Kürzere Zeit
gestern gab es eine Diskussion, ob die Zeit kürzer geworden ist. laut einer Hypothese, der ich nicht folge, sind schon 25% der Zeit "gestohlen" worden.
Ich glaube das ja nicht. Ein Ei dauert noch immer 5 Minuten kochen, bis es die gewünschte Konsistenz hat.
Aber heute stelle ich fest, dass eineinhalb Stunden vergangen sind, in denen ich praktisch nur Dinge überlegt habe, die in 5 Minuten zu entscheiden wären. ein kurzes Mail mit "ok" und ein kurzes Telegonat war dabei.
Und die Liste der Dinge, die ich noch in Serbien zu erledigen habe, wird länger und länger.
Aber die Frage bleibt:
Wer stiehlt die Zeit?
P.s. Die 6 Minuten für dieses Postings zählen nicht. es gäbe auch kein Feb und keine privaten Mails. ORF.at 5 Minuten, kein Standard.at, keine anderen Ablenkungen.
Ich glaube das ja nicht. Ein Ei dauert noch immer 5 Minuten kochen, bis es die gewünschte Konsistenz hat.
Aber heute stelle ich fest, dass eineinhalb Stunden vergangen sind, in denen ich praktisch nur Dinge überlegt habe, die in 5 Minuten zu entscheiden wären. ein kurzes Mail mit "ok" und ein kurzes Telegonat war dabei.
Und die Liste der Dinge, die ich noch in Serbien zu erledigen habe, wird länger und länger.
Aber die Frage bleibt:
Wer stiehlt die Zeit?
P.s. Die 6 Minuten für dieses Postings zählen nicht. es gäbe auch kein Feb und keine privaten Mails. ORF.at 5 Minuten, kein Standard.at, keine anderen Ablenkungen.
steppenhund - 10. Sep, 10:29
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Sunnilein - 11. Sep, 08:43
Zeit scheint schneller zu vergehen, je älter man wird. Das ist ein Phänomen, das sich - trotz vielfältiger Versuche - scheinbar nicht erklären lässt, egal wie wissenschaftlich man es betrachten mag.
Was sagt denn nun das MRT - zum Knie, und nicht zur Zeit, aber da stehen die Dinge ja auch im Verhältnis :-) ?
Was sagt denn nun das MRT - zum Knie, und nicht zur Zeit, aber da stehen die Dinge ja auch im Verhältnis :-) ?
steppenhund - 11. Sep, 09:43
Also: gebrochen ist nichts. Bänder auch nicht gerissen, allenfalls gedehnt. Irgendwo ist eine kleine Zyste, die auf Nerven drücken kann. Allerdings müssten die Schmerzen dann wo anders sein. Aber die kann man punktieren.
Und alles wird besser, wenn ich abnehmen werde. Das habe ich als eigener Doktor konstatiert:)
Und alles wird besser, wenn ich abnehmen werde. Das habe ich als eigener Doktor konstatiert:)
stilz - 11. Sep, 14:05
Dazu ein Gedicht von Rainer Maria Rilke:
Wunderliches Wort: die Zeit vertreiben!
Sie zu halten, wäre das Problem.
Denn, wen ängstigts nicht: wo ist ein Bleiben,
wo ein endlich Sein in alledem? -
Sieh, der Tag verlangsamt sich, entgegen
jenem Raum, der ihn nach Abend nimmt:
Aufstehn wurde Stehn, und Stehn wird Legen,
und das willig Liegende verschwimmt -
Berge ruhn, von Sternen überprächtigt; -
aber auch in ihnen flimmert Zeit.
Ach, in meinem wilden Herzen nächtigt
obdachlos die Unvergänglichkeit.
Wunderliches Wort: die Zeit vertreiben!
Sie zu halten, wäre das Problem.
Denn, wen ängstigts nicht: wo ist ein Bleiben,
wo ein endlich Sein in alledem? -
Sieh, der Tag verlangsamt sich, entgegen
jenem Raum, der ihn nach Abend nimmt:
Aufstehn wurde Stehn, und Stehn wird Legen,
und das willig Liegende verschwimmt -
Berge ruhn, von Sternen überprächtigt; -
aber auch in ihnen flimmert Zeit.
Ach, in meinem wilden Herzen nächtigt
obdachlos die Unvergänglichkeit.
steppenhund - 14. Sep, 17:27
Danke
wir selbst ?
Also wenn ich meinen Tageabalauf ansehe, abends einen Strich unter meiner Zeitrechung mache, dann stehen eine Zeitabschnitte zu Buche, mit der ich meine Zeit vetrödelt habe. Aber die Zeit hab ich mir selber gestohlen uind hat nichts mit der wissenschaftlichen Erkenntnis zu tun, von du hier schreibst ;-)
Wäre Einstein nach da, könnte er uns das Phänomen der gestohlenen Zeit bestimmt erklären. Ich verfolge ja mal ab und an Dokumentationen, die die Zeit zu Thema haben. Z.B. das Raum und Zeit zusammen gehören, dass die Zeit sich auch krümmen kann, dass sie Zeit niemals linear verläuft, wie wir uns das vorstellen. Ich strenge mich wirklich an, dies zu verstehen und bemerke schon nach kurzer Zeit, dass sich mein Gehirn verkrümmt, weil es nicht mehr folgen kann. ich verstehe, was ich nur nachvollziehen kann und das hätte ich da selbe Beisspiel mit dem Frühststücksei.
Die These von dem gekrümmten Zeitstrahl fand ich besonders spannend - hat auch ein Wissenschaftler ermittelt - und hab den Faden gleich mal weiter gesponnen ;-) Wenn ich dem gekrümmten Zeitstrahl folgen würde, würde ich mich wahrscheinlich auch im Kreis drehen und der Endpunkt wäre der Anfangspunkt --dh. irgendwann, wenn ich am Endpunkt des Kreises angekommen bin stoße ich auf dem Anfangspunkt und kann meiner eigenen Geburt selber zusehen ... kannst du mir noch folgen oder drehen sich deinen Gedanken grade eben auch im Kreis ? ;-))
LG La We
Aber meine Überlegungen zur Zeit gehen mehr in die Richtung: ist die Zeit kontinuierlich oder quantisiert. Gibt es eine kleinste Zeiteinheit. Ich tendiere ja eher dazu, eine Quantisierung anzunehmen, die irgendwie mit der Planckkonstante zusammenhängt.
es versteht sich von selbst, dass es ein sehr kleines Quantum ist, so klein, dass wir es momentan nicht auflösen können. Daher glauben wir, dass die Zeit sich wie Wolle vom Wollknäuel abspult. Aber in Wirklichkeit sind es lauter kleine Zeitknäuel, die sich in unserer Wahrnehmung verfilzen.