Große Busen
kein besserer Titel ist mir eingefallen, als ich heute auf ORF.at folgenden Ausschnitt las:
Es geht um Handy-Ladegeräte:
"In „vier bis sechs Wochen“ würden die ersten Einheitsladegeräte im heimischen Handel erwartet, sagte Erich Kurz, Vorsitzender des Fachausschusses Telekommunikation der Bundeswirtschaftskammer (WKÖ), gegenüber ORF.at. Kaufen braucht man sie allerdings noch nicht, denn die entsprechenden Handys sind noch nicht auf dem Markt.
Erst die nächste Handygeneration solle den neuen Standard vollständig unterstützen, so Kurz. Es gebe keine Garantie, dass die derzeit bereits auf dem Markt erhältlichen Geräte mit Micro-USB-Anschluss mit dem Einheitsnetzteil korrekt geladen werden können. Denn es kommt laut Kurz nicht nur auf den richtigen Anschluss, sondern auch auf die passende Stromversorgung dahinter an sowie auf Sicherheitsmechanismen wie den Überladeschutz."
Fett habe ich die große Überraschung hervorgehoben. Nein, es kommt nicht nur auf die Größe oder die Form des Busens an, sondern da scheinen noch andere Kriterien mitzuspielen.
Ich werde dabei an das Jahr 1981 erinnert. In einer optischen Firma, die gerade den Übergang von der Röhrentechnik zum Transistor geschafft hatte, gab es einen jungen Techniker, der mit integrierten Schaltkreisen arbeitete. Als seine Produkte dann gefertigt werden sollten, war das wichtigste eine Zeichnung des Teils. Eine mechanische Zeichnung mit den Abmessungen. Je, danach ob er 14 oder 16 oder 24 Haxerln hatte, wurden brav die mechanischen Abmessungen aus dem Datenblatt erfasst und in die firmeneigene Zeichnungsnorm übernommen. Was der integrierte Schaltkreis konnte, war völlig irrelevant.
Es hat mindestens ein halbes Jahr gekostet, den Leuten beizubringen, dass die Aufschrift des IS, 7400 oder 7408, einen ganz wesentlichen Unterschied bedeuten würde.
Wir sind wieder dort. Heute, 20 Jahre später, muss betont werden, dass die Ladegeräte auch unterschiedliches Innenleben haben.
Ich glaube, diese Haltung bezieht sich nicht nur auf technische Produkte. Wir sehen wohl die Menschen um uns nur daraufhin an, ob sie einer bestimmten, meistens von der Mode vorgegebenen Norm, entsprechen.
Es geht um Handy-Ladegeräte:
"In „vier bis sechs Wochen“ würden die ersten Einheitsladegeräte im heimischen Handel erwartet, sagte Erich Kurz, Vorsitzender des Fachausschusses Telekommunikation der Bundeswirtschaftskammer (WKÖ), gegenüber ORF.at. Kaufen braucht man sie allerdings noch nicht, denn die entsprechenden Handys sind noch nicht auf dem Markt.
Erst die nächste Handygeneration solle den neuen Standard vollständig unterstützen, so Kurz. Es gebe keine Garantie, dass die derzeit bereits auf dem Markt erhältlichen Geräte mit Micro-USB-Anschluss mit dem Einheitsnetzteil korrekt geladen werden können. Denn es kommt laut Kurz nicht nur auf den richtigen Anschluss, sondern auch auf die passende Stromversorgung dahinter an sowie auf Sicherheitsmechanismen wie den Überladeschutz."
Fett habe ich die große Überraschung hervorgehoben. Nein, es kommt nicht nur auf die Größe oder die Form des Busens an, sondern da scheinen noch andere Kriterien mitzuspielen.
Ich werde dabei an das Jahr 1981 erinnert. In einer optischen Firma, die gerade den Übergang von der Röhrentechnik zum Transistor geschafft hatte, gab es einen jungen Techniker, der mit integrierten Schaltkreisen arbeitete. Als seine Produkte dann gefertigt werden sollten, war das wichtigste eine Zeichnung des Teils. Eine mechanische Zeichnung mit den Abmessungen. Je, danach ob er 14 oder 16 oder 24 Haxerln hatte, wurden brav die mechanischen Abmessungen aus dem Datenblatt erfasst und in die firmeneigene Zeichnungsnorm übernommen. Was der integrierte Schaltkreis konnte, war völlig irrelevant.
Es hat mindestens ein halbes Jahr gekostet, den Leuten beizubringen, dass die Aufschrift des IS, 7400 oder 7408, einen ganz wesentlichen Unterschied bedeuten würde.
Wir sind wieder dort. Heute, 20 Jahre später, muss betont werden, dass die Ladegeräte auch unterschiedliches Innenleben haben.
Ich glaube, diese Haltung bezieht sich nicht nur auf technische Produkte. Wir sehen wohl die Menschen um uns nur daraufhin an, ob sie einer bestimmten, meistens von der Mode vorgegebenen Norm, entsprechen.
steppenhund - 8. Feb, 09:55
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Anja-Pia - 8. Feb, 10:11
Ich halte große Busen für überbewertet. ;-)
steppenhund - 8. Feb, 10:16
Aber ist doch ein guter Titel, odrrr? :)
pathologe - 8. Feb, 10:26
Ergo
müssten neben den Ladegeräten und deren Stecker auch die Akkus bezüglich ihrer Kapazität genormt werden. Was allerdings ein schwieriges Unterfangen ist, da ja die Geräte unterschiedliche Leistungsaufnahmen besitzen. Ein einfaches Mobiltelefon könnte wahrscheinlich zwei Wochen ununterbrochen laufen, während so ein U-Bahnfahrgastbeschallungsteil glücklicherweise nach einer halben Stunde den Geist aufgibt.
Aber die Überschrift hätte Ihnen nicht besser gelingen können. Wollen Sie nicht doch vielleicht freiberuflicher Wahlplakatetexter werden?
Aber die Überschrift hätte Ihnen nicht besser gelingen können. Wollen Sie nicht doch vielleicht freiberuflicher Wahlplakatetexter werden?
steppenhund - 8. Feb, 12:29
Die Akkus gehen da nicht ins Kalkül ein. Es gibt quasi eine Norm, wie ich feststellen konnte. Ladespannung und maximale Ladestromkapazität des Netzgeräts müssen der Spezifikation einer USB 2.0-Schnittstelle entsprechen. D.h. die Ladegeräte dürfen nicht nur gleichgerichtete Wechselspannung mit beliebig hohem Restbrumm liefern, wie es früher der Fall war, sondern relativ eng tolerierte Gleichspannung.
Zwischen dem Steckereingang und dem Akku gibt es dann noch eine Laderegelung, die handy-proprietär ist und durchaus auf verschiedene Kapazitäten der Akkus regeln kann.
Ich war ja das erste Mal überrascht, dass das Nokia E-52 Ladegerät mit meinem derzeitigen HTC-Desire wunderbar zurecht kommt. (Natürlich habe ich die Spannung vorher ausgemessen:)
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Für Texte bin ich zu ehrlich. Ich glaube nicht, dass folgender Text ankommen würde: "Wollen Sie das Beste, das Schnellste, das Größte? Wählen Sie doch N.N.! Unser Kandidat ist das größte Arschloch!"
Zwischen dem Steckereingang und dem Akku gibt es dann noch eine Laderegelung, die handy-proprietär ist und durchaus auf verschiedene Kapazitäten der Akkus regeln kann.
Ich war ja das erste Mal überrascht, dass das Nokia E-52 Ladegerät mit meinem derzeitigen HTC-Desire wunderbar zurecht kommt. (Natürlich habe ich die Spannung vorher ausgemessen:)
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Für Texte bin ich zu ehrlich. Ich glaube nicht, dass folgender Text ankommen würde: "Wollen Sie das Beste, das Schnellste, das Größte? Wählen Sie doch N.N.! Unser Kandidat ist das größte Arschloch!"
oops - 8. Feb, 12:16
genialer titel ... ;-))
steppenhund - 8. Feb, 12:29
Lockt aber auch nicht mehr die Mengen an, wie das vielleicht früher gewesen wäre:)
oops - 8. Feb, 13:35
;-)
stimmt
stimmt
rosenherz - 8. Feb, 18:09
Möglicherweise liegts daran, dass ja ein großer Busen ein ziemlicher Abgrund ist. Mit Busen ist nämlich die Vertiefung zwischen den Bergen gemeint.
Die großen Dinger heißen Brüste ;-)
Die großen Dinger heißen Brüste ;-)