9
Apr
2011

Onanie

Kürzlich traf ich einen lange nicht gesehenen Bekannten in der S-Bahn. Dieser ist selbstständig und von Beruf Programmierer. Er ist der einzige Mensch, von dem ich auch als Student behauptet habe, dass er schneller programmiert als ich. (und auch besser) Und damals war ich gut.
Wir haben uns ein bisschen übers Fach unterhalten und dann über Java.
Und dann sagte ich etwas, was alle Umsitzenden erheiterte und einige zu wahren Zustimmungschören aufmunterte. Die anderen haben erstohlen gelacht und zwischen den Sitzen durchgeschaut, wer da spricht.
Ich sagte:
"Die Computer sind jetzt wirklich so intelligent geworden, dass man von künstlicher Intelligenz sprechen kann. Sie haben das Masturbieren entdeckt. Anders ist es ja nicht zu erklären, dass in Java reine Selbstbefriedigungsorgien gefeiert werden und die Programme zehnmal so lange brauchen wie vor 40 Jahren."
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Firefox, die Zweite

Also eigentlich ist es ja Version 4.
Ich gönne einmal meinen LeserInnen ein bisschen Schadenfreude. Ich bin zu blöd, um diese Version anständig zu installieren.
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Da ich keine Lesezeichen und keine Einstellungen fand, habe ich die Installation wiederholt. Das muss ich mit Administratorrechten machen, sonst sagt er mir, dass die Installation nicht vollständig abgeschlossen ist. Er trägt sich selbst als Standardbrowser ein, obwohl diesbezüglich keine Frage kommt. Und das Ergebnis ist wie gehabt.
Eigentlich sollte es mir ja egal sein. Den FF brauche ich nicht und die Lesezeichen hole ich mir halt mit einer anderen Version herein und dann endgültig tschüss.
Da haben sie so lange an der Version herumgegurkt. Und dann das!
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Aber ich frage mich, was die dabei gedacht haben...

Nachtrag: es gibt eine Checkbox für den Wunsch "Standardbrowser". Die ist by default angekreuzt.
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Eingebildet und arrogant

Ach was, ich lass es einfach so stehen...


Es gibt Zeiten, da versuche ich dieser manchmal auch berechtigten Bezichtigung entgegen zu wirken. Solche Phasen können sich auch auf mehrere Monate erstrecken.
Dann gibt es auch die Zeiten, wo es mir ziemlich egal ist, was andere Leute über mich denken. Ich muss mir quasi selbst gefallen. "Du kannst nicht der ganzen Welt und deinem Vater gefallen." Ist da ein sinniger Spruch. Ein paar Menschen stößt man immer vor den Kopf.
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Und dann gibt es ganz andere Momente, wo ich über diese Fragestellung nicht nachdenke. Oder zumindest erst in der Reflexion. Wo ich mich einfach gut fühle, dass ich etwas kann und dass ich dann auch kein Publikum brauche. (Normalerweise agiere ich vor Publikum besser als allein, oder auch bei Tests etc. Man könnte durchaus behaupten, dass ich Auditorium benötige. Für manche Menschen gilt ja gerade das Umgekehrte.)
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Jetzt stelle ich selbst relativ hohe Ansprüche an mich selbst. Vielleicht brauche ich deswegen die Bestätigung von anderen, weil ich mir selbst nicht genüge.
Ich bemerke, dass sich eine Veränderung ergeben hat. Ich kann mir selbst genügen. Zumindest manchmal. Ich merke auch, wie sehr die Qualität meines Klavierübens zugenommen hat. Wesentlich genauer und geduldiger arbeite ich jetzt an den schwierigen Passagen.
Es bewahrheitet sich eine Weisheit, die ich mir aus Aussagen meines Vaters destilliert habe: das Üben macht solange Spass, solange man das Gefühl hat, dass man sich noch selbst verbessern kann. Beim Klavier würde ich die zu erlangende Stufe damit beschreiben, dass man nicht "etwas spielen kann" sondern dass man es so spielen kann, "wie man es gerne spielen möchte".
In meiner Branche, dem Software-Test gibt es ein ähnliche Dualität. Verifikation und Validierung. Die Verifikation stellt fest, ob "richtig" programmiert wurde, die Validierung stellt fest, ob "das Richtige" programmiert wurde.

Als Beispiel stelle ich hier eine Aufnahme von Cortot, über dessen Größe es keine Diskussion gibt. Es wird allerdings behauptet, dass Cortot in der heutigen Zeit keine Chance hätte, weil er nicht durch den Filter der technischen Perfektion kommen würde, den man heute den jungen Pianisten auferlegt. Cortot war technisch ausgezeichnet, doch er war mehr auf die Musik als auf die technische Perfektion ausgerichtet.
Wenn man die untenstehende Aufnahme anhört, kann man vielleicht einen Eindruck bekommen, was Klavier "spielen" wirklich bedeutet.


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lamamma - 26. Mär, 15:30
Wobei nähen sich ja viel...
Wobei nähen sich ja viel direkter geboten hätte.
Schwallhalla - 26. Feb, 10:30

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