6
Nov
2018

Auswendig

Heute abends werde ich ausnahmsweise ein Stück auswendig spielen. Das mache ich sonst nicht. Doch bei zwei Seiten hoffe ich auf das Fehlen von Aussetzern.
Normalerweise erkläre ich, dass selbst der berühmte Svatoslav Richter nur mehr mit Noten gespielt hat, als er 60 Jahre alt war und diese Grenze überschritten hat.
Ich mache es als Training für den nächsten Konzertplan. Der sieht nämlich die Hammerklaviersonate vor. Und die Fuge muss man eigentlich auswendig können, wie auch den 1. und 2. Satz.
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steppenhund - 8. Nov, 12:33

Gut gegangen

nachdem ich die Nächte davor nicht schlafen konnte, weil das Stück in meinem Kopf abgespielt wurde, ist es ohne größere Pannen abgegangen. Aber ich werde sonst nicht auswendig spielen, auch wenn ich die Stücke im Kopf haben. Die Noten als Konzentrationshilfe sind doch die grüßte Stütze. Wenn ich die Noten sehe, kann ich nämlich die richtigen Zusatzinformationen aus dem Kopf abrufen. Lautstärke, Phrasierung, Betonungen etc. Sonst sind diese fast nur automatisch- quasi in Konserven- vorhanden und ich kann mich nicht während der Performance darum kümmern.

rosenherz - 8. Nov, 15:04

Ich stelle mir das ähnlich vor bei deinem Klavierspiel und den Noten, wie bei mir, wenn ich eine grafische Darstellung von einem Strickstück und Strickmuster sehe - etwa von estnischen Happsalu-Shawls, die aus komplexen Ajourmustern bestehen, beispielsweise unter anderem Lilega rombikiri oder das hier: https://www.pinterest.at/pin/836543699511158818/
steppenhund - 9. Nov, 00:40

Ich könnte nicht verschiedene Künste hinsichtlich der Schwierigkeit ihrer Ausführung vergleichen. Aberr fällt etwas ins Auge: so ein Muster kann ich so lange studieren, bis ich es begriffen habe. Und mit der notwendigen Fertigkeit kann ich es dann ohne Zeitdruck ausführen.
Beim Klavierspielen spielt die Zeit eine große Rolle. Erstens in bezug auf die Musikalität, zweitens behaupte ich, dass man als Klavierspieler die Zeit anders erlebt als der Zuhörer. Wenn ich Stücke höre, die ich selbst aufgenommen habe, wundert es mich, dass ich sie so schnell spielen könnte. Während man spielt, läuft die Zeit fühlbar langsamer ab, als wenn man sich selbst bei einer Aufnahme zuhört.
Das ist noch ein Mysterium, das ich noch nicht enträtselt habe.
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