ad personam

Freitag, 6. Juni 2008

40

Heute vor vierzig Jahren habe ich maturiert. Wir haben heuer keine Feier, weil die, welche sie immer organisieren, heuer nur zur Hälfte engagiert waren.
Mein in Basel wohnender Freund hätte wollen, ich habe abgewunken. Nächstes Jahr ist auch ein Jahr. Irgendwie stehe ich momentan zu sehr unter Druck.
Aber an sich ist es schon eine ganz schön lange Zeit. Und die Maturazeit habe ich genossen.
60 Stunden für Physik gelernt und sonst jeden Abend in Grinzing mit Freunden herumgezogen. Der 19. Bezirk war schon ein Paradies, um darin aufzuwachsen.
Vier Professoren hatte ich, die wirklich fantastisch waren. Und das ist mehr als das vierfache von dem, was andere über ihre Schulzeit berichten.
Danke Körperth, danke Köberl, danke Wal, danke Potuschak!

Edit: und danke Stöckl. Es waren also 5!

Samstag, 31. Mai 2008

Zum Alter und der Liebe

Während ich über meinen Schulungsunterlagen brüte, obwohl es jetzt im Garten angenehm kühl ist, bekomme ich eine Unterhaltung der besonderen Art. Zwei meiner Enkelinnen hauen sich fürchterlich über mich ab. Sie lachen mich aus und tönen: Eiiii. Dabei verziehen sie ihre Gesichter zu Grimassen, das haben sie neu gelernt.
Die Ältere fängt zu lachen an, wenn ich sie nur ansehe. Die Jüngere lacht ebenso. Beide quietschen wildvergnügt. Eigentlich sollten sie ja jetzt ins Bett.
Und was hat das jetzt mit Liebe zu tun?
Vielleicht hat es ja mehr mit Dankbarkeit zu tun. Aber es hat eine Zeit gegeben, da hätte ich diese Lebensphase einer leidenschaftlichen Begegnung geopfert. Manchmal meint es das Schicksal aber gnädiger, als man es für sich selbst plant.
Letztlich ist dieses Glück nicht austauschbar.

Sonntag, 27. April 2008

Psalmensymphonie

Gerade wollte ich mit dem Hund spazieren gehen, da wurde Strawinskys Psalmensymphonie im Radio angesagt. Jetzt muss er noch 25 Minuten warten.
Das Werk hat sich mir als ungefähr Sechzehnjährigem erschlossen. Ich könnte vollständiger Atheist sein und trotzdem Trost darin finden, was meine Meinung bestärkt, dass Musik der direkteste Weg zum Göttlichen ist.

P.S. Leider gibt es nicht einmal ein Beispiel auf youtube, sonst stünde hier ein Verweis für interessierte LeserInnen. So bleibt nur der Gang ins wohlsortierte Plattengeschäft, um sich in das Werk einzuhören.
P.P.S. Mein Dank geht an Mehrlicht, der eine Version gefunden hat.

Mittwoch, 23. April 2008

häusliche Bequemlichkeit und Begeisterungsfähigkeit

Frau Gaga schreibt dort:
Und ja: natürlich haben explosive Vorgänge einen Grad an Spannung, die Liebhaber häuslicher Bequemlichkeit als anstrengend einstufen. Charakterfrage (ohne Bewertung). Man braucht schon Begeisterungsfähigkeit für martialische Energien. Polaritäten. Der ganze Kram. Der Kraft einer Explosion liegt Feuer zugrunde. Der Geist der Erneuerung.

Das reizt mich, mich an meiner beruflichen Tätigkeit zu messen, über die ich gerade ein Feedback anläßlich eines Vortrags in der Schweiz bekommen habe.

Ich bin ein Liebhaber häuslicher Bequemlichkeit, wie man aus vorangegangenen Blogeinträgen wohl entnehmen kann.
Das hindert mich allerdings nicht, immer provokanter zu werden, je älter ich werde, vielleicht auch eine Folge wachsenden Selbstvertrauens oder Erfahrung.
Ich polarisiere. Das führt dann zu negativen Beurteilungen, der folgenden Art. Vom Wort Verbesserungspotential bekomme ich das Speiben (vulgo Kotzen).
  • Farben auf Folien nicht immer gut lesbar; zuviel um alles zu lesen - ja, das stimmt. Lag aber außerhalb meines Einflussbereiches, da ich den Rechner der Konferenz benutzen musste.
  • inhaltliche Fehlinterpretation des Themas - das könnte bei enger Auslegung des Abstracts stimmen. Damit kann ich leben, dass jemand im Untertitel "Hype, Trap or Hoax" nicht die Ironie erkennen kann
  • graphics - siehe erster Punkt
  • Unterlagen lagen nicht vor -sind in diesem Rahmen überhaupt nicht vorgesehen
  • wenig Lösungsausätze - waren nicht vorgesehen. Ich bot keine Lösungen an, sondern verlangte, dass man einfach bestimmte Dinge etwas kritischer hinterfragen müsste. Das war auch schon der Inhalt.
  • aktuelle Beispiele (Internet) - ich hatte genügend Beispiel auf zwei Folien, über die man tagelang hätte diskutieren können.
  • teilweise etwas chaotisch und überladen - mit dem Vorwurf kann ich leben. So bin ich nun mal. Manche schätzen das ja auch. Und auf meinen Folien findet sich etwas anderes, als ich erzähle. Ich halte nichts vom Vorlesen der Folieninhalte.
  • Lösungsvorschläge sind zu kurz gekommen - Den Vorwurf gab es schon.
  • Präsentation und Tiefe des Thema - Was man halt in 45 Minuten schafft. An einem Workshop-Tag kann man mehr unterbringen.
  • SOA besser vorstellen - Das war einfach nicht das Ziel. (SOA steht für service-orientierte Architektur, ein Thema für das mehrtägige Workshops angeboten werden, um Verständnis zu erzielen. Ich erwarte nicht, bei 2+2=4 anfangen zu müssen.)

Man kann wohl daraus entnehmen, dass ich mich schon über manche Kritik ärgere und manchmal auch als berechtigt hinnehmen muss. Getröstet werde ich durch die allgemeine numerische Bewertung, die auch meinen eigenen Ansprüchen genügt, und den positiven qualifizierten Rückmeldungen, die so lauten:
  • Info Inhalt - kurz umfassend
  • Praxisbezug
  • gutes Referat
  • high level approach
  • stetiger Kontakt zu Teilnehmer
  • kritische Hinterfagung von SOA
  • kritischer Ansatz
  • der Bezug zur Realität
  • provokante Ironie
  • klare Ausführungen
  • Auftritt
  • die Praxis-inputs
Und daraus lese ich aus gerade den folgenden Einträgen:
· Praxisbezug
· kritische Hinterfagung von SOA
· kritischer Ansatz
· der Bezug zur Realität
· provokante Ironie
· klare Ausführungen

dass ich mit dem angekommen bin, was ich vermitteln wollte.
Martialisch, polarisierend und mit Begeisterungsfähigkeit.

Die letztere Eigenschaft ist allerdings auch diejenige, die ich bei Mitarbeitern fast noch mehr als fachliche Kenntnis erwarte.

Sonntag, 20. April 2008

Begonnen

mit dem Autorenfragebogen. Jetzt gibt es kein Zurück mehr. Ich weiß, worüber ich schreiben und was ich transportieren möchte. Akzeptiert es der Verlag, ist es gut. Tut er es nicht, brauche ich mir in Zukunft nicht vorwerfen, dass ich endlos lange prokrastiniert habe.
Und jetzt bin ich überzeugt, dass mein Thema noch nicht von anderen behandelt wurde, - nicht in meiner Branche.

Mittwoch, 16. April 2008

Er

wird zwar etwas Intelligenteres schreiben, doch die Maschine ist früher. die Begegnung hat stttgefunden. das Kölsch kann Schein erzeugen.

Montag, 14. April 2008

Auf geht's!

Das wird eine interessante Woche...

Mittwoch, 9. April 2008

Wanderwege

Bei Malte findet sich eine herrliche Wanderweg-Darstellung.
Dabei stellte ich fest, dass ich mich heute nicht mehr dort hinauftrauen würde, wo ich mit der späteren Frau Columbo herumgekraxelt bin. Das beste Bild finde ich zwar nicht mehr, (zwischen den Beinen durch ins Tal) doch die Bilder geben wohl auch ein bisschen Eindruck wieder.
Es macht mir sehr große Freude, sie ab und zu wieder hervorzuholen.

sella

Beim Berg handelt es sich um die Sella in Südtirol.
Am linken unteren Bild bin ich nicht zu sehen, da habe ich fotografiert. Beim mittleren Bild kann ich nicht sagen, ob ich es bin oder jemand anderer. Vielleicht habe ich gebeten, dass uns jemand fotografiert. Beim rechten unteren Bild musste man ganz oben ca. einen Meter über den Spalt bewältigen, was meiner Frau gar nicht so leicht fiel, weil sie wesentlich kleiner als ich ist. Aber sonst hat sie sich als gebürtige Bremerin, wo der höchste Berg in der nähe, in Worpswede, gerade mal 50 m hoch ist, äußerst wacker geschlagen.

Nachtrag:

Der Berg unten hätte unser erster 3000 werden sollen. Leider ist er inzwischen neu vermessen und nur mehr 2974 m hoch. Es ist schon ein Jammer. Das war keine Kletter- sondern eine Wandertour. Sehr zu empfehlen - von Badgastein weg.

Der vordere Geiselkopf, Tauern, Nähe Bad Gastein
Vorderer Geiselkopf, 2974m - vor 1974

Dienstag, 8. April 2008

2046

Manche Filme sollte man im Halbschlaf sehen. Die abwehrenden automatischen Filter sind ausgeschaltet. Manches zwischen den Bildern erreicht Regionen, die sonst sorgfältig geschützt werden. So kann es passieren, dass eine vorher nicht bekannte Verwandschaft zu "in the mood for love" sehr deutlich erkannt wird. Auch dieser wurde einst in einer Form des periodischen Dämmerns und Erwachens erlebt, wobei sich eine eigenartige Transzendierung zu oder von der anwesenden Geliebten ergab. Das Fehlen derselben verdichtete die Aussage von 2046 in ein Hineingezogensein der Handlung, der realen wie der fiktiven. Leere wird durch die Kunst inhaltserfüllt und gewinnt eine angenehme Bedeutung.

Montag, 31. März 2008

Ein echter Steppenhund

war schon lange nicht mehr da. Die Dokumentation einer Einladung, die mich veranlasst hat, mit Freude zu kochen.
Zuerst einmal ein Bildchen vom Hund (speziell für rosmarin):
Jeanluc

Da sieht er doch richtig lieb aus, mittlerweile ist er schon 12 Jahre alt, wird sehr anhänglich und verschmust.
Dann gibt es die Vorbereitungen zur Vorspeise:

VorspeisenVorbereitung

Während im Rohr zufrieden der Braten fertig brutzelt.

DerBraten

Selbstverständlich gibt es auch etwas zum Trinken.

getraenke

Der gedeckte Tisch für die Lagebesprechung bzgl. Verlobung und Hochzeit sieht dann so aus:

Lagebesprechung

Es wurde ein sehr gemütlicher Abend. Auch über den Umweg der Kinder kann man im Alter noch neue Freunde finden, mit denen es durchaus gemeinsame Berührungspunkte gibt.

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