Ich bin stolz
Ich bin stolz auf etwas und wundere mich, warum ich darauf stolz sein sollte. Aber ich bin es. Es ist eine Erinnerung,die mehr als 50 Jahre zurückliegt. Ich war ein sechsjähriger Bursche, der viel Zeit im Wertheimsteinpark verbraucht hatte. Mit sechs Jahren war noch meine Mutter dabei. Später ging ich allein in den Park, um Fussball zu spielen oder mich sonst auf meinem Klein-Fahrrad herumzutreiben. Es gibt in dem Park einen Blindenabschnitt, den man dadurch findet, dass man einfach einem Kopfstein geplasterten Pfad folgt, der in der Mitte der asphaltierten Gehsteige angelegt ist.
Doch mein Stolz hängt sich an einer Erinnerung auf, die ich von viel früher habe. Es gibt in dem Park sehr nett angelegte Blumenbeete und auch Gebüsche. Und eins der Gebüsche, am Ende eines Platzes angelegt, auf dem sich auch ein Trinkbrunnen befindet. Am Fuße dieser Gebüschanlage findet sich ein kleiner Steingarten. Dieser Steingarten faszinierte mich. Für mich als Sechsjährigen war er wie ein Gebirge mit Kaminen und Rinnen. Und ich pflegte meine ein Zentimeter großen Glasmurmeln entlang den Rinnen runter kullern zu lassen und vorherzusagen, wo sie landen würden. Manchmal hing es von der Höhe ab, wo ich sie aufsetzte. Je nachdem landeten sie manchmal in einem linken oder einem rechten Abschnitt. Aber ich erinnere mich genau, dass ich mich wie ein großer Herrscher (vielleicht wie ein Gott, wenn es das Konzept damals für mich gegeben hätte) fühlte. Ich konnte die Zukunft voraussagen.
Diese natürliche Kugelbahn übte eine unheimliche Ausstrahlung auf mich aus. Später betrachtete ich diese Stelle und wunderte mich, dass sie einmal so groß auf mich gewirkt hatte.
Ich bin stolz. Stolz darauf, dass ich mich erstens daran erinnere und zweitens so genau nachvollziehen kann, was ich damals empfunden habe. Ich kann mir das Gefühl von damals ziemlich genau in Erinnerung bringen, ja echt nachempfinden. Deswegen bin ich stolz.
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Und jetzt gehe ich Klavier üben
Doch mein Stolz hängt sich an einer Erinnerung auf, die ich von viel früher habe. Es gibt in dem Park sehr nett angelegte Blumenbeete und auch Gebüsche. Und eins der Gebüsche, am Ende eines Platzes angelegt, auf dem sich auch ein Trinkbrunnen befindet. Am Fuße dieser Gebüschanlage findet sich ein kleiner Steingarten. Dieser Steingarten faszinierte mich. Für mich als Sechsjährigen war er wie ein Gebirge mit Kaminen und Rinnen. Und ich pflegte meine ein Zentimeter großen Glasmurmeln entlang den Rinnen runter kullern zu lassen und vorherzusagen, wo sie landen würden. Manchmal hing es von der Höhe ab, wo ich sie aufsetzte. Je nachdem landeten sie manchmal in einem linken oder einem rechten Abschnitt. Aber ich erinnere mich genau, dass ich mich wie ein großer Herrscher (vielleicht wie ein Gott, wenn es das Konzept damals für mich gegeben hätte) fühlte. Ich konnte die Zukunft voraussagen.
Diese natürliche Kugelbahn übte eine unheimliche Ausstrahlung auf mich aus. Später betrachtete ich diese Stelle und wunderte mich, dass sie einmal so groß auf mich gewirkt hatte.
Ich bin stolz. Stolz darauf, dass ich mich erstens daran erinnere und zweitens so genau nachvollziehen kann, was ich damals empfunden habe. Ich kann mir das Gefühl von damals ziemlich genau in Erinnerung bringen, ja echt nachempfinden. Deswegen bin ich stolz.
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Und jetzt gehe ich Klavier üben
steppenhund - 9. Aug, 20:23
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