Hätte sich was geändert?
Ein Text, den ich 2003 geschrieben habe. War nicht für die Öffentlichkeit bestimmt. Beim Warten in der Telefonwarteschleife auf den Internet-Servicedienst falle ich bei der Suche nach älteren Texten auf diesen.
Schon merkwürdig, so etwas zu lesen.
Was hätte sich geändert?
Könnte es eine Erfindung geben, welche die Umstände des Elternhauses nachhaltig verändert haben könnten? Wenn ich davon absehe, dass aus dem Legat einer Erfindung vielleicht rein wirtschaftliche Schwierigkeiten ausgeblieben wären und meine Schwester weniger materialistisch geworden wäre, kann ich mir nicht wirklich etwas Maßgebliches vorstellen. Selbst die rein materiellen Dinge sind nicht ausschlaggebend. [Mit Ausnahme des Klaviers. Aber da bedurfte es nicht einmal Verdrängung. Zu gut kenne ich die Branche. hier nicht relevant, Anm. s.] Es ist auch schwierig, sich vorzustellen, nichts arbeiten zu müssen. Das Maß der Verantwortung, welches ich trage, ist genau richtig.
Hätte es keinen Krieg gegeben? Schwer vorstellbar. Krieg scheint auf jeder Ebene notwendig, außer auf einer mechanokratischen Basis. Diese würde den Freiraum des Menschen entscheidend einengen. Wünsche ich eine Denkleistungsunterstützung, die die Unterschiede der Menschen ausgleicht? Lauter Menschen mit gleichen Voraussetzungen. Die Gefühle, die aus Frustration in der Kindheit entstehen, würden dann über Herrschaft und Demütigung unterscheiden.
Die Frage zielt eindeutig in den religiösen Bereich. Areligiöse Ethik ist ja momentan sehr in. Also was ist vorstellbar? Eine zweigeteilte Menschheit. Die große Masse normalisiert auf eine zusammenlebbare homogene Herde und ein Reservat, in dem sich naturbelassene Menschen nach einem moraltestenden Aufnahmeritual als Pioniere betätigen dürfen. Sie stellen dann das Mutationselement dar, ohne dass eine anderwertig resultierende Stagnation zum Absterben führen würde. Aber über den zwei Gruppen müsste es eine kontrollierende Instanz geben. Woraus wird sie rekrutiert?
Kann man Mütter Theresas oder Albert Schweitzers aussortieren? Oder fällt man in eine absolutistische Herrscherzucht von Gottes Gnaden zurück?
Es könnte sein, dass die Menschheit genauso sein muss, wie sie ist, um überleben zu können. Dass eine Bedrohung von außen herrührt und wir fit sein müssen, um ihr zu widerstehen. Daher müssten wir vielleicht bestimmte Eigenschaften entwickeln, die in Friedenszeiten grausam erscheinen.
Was stört mich denn? Dass Leute nicht mit dem zufrieden sind, was sie haben. Das es kein kollaboratives Gesellschaftssystem gibt, oder das lebbar ist.
Ich möchte vermutlich eine Normierung der Werte a la Glasperlenspiel, in dem dann wieder die Unzufriedenheit ausgedrückt wird, wenn das Leben weder Blut noch Schweiß kennt.
Ich könnte anführen, dass keine einzige Erfindung das Leben der Menschen entscheidend verändert hat. Oder doch? Da müsste man ansetzen.
Schon merkwürdig, so etwas zu lesen.
Was hätte sich geändert?
Könnte es eine Erfindung geben, welche die Umstände des Elternhauses nachhaltig verändert haben könnten? Wenn ich davon absehe, dass aus dem Legat einer Erfindung vielleicht rein wirtschaftliche Schwierigkeiten ausgeblieben wären und meine Schwester weniger materialistisch geworden wäre, kann ich mir nicht wirklich etwas Maßgebliches vorstellen. Selbst die rein materiellen Dinge sind nicht ausschlaggebend. [Mit Ausnahme des Klaviers. Aber da bedurfte es nicht einmal Verdrängung. Zu gut kenne ich die Branche. hier nicht relevant, Anm. s.] Es ist auch schwierig, sich vorzustellen, nichts arbeiten zu müssen. Das Maß der Verantwortung, welches ich trage, ist genau richtig.
Hätte es keinen Krieg gegeben? Schwer vorstellbar. Krieg scheint auf jeder Ebene notwendig, außer auf einer mechanokratischen Basis. Diese würde den Freiraum des Menschen entscheidend einengen. Wünsche ich eine Denkleistungsunterstützung, die die Unterschiede der Menschen ausgleicht? Lauter Menschen mit gleichen Voraussetzungen. Die Gefühle, die aus Frustration in der Kindheit entstehen, würden dann über Herrschaft und Demütigung unterscheiden.
Die Frage zielt eindeutig in den religiösen Bereich. Areligiöse Ethik ist ja momentan sehr in. Also was ist vorstellbar? Eine zweigeteilte Menschheit. Die große Masse normalisiert auf eine zusammenlebbare homogene Herde und ein Reservat, in dem sich naturbelassene Menschen nach einem moraltestenden Aufnahmeritual als Pioniere betätigen dürfen. Sie stellen dann das Mutationselement dar, ohne dass eine anderwertig resultierende Stagnation zum Absterben führen würde. Aber über den zwei Gruppen müsste es eine kontrollierende Instanz geben. Woraus wird sie rekrutiert?
Kann man Mütter Theresas oder Albert Schweitzers aussortieren? Oder fällt man in eine absolutistische Herrscherzucht von Gottes Gnaden zurück?
Es könnte sein, dass die Menschheit genauso sein muss, wie sie ist, um überleben zu können. Dass eine Bedrohung von außen herrührt und wir fit sein müssen, um ihr zu widerstehen. Daher müssten wir vielleicht bestimmte Eigenschaften entwickeln, die in Friedenszeiten grausam erscheinen.
Was stört mich denn? Dass Leute nicht mit dem zufrieden sind, was sie haben. Das es kein kollaboratives Gesellschaftssystem gibt, oder das lebbar ist.
Ich möchte vermutlich eine Normierung der Werte a la Glasperlenspiel, in dem dann wieder die Unzufriedenheit ausgedrückt wird, wenn das Leben weder Blut noch Schweiß kennt.
Ich könnte anführen, dass keine einzige Erfindung das Leben der Menschen entscheidend verändert hat. Oder doch? Da müsste man ansetzen.
steppenhund - 30. Mai, 10:48
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