Obwohl wir ein Festnetztelefon haben, weil es (mit VoIP) die billigste Verbindungsmöglichkeit für nicht computer-affine Schwestern darstellt, greife ich selber nur ganz selten zum Hörer.
Heute früh war es aber einmal so weit und ich erlebte etwas Lustiges.
Ich melde mich mit "H" (nur dem Familiennamen). Ich mag das "Hallo" nicht, darauf fällt mir zwangsläufig der Spruch ein: "Der Hallo ist schon gestorben!"
Wie und ob ich grüße, entscheide ich, wenn ich weiß wer anruft.
"Guten Morgen! - Sind Sie der Herr H. H.?" - "Ja, der bin ich. Guten Tag."
"Hier spricht Fa. R. aus Salzburg. Erinnern Sie sich noch? Wie geht es uns den heute?" Das tönt in einem sehr wohlgefälligen, blendend aufgelegten vermutlich Kärntner Dialekt. Ich kann mir vorstellen, wer das wohl ist. Eine Firme mit "abschirmenden" Decken, die das Magnetfeld ausschalten, war einmal bei uns im Haus. Während ich noch nachdenke, ob ich das Gespräch weiter zulassen soll, denke ich laut: "Oh je, ich glaube, dieses Gespräch wird mir keine Freude machen."
Klick! Die Leitung ist tot. Ich kann dem vifen Burschen nicht einmal zu seiner raschen Auffassungsgabe gratulieren.
Dabei war ich nicht einmal unfreundlich...
Die Demo/Schulung/Strategiebesprechung ist gelaufen. Vergleichsweise ziemlich gut - aber mit jeder Menge Aufgaben, die noch zu leisten sind. Das ist einerseits gut, aber ein bisschen so, als hätte man den Gipfel erklommen und gerade, wenn man oben ist, sieht man, dass der eigentliche Gipfel noch höher ist.
Es ist viel zu tun, aber jetzt bin ich ganz schön müde und freue mich nur mehr auf die Schlemmerei am Abend.
Bis Samstag früh bleibe ich diesmal da, weil ich am Freitag nachmittag noch ganz schon etwas weiter zu bringen hoffe.
Ich weiß nicht mehr, wann ich den ersten Kontakt mit der Nigeria Connection hatte. Jedenfalls geschah er per snailmail und später per fax. Die Mails sind nur die logische Folge, weil sie wesentlich billiger and noch mehr Personen zu versenden sind.
Heute habe ich mich über ein wiederholtes Schreiben eines Koreaners geärgert, der gebeten hat, dass ich ihn nicht "hunten" soll, sondern das Schreiben einfach "deleten" soll, wenn ich keinen Kontakt wünsche.
Dem habe ich ein einfaches:
"Dear Mr. Lee,
I will not hunt you. I have forwarded your mail to the internet fraud department of our local police."
geantwortet.
Aber ich bin offensichtlich in eine andere Liga gerutscht.
Auf meiner Geschäftsmailadresse findet sich folgendes Schreiben mit dem Betreff "read me":
I am Lamido Sanusi,new Governor central bank of Nigeria .My office controls the affairs of all other banks and financial institutions in Nigeria .I am the final signatory to any transfer within banks both on local and international levels. I want to have a deal with you. Reply
Das scheint mittlerweile die "DOMINA"-Variante zu sein. REPLY
Gerade, dass noch kein Rufzeichen dahinter aufscheint. Ich muss schon schmunzeln.
Und weil es sich so drastisch von all den anderen abhebt, findet es jetzt hier seinen Platz.
Im Prinzip mache ich nichts gerne im Haushalt und täte mich am liebsten immer nur bedienen lassen. Am besten von einem Butler, einer Wirtschafterin, einer Köchin.
Dann bliebe die Frau fürs Schöne aufgespart und das Leben könnte noch wunderbarer sein. Noch? Wirklich?
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Offen gestanden macht es mir Spass die Waschmaschine zu füllen. Die steht ungefähr 5 m von meinem Computer entfernt. Das zu waschende Zeugs ist ungefähr 2 Meter davon im Badezimmer gesammelt oder noch in meinem Zimmer. Besonders bei der weißen Wäsche, die ja leicht erkennbar ist, erfordert das Sammeln nicht einmal eine Minute. In die Trommel geben, Waschmittel - in einer riesen Plastikdose neben der Waschmaschine - eingelöffelt. Auf B einstellen, Temperatur kontrollieren und einschalten. Das ganze dauert nicht einmal drei Minuten.
Und dann fallen mir die Bilder ein, wie Frauen am Waschbrett arbeiten oder noch aufwendiger bis zum Fluss pilgern müssen. Ich freue mich, zu der Art von Menschen zu gehören, die solche Dinge (zumindest theoretisch) entwerfen und bauen können.
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Wenn eine Waschmaschine kaputt ist, kann ich sie schon auch manchmal selbst reparieren und freue mich darüber, wie einfach das jetzt schon geht.
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Mehr Zeit braucht dann das Aufhängen, aber mittlerweile bin ich darin auch schon Profi:)
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Und das Geräusch der Waschmaschine vermittelt das Gefühl, dass gearbeitet wird, aber ich muss es nicht tun! :)
Ich bin selbst Berater, doch hoffentlich nie einer von BCG, Accenture, Roland Berger oder McKinsey.
Das Interessante am Video ist das Datum 2004.
Hat es was geholfen? Mitnichten. Aber es verschafft mir trotzdem Genugtuung. Schon schön, wenn das Kaberett so trifft:
U-Bahnstation Mariahilferstraße-Museumsquartier. Dort befindet sich am Anfang der Mariahilferstraße ein Geschäft von "der Mann".
Ein junges Pärchen, sportlich gekleidet, sie mit Fahrradhelm, beratschlagen, was sie kaufen sollen. Sie tauschen ungarische Worte, die ich nicht verstehe. Beide lächeln, als er auf die Esterhazy-Schnitte hinweist. Ich höre das Wort Esterhazy auf ungarisch.
Als ich das Geschäft verlasse, sehe ich ihre beiden Fahrräder, die einträchtig nebeneinander warten.
Eigentlich ist es ganz angenehm, am Fenstertag zu arbeiten. Man ist allein und ungestört. Es gibt weniger Telefonate. Weil sich das aber so viele Kollegen auch denken, ist der Fenstertag dann doch wie ein gewöhnlicher Arbeitstag.
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Ich weiß nicht, ob das ein gutes oder ein schlechtes Zeichen ist. Momentan macht mir die Arbeit mehr Spass als alles andere. Das schließt auch Klavierspielen ein.
Bedenklich, bedenklich...
Der Sohn, im gleichen Haus wohnend baut eine neue Küche. Der große Kühlschrank steht endlich dort, wo er hingehört.
Und das Tiefgefrierfach ist leer.
Fantastische Gelegenheit, unser Tiefgefrierfach abzutauen, was elend lange nicht passiert ist. Mein Beitrag zum "Muttertag".
Während Frau Columbo noch anmerkt, dass man am besten dabei bleibt, um rechtzeitig einer Überschwemmung vorzubeugen, lese ich die Gebrauchsanleitung und entdecke ein kleines Abflussrohr, welches das geschmolzene Wasser richtig in eine Wanne leitet, wie z.B. das unterste Fach, welche sich hervorragend an den Kühlschrank anschmiegt.
Das Arrangement sieht also gut aus. Wie schaltet man das Ding aus. Das weiß nur ich, denn der ursprünglich abgebrochene Drucktaster wurde von mir durch eine Eigenbaukonstruktion ersetzt, die mittlerweile schon jahrelang hält.
Nach einer Stunde gehe ich in die Küche. Von den Oberkanten sind die Eisstücke heruntergefallen. Sie wirken wie die Schollen am Nordpol, nachdem die globale Erwärmung zugeschlagen hat. Fast meine ich Minirobben darauf zu entdecken. Aber das ist nur einbildung. Ich schubse sie mit der Hand in das Auffangbecken.
Irgendwie lustig, diese Tätigkeit.
Wohin werden die Schollen des Nordpols gehen?
Thomas Erl, Anish Karmarkar, Priscilla Walmsley, Hugo Haas, L. Umit Yalcinalp, Canyang Kevin Liu, David Orchard, Andre Tost, James Pasley - 6. Nov, 10:23