so viel gebracht hat, weil das Seebeben zu nahe an den Inseln war, ist es doch ein gewisser Trost zu wissen, dass es wenigstens logistisch funktioniert hat.
Haben wollen wir alle, aber seien wollen wir nichts. Dass Politiker ihren Erich Fromm nicht beherrschen, ist leicht einzusehen.
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Mal sehen, was jetzt in der EU weitergeht.
Interessant war das Interview mit einem älteren Iren mit wahrer Zeus-Mähne. Er hat lang nachgedacht und doch für nein gestimmt. Glaube ich ihm und gestehe ich ihm auch zu.
Prinzipiell sollte Großbritannien und Irland nicht zur EU gehören. Sie passen von der Denkweise nicht dazu. Für sie sind wir der Rest oder der Kontinent. Das ist keine Ausgangsbasis für gemeinsames Vorgehen. Natürlich ist mir klar, dass es aus militärischen Sicherheitgründen notwendig ist, sie dabei zu haben. Wenn ich aber an die besonderen Vergünstigen denke, die GB bei den Förderungen bekommt, könnten bei mir revanchistische Gelüste für Dresden aufkommen.
In aller Deutlichkeit: das ist kein Ausländerhass auf meiner Seite, das ist ein Imperialistenhass und ich denke, dass die Engländer imperialistisches Gedankengut noch nicht abgelegt haben. An den Falklandkrieg kann ich mich noch erinnern.

Sonntag, 20. September 2009

Vatikan ... Alles nur Hetze


Eigenartigerweise lese ich über dieses Thema nur im gestern erschienenen Format.
Der Artikel hat eine gewisse Brisanz und dürfte im Vatikan auch für Veränderungen sorgen.
Dass sich die Kirche darüber nicht äußert, ist verständlich. Diese hat auch bisher alles ausgesessen, wenn nötig über Jahrhunderte. Das sich aber auch die katholischen Journalisten sehr bedeckt geben, zeigt von einer doch recht großen Scheuklappigkeit.
Vielleicht ist ja alles auch nur ein großer Schwindel wie einst Hitlers Tagebücher.
Doch ein paar Darstellungen passen halt so gut zur Realität. Da soll doch Berlusconi so viel vögeln, wie er will. Das ist mir im Vergleich dazu vollkommen egal.

Ein Viertel .. Hitler

der Österreicher wünschen sich wieder einen Hitler!
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Das ist mathematisch nicht korrekt, aber wen schert es?
Die 100000 des Heldenplatzes jubeln zwar jetzt vielleicht auf der Bregenzer Seebühne, aber die gehört ja noch zu Österreich.
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Damit können wir uns den Spruch, dass wir Hitlers erstes Opfer waren, recht getrost abschminken. Wir sind wirklich so. Wahrscheinlich spekulieren schon ein paar Zahnbürstenhersteller mit vermehrtem Umsatz.
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Ich schäme mich für mein Land.

Donnerstag, 10. September 2009

Grüne, SPD, Piraten, Die Linke, FDP, CDU/CSU/NPD

Eine interessante Reihenfolge, die mir der Wahlomat da vorgeschlagen hat. Ich wusste nicht, dass ich so links stehe. (Die NPD habe ich nur in die Vergleichsauswertung hineingenommen, um zu skalieren. Die ist deutlich abgeschlagen. Die anderen bewegen sich im gleichen Zustimmungsrahmen.)
Die Grünen würde ich in D sicher nicht wählen. Fischer stösst mir noch zu sehr auf und das Wetter beherrschen sie auch nicht. (Und in Österreich sind sie dank E.G. unwählbar für mich geworden.)
Die SPD? Naja, wenn es Helmut Schmidt noch gäbe, wäre der Gedanke nicht zu abwegig.
Piraten? Kandidieren die wirklich? Passt!
Die Linken sind mir zu verbal im Namen, obwohl ich LaFontaine gar nicht so sehr ablehne. Einer von den gescheiteren Politikern. Auf den Rest kann ich verzichten, auch wenn ich glaube, dass sie gewaltig mitspielen werden.
Eigentlich halte ich diese Art der Information für nicht so schlecht. Allerdings sind einige Fragen sehr schlecht in einer Schwarz-Weiß-Technik gestellt. Und das wird vermutlich allgemein bekrittelt.
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Steppenhund empfiehlt die Piraten. Mal sehen, ob das hilft;)

Mittwoch, 26. August 2009

Spionieren und Schnüffeln

Den meisten werden noch die Online-Meldungen und einige Zeitungsartikel am Montag in Erinnerung sein, wonach "das Erschnüffeln" von privaten Daten von Facebook und anderen Plattformen gebrandmarkt wurde.
Mich regt einmal dabei der Begriff Spionieren auf, der widerrechtliche Informationsbeschaffung unterstellt.
Da gibt es im Internet zwei Möglichkeiten. Entweder die Information steht unverschlüsselt und öffentlich zur Verfügung, dann ist der Ausdruck eindeutig verfehlt. Oder man muss sich die Information erst erschleichen, in dem man sich z.B. bei Facebook als Freund ausgibt. Das wäre auch in meinen Augen nicht rechtmäßig. Ich vermute aber, dass dies für die meisten Personalchefs ein zu großer Aufwand wäre. Irgendwann spricht sich das dann auch herum und die Betroffenen können ihrerseits an den Pranger gestellt werden.
Nun gibt es noch einen zweiten Punkt, der in vielen der Kommentare zur Sprache kam. Den Chef hat nur zu interessieren, was der Arbeitnehmer in den acht Stunden Arbeit im Büro macht, die Freizeit ist tabu.
Ich kann mir das eher im umgekehrten Sinne vorstellen. Vielleicht will ich selber verschweigen, dass ich im Nebenberuf Hamburger verkaufe oder Taxi fahre.
Dass die Freizeit der Arbeitnehmer ein Geheimnis für den Arbeitgeber ist, halte ich für eine Spielart, die bei sehr kleinen Firmen sowieso nicht geht, bei mittleren Firmen von der Effizienz des Chefs abhängt, und bei großen Firmen letztlich wieder auf Gruppierungen zurückfällt.
Wenn einer säuft, muss ich das nicht über das Internet herausfinden. Als Führungskraft musste ich an einem Seminar in Kalksburg teilnehmen, dass sich als extrem informativ herausgestellt hat.
Ob private Daten eine allfällige Einstellung beeinflussen, ist für mich kein Thema. Selbst im normalen Interview gibt es Fragen, die nicht zulässig sind. Es obliegt der Selbstdisziplin des Chefs, ob er sich anständig verhält.
Ich kann mir daher durchaus vorstellen, dass jemand gar nicht in einem Betrieb arbeiten will, wo "geschnüffelt" wird. Doch illegal ist es sicher nicht. Auch wenn eine Kundenanfrage kommt, sehe ich mir an, von wem sie kommt, versuche die Größe des Unternehmens zu erfahren, etc. etc.
Eines kann ich allerdings sagen: wenn ein möglicher Arbeitsnehmer meint, dass mich sein Privatleben nichts angeht, dann geht er mich auch als Arbeitsnehmer nichts an. Ich stelle ihn nicht ein. Denn eine Information, die weit wichtiger als das Wissen, ob einer säuft oder herumhurt, ist, betrifft die Anlage der Lebensplanung. Wenn er die Freizeit ausschließlich dazu verbringt, um die tote Zeit irgendwie nieder zu bügeln, dann ist das für mich genauso eine Antwort, als wenn ich frage: "wo sehen Sie sich in fünf Jahren. Was wollen Sie einmal erreichen?" (Das ist eine legitime Interviewfrage) Und wenn ich darauf keine zufriedenstellende Antwort bekomme, wird sich der Betroffene auch nicht über eine zufriedenstellende Arbeit im Unternehmen freuen können.
Erstaunt frage ich mich, wieso es dazu noch keine wilden Diskussionen auf dem Blogbereich gibt.
Merkwürdig...

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