Liebe Deutsche, geniert euch!
Eigentlich sollten wir Österreicher uns wegen unserer derzeitigen politischen Kultur genieren. Doch in Deutschland kann man noch mit ganz anderen Sachen berühmt werden. Dort wollen nämlich Psychoanalytiker, namentlich Bernd Oberhoff, damit Aufmerksamkeit erregen, dass sie sich jemanden bekannten vornehmen und aufdecken, wie pervers und sadistisch er ist. Das Mozart-Bild hat sich ja tatsächlich in den letzten Jahren sehr stark dem Realismus gebeugt, was sicher besser ist, als ihn als unerklärbares und unerreichbares Genie darzustellen. Vielleicht hat ja Herr Oberhoff aus medizinischer Sicht heraus recht. Aber bitte, dann soll er auch erklären, warum Mozart so komponieren konnte, wie er es tat. Laut verschiedenen Rezensionen versteht er ja auch die Musik.
Aber wie erklärt er tiefenpsychologisch die Klaviersonaten, die Streichquartette, die Symphonien? Wie erklärt er das Requiem?
Wenn ich wollte, könnte ich bei gezielter Manipulation herausfinden, dass Mozart in seinen Sonaten die Relativitätstheorie erklärt hat, lange bevor sie erfunden wurde. Oder dass in der Sonate KV 330 das Scheitern der österreichischen Regierungskoalition 2008 heraus zu lesen ist. Nostradamus muss das ja auch schon gesehen haben.
Vielleicht ist es ja nur die Folge einer gewissen Humorlosigkeit, die man den Deutschen allgemein zuschreibt? Deswegen bin ich immer begeistert, wenn mich manche Exemplare vom Gegenteil überzeugen;)
Vielleicht melden sich hier ein paar Psychoanalytiker, die Oberhoff verteidigen. Dann stelle ich die Frage: und wie bringt uns das jetzt weiter? Vielleicht hat O. zuwenig Mamabrust bekommen, um dieses Phänomen mit besonderem Einsatz untersuchen zu wollen.
Eigentlich ist das ja ein alter Hut, aber heute bin ich einmal grantig. Es gibt ein Amateurvideo von einer Requiemaufführung 1999 mit Abbado und den Berliner Philharmonikern. Ich habe absichtlich den Anfang als Beispiel gewählt, der darüber hinaus noch von einem langen Auftrittsvorspann eingeleitet wird.
Bitte achtet auf die ersten vier Takte.
Wer hier nicht schlagartig aus dieser Welt in eine andere gerissen wird, ist vermutlich nicht so empfänglich für Musik.
Aber vielleicht bin ich es, der sich irrt. Vielleicht ist tatsächlich jede unbegreifliche Fähigkeit lediglich die Kompensation für ein Kindheitstrauma und Frustration.
Warum laufen dann aber sowenig Genies herum?
Aber wie erklärt er tiefenpsychologisch die Klaviersonaten, die Streichquartette, die Symphonien? Wie erklärt er das Requiem?
Wenn ich wollte, könnte ich bei gezielter Manipulation herausfinden, dass Mozart in seinen Sonaten die Relativitätstheorie erklärt hat, lange bevor sie erfunden wurde. Oder dass in der Sonate KV 330 das Scheitern der österreichischen Regierungskoalition 2008 heraus zu lesen ist. Nostradamus muss das ja auch schon gesehen haben.
Vielleicht ist es ja nur die Folge einer gewissen Humorlosigkeit, die man den Deutschen allgemein zuschreibt? Deswegen bin ich immer begeistert, wenn mich manche Exemplare vom Gegenteil überzeugen;)
Vielleicht melden sich hier ein paar Psychoanalytiker, die Oberhoff verteidigen. Dann stelle ich die Frage: und wie bringt uns das jetzt weiter? Vielleicht hat O. zuwenig Mamabrust bekommen, um dieses Phänomen mit besonderem Einsatz untersuchen zu wollen.
Eigentlich ist das ja ein alter Hut, aber heute bin ich einmal grantig. Es gibt ein Amateurvideo von einer Requiemaufführung 1999 mit Abbado und den Berliner Philharmonikern. Ich habe absichtlich den Anfang als Beispiel gewählt, der darüber hinaus noch von einem langen Auftrittsvorspann eingeleitet wird.
Bitte achtet auf die ersten vier Takte.
Wer hier nicht schlagartig aus dieser Welt in eine andere gerissen wird, ist vermutlich nicht so empfänglich für Musik.
Aber vielleicht bin ich es, der sich irrt. Vielleicht ist tatsächlich jede unbegreifliche Fähigkeit lediglich die Kompensation für ein Kindheitstrauma und Frustration.
Warum laufen dann aber sowenig Genies herum?
steppenhund - 24. Jul, 00:20


