Bedient
- oder alt und senil ...
Ich bin es gewohnt, bei jeder Reise etwas zu vergessen. Manchmal ist es ein Kamm, dann eine Sonnenbrille, eigentlich nie etwas, was ich unbedingt benötige.
Einmal hatte ich sogar meinen Laptop zuhause vergessen und dann am Flughafen entschieden, dass es auch ohne gehen müsse. Das tat es auch. Ich kann von überall und mit jedem Computer arbeiten. Mittlerweile sogar mit einem - ähem - Aplle-ipad air.
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Doch heute musste ich wirklich an mir zweifeln. Als ich auf der Bank war und den Kontostand abfragen wollte, fand ich meine Bankomat-Karte nicht. (Dass ich telebanking nicht nütze, hängt mit meinem Beruf zusammen. Ich bin nicht übermäßig paranoid aber von berufs wegen mit den Missbrauchsmöglichkeiten zu stark vertraut. Ich soll sie ja auffinden.)
Da ich auch meine Mastercard nicht fand, hatte ich sofort eine recht plausible Erklärung zur Hand. Während meiner Reise nach Rom hatte ich die beiden Karten, die für mich die wichtigsten Geldträger sind, speziell verstaut. Und jetzt musste ich die Vermutung hegen, dass ich sie in Belgrad gelassen hatte, dort wo sie gut versteckt waren.
Das wäre an sich kein Unglück. Ich konnte mir nur nicht vorstellen, dass ich die Karten nicht wieder an die üblichen Orte verstaut hatte. Als ich mit dem Fahrrad von der Bank nach Hause hier in Brunn zurück fuhr, kam es mir immer unplausibler vor. Immerhin hatte ich in Belgrad noch einmal mit der Mastercard gezahlt.
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Tatsächlich fand ich dann in meinem Portemonnaie noch ein zusätzliches Einschubfach, in dem die beiden Karten aufbewahrt waren. Also Alarm zurück.
Unangenehm bleibt lediglich ein Gefühl zurück, dass ich doch relativ lange gebraucht habe, um den Hergang während der letzten drei Tage zu rekonstruieren.
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Fazit: mein leichtes Leben ist vorbei. Ich muss mich an genaue Abläufe halten und langsamer agieren. So wie halt jeder andere auch. Nur bedeutet das eine Veränderung meiner Persönlichkeit. Ich war spontan, schnell, entscheidungsfreudig. - Und jetzt soll ich immer erst vorher nachdenken?
Ich bin es gewohnt, bei jeder Reise etwas zu vergessen. Manchmal ist es ein Kamm, dann eine Sonnenbrille, eigentlich nie etwas, was ich unbedingt benötige.
Einmal hatte ich sogar meinen Laptop zuhause vergessen und dann am Flughafen entschieden, dass es auch ohne gehen müsse. Das tat es auch. Ich kann von überall und mit jedem Computer arbeiten. Mittlerweile sogar mit einem - ähem - Aplle-ipad air.
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Doch heute musste ich wirklich an mir zweifeln. Als ich auf der Bank war und den Kontostand abfragen wollte, fand ich meine Bankomat-Karte nicht. (Dass ich telebanking nicht nütze, hängt mit meinem Beruf zusammen. Ich bin nicht übermäßig paranoid aber von berufs wegen mit den Missbrauchsmöglichkeiten zu stark vertraut. Ich soll sie ja auffinden.)
Da ich auch meine Mastercard nicht fand, hatte ich sofort eine recht plausible Erklärung zur Hand. Während meiner Reise nach Rom hatte ich die beiden Karten, die für mich die wichtigsten Geldträger sind, speziell verstaut. Und jetzt musste ich die Vermutung hegen, dass ich sie in Belgrad gelassen hatte, dort wo sie gut versteckt waren.
Das wäre an sich kein Unglück. Ich konnte mir nur nicht vorstellen, dass ich die Karten nicht wieder an die üblichen Orte verstaut hatte. Als ich mit dem Fahrrad von der Bank nach Hause hier in Brunn zurück fuhr, kam es mir immer unplausibler vor. Immerhin hatte ich in Belgrad noch einmal mit der Mastercard gezahlt.
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Tatsächlich fand ich dann in meinem Portemonnaie noch ein zusätzliches Einschubfach, in dem die beiden Karten aufbewahrt waren. Also Alarm zurück.
Unangenehm bleibt lediglich ein Gefühl zurück, dass ich doch relativ lange gebraucht habe, um den Hergang während der letzten drei Tage zu rekonstruieren.
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Fazit: mein leichtes Leben ist vorbei. Ich muss mich an genaue Abläufe halten und langsamer agieren. So wie halt jeder andere auch. Nur bedeutet das eine Veränderung meiner Persönlichkeit. Ich war spontan, schnell, entscheidungsfreudig. - Und jetzt soll ich immer erst vorher nachdenken?
steppenhund - 8. Mai, 12:09
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