Raunzen auf hohem Niveau
"War net Wien, wenn net durt, wo ka Gfrett is, ans wurdt" ist ein nettes und zutreffendes Zitat aus einem Gedicht Weinhebers.
Momentan ist die neue Fut, (wienerisch für das weibliche Geschlechtsorgan) fälschlicherweise als Fuzo buchstabiert, das neue Gfrett Wiens.
Die Zeitungen sind voll von Bürgermeinungen, die sich gegen die Fuzo aussprechen. Dabei ist es nicht die Fuzo allein sondern auch die Bezo, (Begegnungszone) die den Unwillen der Bevölkerung nach sich zieht. Noch schlimmer treiben es da die Fafas, (Fahrradfahrer) die eine neue Rennstrecke entdeckt haben.
Die repräsentativen Bürger Wiens regen sich über die Lebensgefahr auf, in die sie die Fafas bringen. Dabei handelt es sich ja nur eine der Problemlösungen, was unser Pensionssicherungssystem angeht. Sollte ein Fafa einen Pensionisten zu Tode fahren, gebührt ihm eine Erfolgsprämie, weil er das Pensionsversicherungssystem entlastet hat. Es gibt eh viel zu viele Wiener. Vor allem alte, wenn man sich die Statistiken ansieht.
Selbst besonnene Mariahilfler jammern über dilletantische Durchführung, wobei eines der Argumente war, dass nicht gesagt wurde, wie viel die Umstellung kosten würde. Ich habe an einigen Stellen gelesen, dass die Umstellungskosten 1,1 Millionen Euro betragen. Aber vielleicht - in Übereinstimmung der PISA-Ergebnisse, die uns Schwächen beim sinnerfassenden Lesen bescheinigen - muss man es den Leuten persönlich sagen. Es reicht nicht, wenn es geschrieben wird.
Ich gehe einmal davon aus, dass in zwei Jahren kein Hahn mehr danach kräht, was da bei der Umstellung vor sich gegangen ist.
Meine Überzeugung rührt aus zwei -mittlerweile historischen - Vorfällen, die sich während meiner eigenen Lebenszeit in Wien abgespielt haben. Das erste Ereignis war die Umwandlung der Kärntnerstrasse in eine Fut, pardon Fuzo. Sie hat tatsächlich die Futna (wienerisch Mehrzahl für Fut oder auch Huren) vertrieben, denn nicht einmal in den Nebenstrassen der Kärntnerstrasse wurden sie noch geduldet. Das zweite Ereignis war die Zweiteilung der Donau durch die Errichtung der Donauinsel.
Wer hat sich am meisten aufgeregt?
Richtig! Die Wiener. Die Wiener brauchen Aufregung, sie müssen sich ärgern. Andernfalls verschlafen sie sogar die Fuhr' zum Zentralfriedhof. Wenn sich jemand nicht mehr aufregt, wäre er ja tot. Zumindest in Wien.
Momentan ist die neue Fut, (wienerisch für das weibliche Geschlechtsorgan) fälschlicherweise als Fuzo buchstabiert, das neue Gfrett Wiens.
Die Zeitungen sind voll von Bürgermeinungen, die sich gegen die Fuzo aussprechen. Dabei ist es nicht die Fuzo allein sondern auch die Bezo, (Begegnungszone) die den Unwillen der Bevölkerung nach sich zieht. Noch schlimmer treiben es da die Fafas, (Fahrradfahrer) die eine neue Rennstrecke entdeckt haben.
Die repräsentativen Bürger Wiens regen sich über die Lebensgefahr auf, in die sie die Fafas bringen. Dabei handelt es sich ja nur eine der Problemlösungen, was unser Pensionssicherungssystem angeht. Sollte ein Fafa einen Pensionisten zu Tode fahren, gebührt ihm eine Erfolgsprämie, weil er das Pensionsversicherungssystem entlastet hat. Es gibt eh viel zu viele Wiener. Vor allem alte, wenn man sich die Statistiken ansieht.
Selbst besonnene Mariahilfler jammern über dilletantische Durchführung, wobei eines der Argumente war, dass nicht gesagt wurde, wie viel die Umstellung kosten würde. Ich habe an einigen Stellen gelesen, dass die Umstellungskosten 1,1 Millionen Euro betragen. Aber vielleicht - in Übereinstimmung der PISA-Ergebnisse, die uns Schwächen beim sinnerfassenden Lesen bescheinigen - muss man es den Leuten persönlich sagen. Es reicht nicht, wenn es geschrieben wird.
Ich gehe einmal davon aus, dass in zwei Jahren kein Hahn mehr danach kräht, was da bei der Umstellung vor sich gegangen ist.
Meine Überzeugung rührt aus zwei -mittlerweile historischen - Vorfällen, die sich während meiner eigenen Lebenszeit in Wien abgespielt haben. Das erste Ereignis war die Umwandlung der Kärntnerstrasse in eine Fut, pardon Fuzo. Sie hat tatsächlich die Futna (wienerisch Mehrzahl für Fut oder auch Huren) vertrieben, denn nicht einmal in den Nebenstrassen der Kärntnerstrasse wurden sie noch geduldet. Das zweite Ereignis war die Zweiteilung der Donau durch die Errichtung der Donauinsel.
Wer hat sich am meisten aufgeregt?
Richtig! Die Wiener. Die Wiener brauchen Aufregung, sie müssen sich ärgern. Andernfalls verschlafen sie sogar die Fuhr' zum Zentralfriedhof. Wenn sich jemand nicht mehr aufregt, wäre er ja tot. Zumindest in Wien.
steppenhund - 24. Aug, 11:32
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