8
Dez
2010

Im Schatten von Wikileaks

Das unsere Regierungsmitglieder bei den Amerikanern als harmlos bis uninformiert angesehen sind, schmerzt fürchterlich.
Der letzte Schwank betrifft aber unseren eigenen Umweltminister und der ist hausgemacht.
Ich habe nichts gegen ihn, wenn aber der ORF berichtet, dass er sich bei der Zeitschrift ÖSTERREICH ausgeweint habe, verfliegt mein Mitleid über die nicht standesgemäße VIP-Behandlung am Pariser Flughafen komplett, ja sie weicht sogar einer gewissen Schadenfreude.
Vom ORF ist zu vermelden, dass Herr B.s Mitarbeiter weder die entsprechenden Hilfemöglichkeiten in Paris aktivieren konnten noch dass er vielleicht bei seinen Parteifreunden entsprechenden Telefonzuspruch erhalten hat.
Wie gesagt, normalerweise würde er mir leid tun. Ich kenne die Situation mit fehlenden Fluganschlüssen.
Aber sein Ausweinen beim miesesten Blatt des Landes lässt das folgende Zitat nur als richtig erscheinen:
"Auch SPÖ, Grüne, FPÖ und BZÖ machten in hämischen bis empörten Aussendungen klar, dass sich aus ihrer Sicht nur Berlakovich selbst etwas vorzuwerfen habe."
-
Irgendwie schon geil, wenn einmal so ein selbstüberzeugtes großgoschertes Regierungsmitglied darunter leiden muss, "nur" wie ein "Normalbürger" behandelt zu werden.
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Bluesanne - 8. Dez, 22:05

vielleicht...

hätte er seine Mama anrufen sollen, um eine andere Anreisemöglichkeit zu bekommen ;-)

steppenhund - 8. Dez, 22:26

Oder überhaupt noch ein bisschen mehr weinen. Dass die ÖVP nichts für die "Normalbürger" tut, ist ja bekannt, aber dass sie diesen Standard jetzt schon bei ihren eigenen Ministern ansetzt, überrascht doch etwas.
profiler1 - 8. Dez, 23:33

wer ist denn das, um den es hier geht?

steppenhund - 9. Dez, 00:02

unser Umweltminister:)
profiler1 - 9. Dez, 08:35

das ist mir schon klar :-)
ich wollte dem ganzen nur den verdienten bedeutungsrahmen geben.
virtualmono - 9. Dez, 01:16

Hahaha... FAIL auf der ganzen Linie ;-)

Gregor Keuschnig - 9. Dez, 08:19

Der Vorteil dieser Diplomaten-"Kabel" ist ja nicht darin zu sehen, dass man Neues erfährt. Das, was deutsche Politik angeht, kann man überall in Zeitungen doer Zeitschriften entsprechend nachlesen. Interessant ist, dass diese Einschätzungen auch auf der sogenannten diplomatischen Ebene kursieren und damit die Leute von ihrem Sockel herunterholt. Die Banalität dieser Erkenntnisse (auch in Bezug auf Diktatoren, wie bspw. Mugabe, der als "brillanter Taktiker" eingestuft wird) ist ernüchternd. Und dadurch auch wieder beruhigend.

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