21
Okt
2014

18
Okt
2014

ohnmächtig

Vielleicht täten sie sich's ja wünschen,
Aber wollen haben sie nicht gekonnt.


(Über ein Land, welches demographisch aussterben wird. Die gescheiten Leute gehen ins Ausland, die Dummen und Unfähigen bleiben im Land. Dann gibt es noch die, welche zu alt sind, um sich noch selbst verpflanzen zu wollen. Die junge Politik ist hilflos und richtet mehr Schaden als Nutzen an.)

17
Okt
2014

Nichts geht über Putin

Als Putinversteher darf ich wohl einen solchen Artikel schreiben. Er hat gestern wirklich gezeigt, was er erreichen kann.

Die ganze Woche war schon von Reiseausfällen geplant. Einmal brannte es im Bahnhof von Passau oder die Feuerwehr hatte eine andere Form des Einsatzes, jedenfalls war der Bahnhof gesperrt und der Zuginhalt musste sich in einen pendelnden Autobus rauskotzen.
Bei der Rückfahrt gab es einen Teilflug von Hamburg nach Düsseldorf. Da darf man sich für 30 Minuten fliegen 60 Minuten anstellen - am Check-in und der Security.

Gestern allerdings hatte ich eine Verspätung von sechs Stunden, weil ich nicht die Direttissima fliegen durfte, sondern eigentlich über Brüssel oder Düsseldorf hätte fliegen sollen, um dann dieselbe Strecke auf Wien herabschauend zurück zu fliegen, um irgendwann in Belgrad zu landen.
Dort hatte Putin die angesichtliche Begegnung mit Merkel verschieben wollen, nachdem ihn die Belgrader viel freundlicher empfangen haben, als er das in Mailand erwarten durfte.
Das waren vier Stunden mehr, in der von Belgrad nichts abfliegen und auch nichts ankommen durfte.
Als ich um 23:00 endlich gelandet war, sah ich am Flughafen jede Menge Menschen, die noch auf ihre Flüge warteten. Normalerweise geht der letzte um ca 23:30 ab Belgrad. Am Fahrplan sah ich Abflugzeiten von 2:00 am.

Naja, eine Sch..Reisewoche. Aber jetzt werde ich mich ja hoffentlich 2 Wochen erholen können, wenn es da nicht noch sowas wie Arbeit gäbe.

14
Okt
2014

Bekennender Nazi

... bin ich ja nun nicht.
Es kommt mir allerdings so vor, dass die wesentlichen Probleme auf unserer Welt vollkommen atavistischer Natur sind. Manchmal auch antiatavistisch, wenn ich daran denke, dass Eifersucht einmal nicht unbedingt als besonderer Liebesbeweis gewertet wurde.
Aber mir geht es hier um Nationalisten und Separatisten im allgemeinen. Egal wo und egal, wie sie heißen.
Vor 15 Jahren wusste ich über die Kurden nichts - bis noch weniger als nichts. Das änderte sich, als sich Kollegen eines externen Mitarbeiters über dessen politische Telefonate beschwerten.
Es stellte sich heraus, dass er Kurde war und außerdem die PKK favorisierte. Er sah seine Arbeit nicht als Gelderwerb sondern eher als Tarnkappe für seine Aktivitäten an.
Ich schmiss ihn augenblicklich der Vermittlungsfirma zurück, nachdem ich mich selbst davon überzeugt hatte, dass das mit den Telefonaten stimmte.
Jetzt würde ich nicht so weit gehen, dass alle Kurden verschwinden sollten, aber ich würde nie mehr einen Kurden anstellen. Er hatte sich auch im Gespräch uneinsichtig gezeigt und fand seine Handlungsweise ganz in Ordnung.
Viele andere Separatisten anderer Länder würden das auch tun. Im Kampf für ihre eigene Freiheit wird jeder im friedlichen Ausland als Gegner oder zumindest als Behinderer interpretiert.
Das wäre jetzt ja sehr ungerecht, wenn ich eine ganze Gruppe anhand des Fehlverhaltens eines einzelnen beurteilen wollte.
Was mir aber auffällt, ist die ideologische Untermauerung for terroristische und kriminalistische Aktionen.
Der Begriff "Heimat" wird aber offensichtlich genauso oft missbraucht, wie die Inhalte von Religionen. Die Menschen brauchen etwas, was Ihnen vorgegeben wird. Insofern ist eine Rebellengruppe nicht besser als das, wogegen sie ankämpft. Vermutlich rührt auch daher der Spruch: die Revolution frißt ihre Kinder.

Wollte ich mal geschrieben haben.

P.S. Und mit dieser Grundhaltung entschuldige ich auch die Deutschen und Österreicher, die einem Hitler auf den Leim gegangen sind. Ich entschuldige nicht die Verbrechen, die sie an anderen begangen haben. Und ich entschuldige nicht, dass sie die mieseste Sau aus sich herausgelassen haben, weil sie dachten: jetzt ist das erlaubt.
Nur die Frage "Wie konntet ihr nur?" würde ich heute nicht mehr stellen.
Denn wir können auch.
Yes, we can!

9
Okt
2014

Ahnenforschung

Nein, die war es nicht. Eher so etwas wie auf den Friedhof gehen, selbst wenn man weiß, dass sich die eigentliche Grabmale in Wien befinden.

Zweimal war ich zuvor in Ostrava gewesen. Das hieß einmal Mährisch-Ostrau und war eine der ersten Eisenbahnstationen, seit es Eisenbahnen gab. Zufällig habe ich dort einen Kunden, den ich workshop-mäßig betreuen muss. Ich hatte schon früher einmal geplant, mir einen Tag Urlaub zu nehmen, sollte ich noch einmal in die Gegend kommen. Denn - für mich überraschend - befinden sich die Heimstätten beider Großelternfamilien ganz in der Nähe. Opava, das ehemalige Troppau, war der Ausgangspunkt der väterlichen Eltern; Bilovec, das ehemalige Wagstadt, war die Heimstätte der mütterlichseitigen Ahnen. Da mein Urururgroßvater Bierbrauer in Prag gewesen war, dachte ich immer, dass zumindest eine Seite aus der eher bömischen Gegend kommt. Mitnichten. Ostrava-Opava sind circa 35 km voneinander entfernt, die Strecke Opava-Biloec beträgt nur 25 km. Und dann ist man in 30 km wieder zurück in Ostrava. Das Wetter war heute einigermaßen trocken mit ein wenig Sonne und so fuhr ich mit einem Taxi beide Städte ab. Die zugehörigen Bilder habe ich auf Facebook gestellt.
Die Frage, die sich mir selbst stellt, lautet: warum habe ich das überhaupt gemacht? Warum habe ich das Gefühl, etwas abgehakt zu haben. Die Städte an sich waren gar nicht so wichtig, doch auf der Fahrt dahin habe ich kleine Häuser und Kapellen gesehen- und eine Landschaft, sehr den Bilder ähnelt, die mein Großvater gemalt hat. Dabei erinnert mich die Strecke Opava-Bilovec sehr an das nördliche Weinviertel, schon Richtung Waldviertel. Ohne zu wissen, wo ich wäre, könnte ich die Gegend durchaus auch in Österreich ansiedeln.
Beide Großelternpaare sind schon vor dem ersten Weltkrieg nach Österreich übersiedelt. Der Maler und spätere Professor nach Wien, der Schlosser und spätere Automechaniker nach Steyr. Dort war er dann Werkmeister bei Steyr, bis er sich in Wien mit einer Autowerkstätte selbstständig gemacht hatte.
Kennengelernt haben sich die beiden Familien erst in Wien. Meine Tante machte meinen Vater mit meiner Mutter bekannt. Das Weitere hat sich dann gefügt.
Die Frau des Malers habe ich nicht in Erinnerung. Als sie starb, war ich drei Jahre alt und meine Familie hat damals in Linz gelebt. Sonst hatte ich vor dem Maler-Großvater große Achtung. Bei Tischgesprächen wurde über Brahms, Nietsche und Goethe gesprochen. Der andere war mir gewärtiger. Mein Vater beklagte sich, dass er immer die Kronenzeitung zu uns brachte, (als wir dann später schon in Wien wohnten) doch ich mochte ihn sehr. Er hörte schon schlecht, trank auch gerne ein Glas Wein. Zwei Dinge sind mir von ihm unauslöschlich in Erinnerung geblieben.
In der Nachkriegszeit hat er uns mit Lebensmitteln versorgt, die er auf Tagestouren in der Wiener näheren und weiteren Umgebung von den Bauern gehamstert hat. Später kaufte er auch sehr gerne auf dem Markt in der Brigittenau ein, wo er seine Firma hatte. Eines Tages kam er vom Einkaufen zurück. Er hätte ein Häuptel Salat mitbringen sollen. Aus dem Rucksack schaute aber ein Schweinskopf heraus. Meine Großmutter regte sich fürchterlich auf: "Was hast denn jetzt wieder gekauft, dich darf man doch nie allein lassen." Mein Großvater reagierte gelassen: "Schau Berta, er hat mich so lieb angeschaut."
Die zweite Erinnerung ist eine technische. In der Wohnung meiner Großeltern gab es immer wieder Autouhren, die er aus den Autos zum Reparieren ausgebaut hatte. Als Kind dachte ich, dass das Wichtigste am Auto die eingebaute Uhr sein müsste. Und das war auch der Grund, warum diese rein mechanischen Uhren immer kaputt gehen mussten.
Der Bruder meines Großvaters ist erst nach dem Ende des zweiten Weltkrieges als Sudetendeutscher vertrieben worden. Er ging allerdings nach Deutschland und hat dann noch anscheinend einen netten Lebensabend mit einer neuen Frau verbracht.
Jetzt sind natürlich schon alle gestorben. Such it goes - ohne Gewalt. bei Vonnegut werden die Leute ja erschlagen. Aber die Zeitläufte lassen auch einiges dahinwelken.

So! Abgehakt!

Gewöhnung

In den vergangenen zwei Tagen habe ich auf zwei verschiedenen Laptops gearbeitet und in den verschiedenen Wartezeiten auf dem Handy und dem iPad Dokumente angesehen.
Das Handy ist kein Problem, das hat einen so anderen Formfaktor, dass ich weiß, dass es anders zu bedienen ist. Doch jetzt im Zug, nachdem derjenige Verspätung hatte und ich am iPad arbeitete, habe ich beim Starten des Laptops lange gebraucht, bis ich überrissen habe, dass es nichts hilft, wenn ich am Bildschirm herum tappe.
Das wäre ja auch kein Problem. An die zunehmende Verkalkung werde ich mich gewöhnen müssen. Doch es überrascht mich, wie sehr ich mich an das Titschi-Tatschi innerhalb weniger Minuten gewöhnen kann.
P.S. Dabei tippe ich sowieso viel lieber. Denn damit bin ich weit schneller.
P.P.S Der Wagon der tschechischen ersten Klasse zeigt auch die Zuggeschwindigkeit an. Die 161 km/h sind durchaus beeindruckend auf der Strecke und wirbeln mich auch ganz schön herum:)
logo

wiedersechzig

jetzt mit noch mehr erfahrung

User Status

Du bist nicht angemeldet.

Aktuelle Beiträge

an sich nichts neues...
an sich nichts neues - sogar zum nichtstun brauchen...
bonanzaMARGOT - 24. Okt, 11:23
Ich hab`mich auch gefragt,...
Ich hab`mich auch gefragt, von "welchem Land" die Schreibe...
Teresa HzW - 22. Okt, 07:22
Ausnahmsweise
ein guter Artikel in Zeit online http://www.zeit.de /2010/49/Geistreiches-Nich tstun
steppenhund - 21. Okt, 11:36
Ich glaube der web-check-in...
Ich glaube der web-check-in hätte funktioniert,...
steppenhund - 20. Okt, 23:08
nur ganz nebenbei: mir...
nur ganz nebenbei: mir ist das letzte mal aufgefallen,...
la-mamma - 20. Okt, 11:57

Meine Kommentare

Großartig! kannte...
Großartig! kannte ich´noch nicht.
noemix - 24. Okt, 17:49
Ich denke ja, dass Menschen...
Ich denke ja, dass Menschen wie Eugenie uns zwar verlassen...
momoseven1 - 23. Okt, 20:34
Auf meinen Blutdruck...
Auf meinen Blutdruck schlägt sich das auch!
noemix - 23. Okt, 15:27
Im Ernst: so schön...
Im Ernst: so schön kann keine Frau sein, dass...
HARFIM - 23. Okt, 15:25
Aber jetzt haben Sie...
Aber jetzt haben Sie ja doch verraten, was Sie mögen:) Auch...
HARFIM - 23. Okt, 09:38

The bridge


Bloggen
Computer
ernst
Familie
Film
fussball
Icebreaker
Ist das jetzt das Alter
Kino
Kultur
Leben
Lesen
Musik
nichttägliche Mathematik
Philosophie
Politik
... weitere
Profil
Abmelden
Weblog abonnieren