Computer

Sonntag, 25. Mai 2008

Präservative aus Stahl

Interessanter Schutz
Ich verwende zur Zeit eine beta-Release von Firefox 3.0. Der Release-Kandidat soll in Kürze erscheinen.
Es hat sich nicht so viel geändert, allerdings war ich heute überrascht, als ich - der Gefahr durchaus bewusst - eine Phishing-Seite*) - anwählen wollte.
Es gab eine Warnung, eine Möglichkeit, die Warnung zu ignorieren, und dann gab es eine ganz klare Sperre. Gefahr zu groß.
Jetzt habe ich bei der entsprechenden Bank kein Konto, trotzdem könnte ein Trojaner oder ein cross-scripting Schaden an meinem Rechner verursachen.
Es könnte sein, dass die Sicherheitssperren in Zukunft etwas zu hart agieren, doch könnte man dann auch Computer-Laien einen Laptop installieren, ohne alle Monate eine Viren-Entwanzungsaktion durchführen zu müssen.
Ich hab jedenfalls zu mir nur still "Aha!" gesagt.
*)
Phishing

Mittwoch, 14. Mai 2008

Selbstverständlichkeit

Ich kann mir schon vorstellen, dass mein voriger Beitrag nicht zu besonderen Beifallsstürmen aufruft. Dass es aber überhaupt keinen einzigen Kommentar gibt, werte ich als das Selbstverständnis, mit dem Computeranwender heute den online-Status voraussetzen.
So, wie wir auch viele andere technische Details als selbstverständlich hinnehmen. Ich will gar nicht von Errungenschaften sprechen.
Aber was wird sein, wenn es einmal zu wenige Techniker gibt - der Trend scheint mir Recht zu geben? Und irgendwann bröckelt alles zurück.
Sicher wird so etwas in absehbarer Zeit mit dem fahrbaren Untersatz passieren. Vielleicht in 20 oder in 30 Jahren. Vielleicht auch nicht. Solche Prophezeiungen überholen sich ja oft selbst sehr schnell.
-
Für mich ist die 0 vor den Kommentaren eine klare Aussage. Das ist ein Nicht-Thema.
Es wird erst aktuell, wenn ein Überseekabel wirklich kaputt ist, oder 2/3 der DNS-Server abschmieren.
Eine Woche ohne Internet, das ist doch ein interessanter Gedankenansatz:)

Dienstag, 13. Mai 2008

Vernetzung - für jedermann

Kann sich noch jemand an die Akustik-Koppler erinnern? Das waren Geräte mit fast sexistischem Einschlag. Ein Kästchen war so mit zwei Mulden ausgestattet, dass ein Telefonhörer genau darauf passte. Und dann konnte sich ein Gerät mit einem anderen über Piepstöne mit ca. 32 Zeichen por Sekunde unterhalten.
Man war stolz darauf, wenn man eine solche Verbindung hate. Das roch schon fast nach NASA und Mondfahrt.
Heutzutage sieht das anders aus. Selbst auf meinem kleinen Laptop kann ich mich mit fast 100 000-facher Geschwindigkeit schon allein drahtlos verbinden. Bin ich in irgendeinem Büro, frage ich nach einem LAN-Kabel.
Darüber hinaus versteht sich mein Laptop drahtlos bestens mit meinem Handy über Bluetooth. Das ist so ein blaues Zeichen, sowohl am Rechner als auch am Handy. Sogar die Kopfhörer lassen sich darüber ansteuern. Mit Infrarot gebe ich mich schon lange nicht mehr ab. Da verwende ich doch dann lieber das gleiche Kabel zwischen Handy und Laptop, mit dem ich auch die Bilder vom Handy auf den Laptop bringen kann.
Manchmal bin ich ganz pervers und schicke mir die Bilder per E-Mail vom Handy auf den Rechner. Das ist bereits polymorph pervers, wenn das Handy neben dem Rechner liegt. (Es kommt allerdings nur mehr ganz selten vor.)
Ja, und dann gibt es noch die seltenen Gelegenheiten, wo weder ein offenes WLAN in der Nähe ist - und irgendeiner ist fast immer in der Nähe, der sein drahtloses LAN nicht gesichert hat - und ich mir direkt ausgeschlossen vorkomme.
Zwar kann ich meine Mails noch über das Handy schreiben und sogar einen Kommentar wie diesen könnte ich nicht einmal unbequem über das Handy eintippen.
Ab er dann gibt es ja noch das Dingsda. Es steht A1 drauf und HUAWEI, was ich immer wie Hawai ausspreche. Und damit kann ich praktisch überall den Laptop noch an die Internetwellen des Äthers ankoppeln. ICH BIN VERNETZT - PRAKTISCH IMMER.
Und ich beklage mich nicht. Sie können mich auch ruhig überwachen und ausforschen.
ICH WERDE NUR GRANTIG, wenn das Dingsda nicht funktioniert. Und da komme ich jetzt zum Kern meines Eintrags. Selbst auf dem Rechner hat sich schon so eine Art Wegwerfautomatik eingebürgert. Selbst bei mir, der ich mir jeden Kram Jahrzehnte aufhebe. Das Dingsda funktioniert nicht - hat aber ursprünglich ganz einfach funktioniert.
Was mache ich also? Ich deinstalliere alles, was an Dingsda-Software existiert, fahre den Laptop runter (was ich selten tue) und wieder rauf - und stecke das Dingsda an. Und alles funktioniert wie beim ersten Mal. Ich muss die Software installieren, ich muss mein Kennwort eingeben und ich bin verbunden und schreibe diesen Eintrag.
Weil ich ja solange auf meinen Autobus warten muss...
-
Und das Dingsda funktioniert wieder und der steppenhund ist VERNETZT.
-
Jeder sei sich sein eigener Nerd:)

Montag, 14. April 2008

Spürbarer Fortschritt

Wenn man den Computer nicht nur als Anwender sondern als Spezialist benützt, sind die auftretenden Probleme von einer anderen Natur. Man quält sich nicht mit den Fehlern und Eigenarten der Anwendungen, sondern muss sich mitunter fragen, wieso etwas nicht funktioniert, was eben noch funktioniert hat.
Und weil die Dinge etwas komplizierter sind, sprechen die Fehlermeldungen nicht immer Klartext. Naja, eigentlich schon: "Hostname could not be resolved" deutet schon darauf hin, dass irgendetwas mit dem Netzwerk, ja sogar mit dem Internet nicht stimmt. Ich habe mich schon zwei Minuten mit Grübeleien herumgeschlagen, ob vielleicht doch eine etablierte Verbindung aufgebrochen war und ich mich erneut um Verschlüsselung und Anmeldung zu kümmern hatte.
Aber die Fehlermeldung war schon eindeutig.
DAU (ich): "Mein Bildschirm zeigt nichts an!"
HOTLINE (gedachte): "Was heißt 'nichts'."
DAU: "Er bleibt schwarz."
HOTLINE: "Ist er eingeschaltet?"
DAU: "Ja, der Schalter ist gedrückt."
HOTLINE: "Leuchtet das Betriebslamperl?"
DAU: "Nein, da leuchtet gar nichts."
HOTLINE: "Ist das Netzkabel eingesteckt?"
DAU: "--------"
Also meine eigene Fehlermeldung war ja ähnlich.
DAU (ich): "can't resolve hostname - Wieso brauch ich das überhaupt?"
HOTLINE (auch ich): "Ach, der andere Rechner steht ja in Simmering. Ist übers Internet verbunden."
DAU (ich): "grübel, grübel"
HOTLINE (ich): "Wahrscheinlich bin ich gar nicht angeschlossen."
-
Ja, das war's dann auch schon. Ein netter Kollege hatte das LAN-Kabel für seinen eigenen Rechner abgezweigt. Das ist schon ok, hätte ich auch nicht anders gemacht. Ich habe es halt nicht sofort überrissen.
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Aber es gibt eine ziemlich gute Erkenntnis, die man daraus ziehen kann. Wir leben in einer bereits etwas fortgeschrittenen Zeit, wenn man ein LAN-Kabel so einfach ziehen und stecken kann. Und dann funktioniert die Verbindung nach wenigen Sekunden.
Ich kann mich noch an die Zeiten erinnern, da war die Änderung einer IP-Adresse mit dem Neustart des Systems verbunden. (Zeitkosten ca. 15 Minuten) Wenn jetzt jemand meint, dass das nicht vergleichbar wäre, gebe ich ihm recht. Doch auch das einfache Ab- und Anstecken ohne Änderung des Setups konnte einen Computer so in Verwirrung bringen, dass nichts anderes mehr als der Griff zum Reset-Knopf half.
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Liebe Anwender, es gibt noch viel Verbesserungspotential an den Programmen, mit denen ihr zur Zeit arbeitet. Doch ein paar Dinge sind schon recht nervensparend gelöst.
Insofern bin ich froh, heute diese kleine Ladehemmung erlebt zu haben.

Samstag, 12. April 2008

Werkzeuge - Planung

Der steppenhund macht ja ungern Werbung für irgendein Software-Werkzeug*. Meistens liegt er da ja auch ziemlich weitab vom Mainstream. Bei Eclipse, VS 2008 werden einige zustimmen. Die Nicht-Computerleute werden vielleicht mit Mindmaster gut zurande kommen. Wenn ich jemandem erzähle, dass ich in all den Jahren meine höchste Produktivitätssteigerung mit Lotus Notes erzielt habe, schaut er mich ungläubig an. (Lotus Notes führt stellenweise in der Liste der best-hated Software, was kein Wunder ist, da die Leute nur die Nachteile sehen und die Vorteile gar nicht erst ausnützen.)
-
Doch über all das will ich gar nicht sprechen. Der steppenhund ist nämlich ein Nicht-Planer. Das ist vermutlich für einige schwer zu glauben. Vielleicht steht bei mir Planung sowieso immer im Hinterkopf bereit, das geht bis zur Lebensanlage und Zielvorstellung.
Doch ab und zu, wenn es wirklich eng wird und ich mich nicht mehr drüber sehe, dann greife ich gerne zum berufseigenen Werkzeug, um die Übersicht zu bekommen.
Und da stellt sich heraus, dass Google etwas sehr feines mit Google-Docs anbietet. (Text und Tabellen können interaktiv direkt online mit anliegender Chatsession sogar in der Gruppe bearbeitet werden.)
Und so gestaltet sich die Planung einer Verlobungsfeier, bei der ich in der ganzen Woche davor nicht in Wien bin, zusammen mit einer Tochter, die mittlerweile in Graz wohnt, und den Bräutigameltern wesentlich komfortabler, als es mit Telefon und geschriebenen Listen der Fall ist.

Verlobungsplanung

Natürlich machen wir das auf deutsch. Wenn es auf englisch wäre, könnte man es Google als Werbemöglichkeit anbieten. Vielleicht finanzierten die dann sogar die Hochzeit:)

*) trifft natürlich nicht auf die Produkte unserer eigenen Firma zu;)

Sonntag, 6. April 2008

Computer Fragment

In einem anderen Blog bin ich gemahnt worden, eine Computer-bezogene Frage zu beantworten.
Die Antwort ist alles andere als einfach und kann nur in einem größeren Kontext gesehen werden.
Ich stelle hier einmal die Struktur der Betrachtung vor. Kritische Kommentare sind noch zu früh angebracht. Ich bin dankbar, wenn ergänzende Betrachtungspunkte eingebracht werden.
Die Themenstellung an sich ist:
Die Primitivität der Vorstellung über Computer in der Behandlung der heutigen und vergangenen Science-Fiction in Roman und Film


Technokratie

Für Techniker liegen die Vorteile der Technokratie ziemlich offen auf der Hand:
  • Beachtung von Sachzwängen
  • ausschließlich Fortschritt und Wissenswachstum als Maxime.
Die angeführten Nachteile wie Vernachlässigung von sozialen Bedürfnissen und ein statistisch-technisch orientiertes Menschenbild könnte ich (Techniker) als Gegenargumente wohl anerkennen. Da es aber weder der Kommunismus noch der die heute ins Parteipolitische verkommene Sozialdemokratie schafft, mit den Nachteilen fertig zu werden, bleibt für die Technokratie genauso viel Raison übrig wie für die derzeit bestehenden Systeme.
Ein technokratisches System könnte durchaus den ökologischen Aspekt in wesentlich besser Form berücksichtigen. Die Lösung besteht einfach darin, die Gleichungen für Umwelt mit entsprechender Gewichtung in das allgemeine Weltwirtschaftsmodell einzubringen. Aus der Verkarstung in Mitteleuropa könnten Spätfolgen für die Abholzung des Tropenurwaldes entwickelt werden.
In der Utopie kommen des häufigen Modelle vor, welche die Technokratie einem Maschinensystem überlassen, von dem man sich angesichts der Entwicklung der letzten vierzig Jahre erwartet, dass sich ausreichende Intelligenz heranbildet. Ich lasse die Intelligenz einmal außer Acht und betrachten die Maschinen als Produktionssystem für Politik. Insbesonders behalte mir einmal vor, dass wir als Menschen selbst für Zielsetzung und deren Erreichung zuständig sind. (Dies bezeichne ich als konservativen Ansatz und verwende ihn deswegen, weil ich mir in allen anderen Fällen ein besseres Ergebnis erwarten könnte, wenn ich unseren bisherigen Wissenserwerb in angewandten Politikwissenschaften zu Grunde lege.)
Dies ist nicht die übliche Herangehensweise. In der Science-Fiction wird dem Computer (in der Folge wird Computer stellvertretend für das Maschinensystem verwendet. Damit betrachte ich auch verteilte Systeme oder Anordnungen, die mit anderen Rechentechniken umgehen, - Schlagwart Schwarmintelligenz.) ein mehr oder weniger stark ausgeprägte Fähigkeit zur Reflexion "angehofft".
In der Folge möchten ich ausführen, warum ein derartiger Fortschrittsglaube als zu trivial angelegt erscheint.
Ich gliedere in folgende Punkte:
  1. Ausgangspunkt und Begründung für diese Darstellung
  2. derzeitiger Stand von Computer-Intelligenz
  3. Zielsetzung
  4. Modellbildung und die beschränkten Fähigkeiten des Menschen dazu
  5. Zusammenführung von 1 bis 3, um nachzuweisen, dass die heutigen
    in der Literatur vorgefunden Ansätze trivial scheitern. (Um nicht das Wort primitiv anwenden zu müssen.)

1. Ausgangspunkt

Als Ausgangspunkt ein in einem Blog (ANH) vorgefundener Diskurs über Science-Fiction, angeführte Beispiele und der Vorwurf einer naiven Fortschrittsgläubigkeit angegeben werden. Man hat mir ferner vorgeworfen, dass ich einer früheren Science-Fiction nicht ausreichende Achtung entgegenbringe oder die kreative Leistung der Autoren nicht ausreichend schätzen würde.
Ich habe schon sehr lange keinen Jules Verne mehr gelesen, doch nach meiner Erinnerung ist alles mehr oder weniger realisiert, was er als technische, damals unvorstellbare Entwicklungen beschrieben hat. Ähnliches trifft für andere Autoren zu. Von drei Themen, die in der Science-Fiction allgemein behandelt werden, (ich schließe hier die Gattung Satire, wie sie früher in kommunistischen Ländern entstanden ist, aus)sind Zeitreise und "Beamen" (mit allen organischen durch Mutation entstandenen Formen wie Telekinese und Teleportation) für mich unrealistisch. Das dritte Thema, Begegnung mit anderen Intelligenzen, halte ich für realistisch, aber für unwahrscheinlich. (nicht die Existenz der anderen sondern die Begegnung mit ihnen) Das ist meine persönliche Einschätzung, auf der ich nicht um jeden Preis beharrte, sollten sich neue Erkenntnisse ergeben. Bestimmte Phänomene in der Quantenphysik lassen ja eine negative Zeit als Darstellungsmöglichkeit zu. Ich kann beim besten Willen nicht sagen, wie weit Beschreibungsmodell hier mit der Wirklichkeit in Einklang zu bringen ist.
In der laufenden Science-Fiction gehen Blockbuster wie Terminator (1-n) oder Matrix (1-n) davon aus, dass es intelligente, selbst-reflektierende Maschinen, die aus unseren derzeitigen Computern hervorgegangen sind, gibt. Diese besitzen ein spezielles, sich autonom entwickelt habendes Bewusstsein und haben eine technokratische Herrschaft an sich gerissen. Die wiederum ist mit den schlimmsten Konsequenzen der Fehler ausgestattet, die man der Technokratie - siehe oben - zuschreibt.
Derartige Darstellungen erinnern mich immer an einen Cartoon, welcher den Projektplan eines sehr schwierigen Projekts darstellt. Eine Unzahl von kleinen Kästchen ist netzplanmäßig verknüpft. Kurz von dem Ende gibt es ein größeres, weißes Kästchen, dessen Aktivität folgendermaßen beschrieben ist: "Hier passiert ein kleines Wunder." Die angesprochenen Filme inkludieren jeweils dieses Kästchen, vermissen aber den Hinweis auf eine Computer-Theologie, die irgendwo einen göttlichen, bewusstseinsspendenden Odem impliziert. Nichtsdestoweniger wird impliziert, dass sich die technokratischen Systeme aus der Technik der heutigen Zeit entwickelt haben.
Hier fängt nun meine Widerlegung mit dem Stand derzeitiger Computerintelligenz an.
2. Computerintelligenz

Unterpunkte
  • wachsende Komplexität (Geschichte, Gegenwart, Zukunft, schwer vorstellbare Zukunft)
  • physikalische Begrenzungen (Kanalbreiten, große Zahlen, die Terabyte-Festplatte)
  • mögliche qualitative Änderungen (Quantenrechner, biologische Rechner, Rückgriff auf Analogrechner der 70er-Jahre)
  • Lösung des P/PN-Problem - Hypothese: ohne P/PN-Lösung kein qualitativer Fortschritt in der AI möglich
  • Forschungsstand künstliche Intelligenz
  • Strategien (brute force, Zeithorizont)
  • * Die Selbsterhaltung der Maschine
  • * Notwendigkeit zum Networken von Maschinen
  • * Übernahme der Produktionsstätten
  • ___
    * Diese Punkte beziehen sich auf den "holzsammelnden" Computer.
3. Zielsetzung für große Computer
  • Einzelziele, strategische Richtlinien
  • Das Ethikproblem allgemein
  • Unmöglichkeit der Verwendung des Kant'schen Imperativ
  • Gruppen-Ethiken
  • Modellierung von modernen Ethiken
  • Anthropozentrik der bekannten Ethiken
  • Die Einbeziehung des Ökosystems
  • Bewertungsprobleme, wann darf was passieren?
  • Zyklische Rückführung auf die Zielfrage
  • Endlosschleife
4. Wie setze ich die Vorstellungen des Menschen in formale Beschreibungen um?
  • Wie ist man in der Vergangenheit damit umgegangen
  • Terminale Modelle
  • Generative Modelle
  • Metamodellierung im allgemeinen
  • Zusammenführung der Metamodellierung mit der Zielfrage aus (3)
  • Charakterisierung der Menschen, welche mit der Problematik betraut sind
    • Wissenschaftler
    • Militärs
    • Politiker
    • Open Source
    • Grenzgänger
  • finanzieller Hintergrund allgemein
  • militärischer Hintergrund
    • C. Hoare
    • Parnas (SDI)
  • die Zwischenvermarktung für rein militärische Zwecke
    • Das Prototypenproblem
    • falsche Vereinfachung
5. Zusammenführung
Ist es notwendig, eine Begründung anzugeben, warum heutige Science-Fiction-Computer-Modelle nicht greifen können?
  • Sortierung und Gewichtung der obenstehenden Fragen
  • Was muss mindestens betrachtet werden?
  • Was wird heute vernachlässigt?
  • Ausblick
Wenn dies alles ausgeführt werden kann, bin ich überzeugt, dass es auch eine entsprechende Entwicklung in der Anwendung von Computern - ähnlich wie bei der Entwicklung der Dampfmaschine oder des Kraftfahrzeugs - geben kann.
Doch heute stehen wir buchstäblich noch in der Steinzeit, wobei die stärkste Beschränkung in unseren eigenen Gehirnen, unser fehlenden Moral und unserem mangelhaft ausgeprägten Vorstellungsvermögen beruht.

(c) 2008 Steppenhund

Mittwoch, 2. April 2008

Jakob Nielsen im ORF

0,8% pro Jahr soll die Web-Fitness abnehmen.
-
Jakob Nielsen soll das herausgefunden haben.
Bitte, Herr Lehrer, als ich 25 Jahre alt war, gab es kein Internet und kein Web. Da war meine Web-Fitness 0. (In Worten null)
Nehmen wir an, es hätte eine Web-Fitness gegeben, dann wäre sie jetzt nach 31 Jahren nur mehr etwas weniger als 10%.
Ich muss ja ein wahres Genie gewesen sein.
Meine derzeitige Webfitness sieht so aus:
webfitness

linker Laptop: die umstrittene ORF-Seite und das Verfassen genau diesen Artikels.
auf dem mittleren, großen Bildschirm (extended from Laptop) eine Applikation befindet sich eine offene Entwicklungsumgebung (Visual Studio) mit der ich ein Programm zur XML-Exploration bastle. XML-Dateien werden recht gerne übers Web verschickt, angezeigt und überhaupt zur intelligenteren Darstellung verwendet.
Auf dem rechten Bildschirm untersuche ich eine Applikation, die ich mir eben über das Web heruntergeladen habe, um zu untersuchen, welche Features da vorhanden sein könnten, die wir selbst nicht haben.
Auf meinem kleinen, privaten IBM-Laptop, den ich wegen seines Nubbels (statt Maus) schätze, lauft eine Statusauswertung unter Eclipse, welche sich die Daten über 8000 km weit her holen kann. (Den Kunden darf ich da nicht verraten.)
Mit 25 hätte ich also 40 Computer gleichzeitig und effizient bedienen sollen.
Ja, ich werde älter und langsamer.
Aber wieso muss ich trotzdem immer auf Leute warten, die solche Studien erstellen. Da höre ich dann, warte einmal, ich muss mir dass in Ruhe durchlesen.
Ich weiß ja nicht, ob Jakob Nielsen Zehnfingersystem schreibt und Schnell-Lesen kann. Ich weiß nur, dass er sich mit dieser Studie als absoluter Vollkoffer erwiesen hat. Gerade ein Medium wie das Web - und das sollte er doch kennen - verändert sich in einem halben Jahr derart, dass wissenschaftliche Vergleichsstudien gar nicht durchgeführt werden können.
Und wenn es nur um die Leistungsfähigkeit des Alters geht, da gibt es schon ganz andere Ergebnisse, welche Schnelligkeit durch Erfahrung kompensiert wissen.
Und eigenartigerweise scheint auch der IQ nicht abzunehmen, wenn man den diversen Mensa-Studien Glauben schenken will.
Nur Jakob Nielsen will seine beginnende Senilität als wissenschaftliches Ergebnis auf die Mitmenschen abwälzen. Ich werde dümmer, also müssen es alle anderen auch werden.
Ich schreibe ihn noch direkt an, ich bin gespannt, was er antworten wird.
P.S. Bringt gar nichts: der englische Originalbeitrag enthält wirklich alle Stereotypien. Der Mensch glaubt daran...

Montag, 31. März 2008

Der Blechtrottel ist schuld!

Das war eine der beliebtesten Anschuldigen, wenn in den Siebzigerjahren jemand einen Zahlschein über 0:00 ATS bekam und wieder einmal ein 118-Jähriger zum Bundesheer eingezogen werden sollte.
Kürzlich konnte ich die Ausrede wieder hören, doch diesmal waren es gleich mehrere. "Die Computer waren schuld." konnte ich lesen und im Radio kolportiert hören. Der Anlassfall war ein etwas größerer. Die Eröffnung des T5, des neuen Terminals, in Heathrow, welches den Londoner Flughafen ins 21. Jahrhundert befördern sollte, ist in die Hosen gegangen.
Jetzt könnte man über die Megalomanie einer kapitalistischen Shopping Mall räsonieren. Irgendwie drängt sich bei mir auch der Vergleich mit der Titanic auf. Beim Hochloben von Mega-Ereignissen haben wir in den vergangenen hundert Jahren auch nicht viel dazu gelernt.
Doch hier will ich nur die Computer verteidigen. Selbst ohne die Anlagen zu kennen, bin ich überzeugt, dass es sich um brave, schnelle, arbeitswillige Maschinen handelt, die nur darauf warten, bereitwilligst ihre Pflicht zu tun. Wenn sie allerdings schlecht gemanagt werden, (sprich schlecht programmiert werden) dann haben sie keine Chance. Ihnen dafür aber noch die Schuld zu geben, das geht zu weit. Computer sind auch nur Menschen. (Oder war das umgekehrt.)
Der Chef von British Airways entschuldigt sich:
"...Derweil entschuldigte sich BA-Chef Willie Walsh erneut bei den Passagieren, die unter den Pannen am Terminal fünf zu leiden hatten. "Wir werden keine Ruhe geben, bis unser Service wieder auf dem hohen Standard ist, den unsere Kunden zu Recht erwarten", sagte Walsh. Ein Team von Ingenieuren und IT-Experten arbeite hart daran, Fehler an der Gepäckanlage zu beheben.Diese seien bei den Testläufen vor Inbetriebnahme des Terminals nicht bemerkt worden.
..."
Ja, da kommt er in meine Gasse. Fehler gibt es in Programmen, dazu müssen die Programmierer noch nicht einmal schlampig arbeiten. Die entstehen einfach schon deswegen, weil die Welt unlogisch ist, die Programme aber logisch ablaufen müssen. Dass es da zu Reibungsverlusten kommen muss, muss man den Leuten zwar jedes Jahr neu beibringen. Aber manche fangen wenigstens bereits an, diese Tatsache zu akzeptieren.
Man kann auch nicht alles testen. David Lorge Parnas, der berühmte Mathematiker und IT-Forscher, hat ein Papier verfasst, in dem er bestreitet, dass man Star Wars (das SDI-Programm) ausreichend testen könne.
Aber die Transportlogistik eines Flughafens? Die kann man testen. Da gibt es eine ganze Reihe von Testverfahren, sowohl für die Hardware als auch für die Software. Auch Software muss sich einem Belastungstest unterziehen.
Ich kann es ja nicht wissen, aber es scheint mir so, als wäre T5 mit einem Big-Bang-Szenario eingeführt worden. Das nennt man so, wenn alle oder die meisten Systeme zugleich umgestellt werden. Ein Horrortrip für das Vorstellungsvermögen eines Software-Testers. Aber was da an dummen Management-Beratern herumläuft, kümmert die das ja überhaupt nicht. Hat in München funktioniert, wird auch in London funktionieren.
Ja, liebe Leute, über das deutsche Mautsystem haben die Engländer vermutlich gelacht, jetzt darf über sie gelacht werden.
Aber mir steigen die Krausbirnen auf, wenn ich die Zeichen der Zeit richtig zu deuten vermeine. "Scriptless-Testing" ist der neueste Hype der Software-Testgemeinde. Nein, eigentlich der Verkaufsfirmen, die Software-Testwerkzeuge verkaufen wollen. (Es wurde hier schon geschrieben: Saufen ohne Flüssigkeit, Fressen ohne Nahrung, Vögeln ohne Körperkontakt - na gut - das haben wir ja schon.) Der Tenor ist und bleibt: die Menschen sollen nicht mehr denken brauchen. Und falls etwas schiefgeht:
"Die Computer sind schuld."
-
Dagegen funktioniert das Bloggen ja nahezu fehlerfrei;)

Freitag, 28. März 2008

Berufstest

Es ist ja kein Geheimnis, dass ich in der EDV-Welt arbeite. Und unter anderem bin ich für eine Gruppe von Mitarbeitern verantwortlich, die hier jetzt einmal noch nicht näher beschrieben sind.
Seit Jahren gibt es aber eine Hitliste in unserer Firma, von der ich jetzt einmal die Songs herausgesucht habe.
Ich frage mich, ob jemand errät, was diese Gruppe für einen Beruf hat, wenn sie die Titelzeilen der folgenden Songs als kennzeichnend für ihre Arbeit ansehen...
#10
http://www.youtube.com/watch?v=bdkjXU2wA78
#9
http://www.youtube.com/watch?v=EdB_24CtC0Y
#8
http://www.youtube.com/watch?v=RofjxpEXuJI
#7
http://www.youtube.com/watch?v=hMenB9Ywh2Q
#6
http://www.youtube.com/watch?v=4y6QDOMf82o
5#
http://www.youtube.com/watch?v=bVKv6PdBR-I
#4
http://www.youtube.com/watch?v=HC-y8ULLDz4
#3
http://www.youtube.com/watch?v=3poeBGG70zY
#2
http://www.youtube.com/watch?v=_SOh6mSEZss
und der Sieger ist:
#1
http://www.youtube.com/watch?v=2fBj2wsimvQ

Tja, Robert Lembke fragt: "Was bin ich?"

Donnerstag, 27. März 2008

P(.net) = 4*P(Java)

Zur Erklärung:

ich lebe in einer ziemlich Java-orientierten Welt, welche mit Eclipse-Entwicklungsumgebungen gepflastert ist. Da gibt es ja IBM und andere große, die gegen Microsoft ankämpfen und bei denen m$ verpönt ist.
In einer früheren Existenz habe ich einmal sehr begeistert mit Visual Basic 6 herumgefuhrwerkt.
Weil es jetzt aber doch auch Kunden gibt, die mit .net arbeiten und zusätzlich noch von uns qualitätsgesichert werden wollen, habe ich mich wieder einmal auf Stand gebracht und eine kleine Musterapplikation mit VB.net auf VS2008 erzeugt.
Die Arbeit, für die ich vor 8 Jahren 2 Wochen gebraucht hätte, war in 12 Stunden durchzuziehen.
Was sich von VB6 auf VB.net geändert hat, (an sich eine größere Umstellung) ist für mich nicht sehr behindernd. Die Objektorientierung sieht im Prinzip so wie bei Java aus. Ich habe also eine Java-Welt mit dem Komfort einer VB-GUI-Programmierung. Über die Delegates kann ich auch eine schöne MVC-Trennung vornehmen.
Ziemlich geil das Ganze, auch wenn es nur vier, fünf meiner Leser verstehen dürften:)
-
Der Titel bedeutet also:
Wenn ich ein Programmierer wäre, betrüge meine Arbeitsproduktivität in einer .net-Umgebung das Vierfache der Produktivität im Java-Umfeld.
Eigentlich eine schlimme Aussage.

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Die stelle ich hier nicht mehr aus. Es gibt sehr viele Leser hier, die sie kennen. Der intelligente Leser oder Leserin, der mich wirklich kontaktieren will, wird wissen, wie es zu bewerkstelligen ist;)

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