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Lifestyle

Mittwoch, 25. November 2009

Veränderung

Eigentlich finde ich den Artikel von Melancholie Modeste eher schwach. Diese Art von milchmädchenhafter Rechnung passt nicht zum sonst vorgefundenen Niveau. Die Frage stellt sich wohl jeder einmal und auch vielleicht immer wieder.
Man kann die Antworten gruppieren: in die Nonanet-Antworten und in die Antworten, die sich mit einer persönlichen Zielsetzung oder besser Zielvorstellung verbinden lassen.
Frage: a) warum bin ich nicht so reich wie der AA? b) Warum bekommt ein Politiker soviel Geld und ich nicht? c) Warum ist der berühmt und ich nicht?
Ich bin niemandem etwas neidig. Ad a) Ich beschäftige mich mit Dingen, die mir Freude machen und denke nicht andauernd über mein persönliches Geschäftsmodell nach. Was kann ich tun, um noch ein paar "Netsch" auf die Seite zu räumen. Ich denke nicht bei jedem Tauschhandel darüber nach, ob ich davon finanziell profitiere. Ich lasse mich nicht auf Geschäfte ein, die "phony" sind. (Dazu fällt mir ein, dass vor 20 Jahren der Geschäftsmann des Jahres in der Zeitschrift Trend regelmäßig ein Jahr darauf in Konkurs war. Das ging mehrere Jahre so.)
Ad b) Ein Politiker darf soviel Geld verdienen wie er will, ich würde nicht mit ihm tauschen wollen, es sei denn auf der Ebene Bundespräsident oder - sonst fällt mir schon keiner mehr ein. Das sich ständige Verkaufen, dass schon ziemlich nahe der Prostitution angesiedelt ist, und die absichtliche Reduktion der Gehirntätigkeit auf ein paar Phrasen, welche die Partei vorschreibt, ist nichts für mich.
Ad c) Berühmtheit bedeutet neben dem notwendigen Talent auch ein ziemliches Maß an Glück, zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort zu sein. In der Musik gibt es neben den 20 berühmten Persönlichkeiten vielleicht noch 100 mal so viele, die die gleichen Fähigkeiten aufwiesen, wenn sie einmal in die PR-Maschinerie hineinkommen. Dass ich mich persönlich nie in einen "wer ist der nächste Star"-Wettbewerb finden werde, liegt auf der Hand.
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Es gibt also eine ganze Reihe von Konditionen, die ich nicht in Kauf nehmen möchte. Gleichzeitig gibt es aber auch eine ganze Reihe von Lebenserfahrungen, die mich dazu bringen, mich stetig zu verändern. Die Betonung liegt dabei auf Stetigkeit. Sprunghafte Veränderungen können vielleicht nach Krankheit oder stark einschneidenden externen Begebnissen folgerichtig anmuten. Vermutlich liegt der Schmerz und die Trauer aber gerade in der erzwungenen und nicht gelebten Veränderung.
Veränderungen, die man selbst wünscht und durchführen möchte, haben etwas mit einem Wertesystem zu tun, welches man für sich aufgestellt hat. Es geht nicht darum, irgendwie zu beweisen, dass ich mit harter Disziplin den Mount Everest bezwingen kann, wenn die Gipfelbezwingung für mich nicht einen ultimativen Wert besitzt. Der Wert, anderen damit imponieren zu wollen, ist schon eher zweifelhaft.
Ich vermute, dass die wichtigste Person, der man imponieren sollte, man selber ist.
Umgangssprachlich sagt man dazu, dass man sich in den Spiegel schauen kann.
Möglicherweise kann das die Frau A im angesprochenen Artikel ganz gut. "Ich lass mich verwöhnen aber dafür verwöhne ich meinen Mann auch." Der Text lässt zwar nicht auf diese Haltung schließen, er schließt sie aber auch nicht aus.
Wenn jemand sein Glück an Werten misst, die er oder rein einer personellen Habgier verdankt, beneide ich ihn oder sie absolut nicht. Noch weniger möchte ich tauschen.
Ganz im Gegenteil bedaure ich den Menschen, denn das Glück, das ich erfahren darf, wird er oder sie wohl nie finden.

Samstag, 21. November 2009

Klebeln

Ich weiß nicht mehr, woher dieser Ausdruck rührt. Verwendet hörte ihn zuletzt in meiner Kindheit. Ich selber beziehe mich weniger oft auf die Finger, - die damit gemeint sind - sondern auf die Hände, die ich dann als Pfoten bezeichne.
Klebeln wird im eigentlichen Sinn abwertend gebraucht. So wie man zwei linke Hände hat, sind Klebeln unförmig, dick und zu nichts zu gebrauchen, weil sie vermutlich aneinander kleben und sich damit selbst behindern.
Manchmal wundere ich mich, dass ich mit meinen Klebeln Klavier spielen kann. Erfreulicherweise kleben sie aber tatsächlich nicht.
Dies gesagt habend, verweise ich auf meinen nächsten Eintrag, der nur dann verstanden werden kann, wenn dieser Eintrag bekannt ist:)

Freitag, 20. November 2009

Tiefe Ermattung

Ich sollte zufrieden sein.
In dieser Woche habe ich etwas wie eine Probeübergabe zustande gebracht. (Ohne das offiziell so deklariert zu haben) Jetzt geht es noch an den Feinschliff und in zehn Tagen gibt es dann eine offizielle Übergabe eines Programms, das begleitenderweise zu meiner Beratung entstanden ist.
Diejenigen meiner Mitarbeiter, die beim gleichen Kunden arbeiten, sind bestens eingeführt.
Heute gab es eine Präsentation meines Auftraggebers, in der die Tätigkeit unserer Firma nicht nur beschrieben wurde sondern auch Zukunftsaussichten angesprochen wurden.
Danach hat mich um ca. 13:00 die Anspannung verlassen und ich wollte so rasch wie möglich nach Hause. Was ich dann ja auch getan habe.
Es gibt noch einiges zu feilen, zu dokumentieren und die großen Zusammenhänge, die nur teilweise von den ausführenden Personen verstanden werden, müssen noch niedergeschrieben werden.

Tatsächlich ist noch etwas Weiteres passiert. Ich glaube, dass ich wenigstens bei einigen meine Denkweise verankern konnte. Wie so oft hängt der Erfolg nicht nur vom eigenen Einsatz ab sondern auch vom Glück, welches sich manchmal einstellen muss. Glück haben wir aus der Sicht meiner Firma gehabt. Arbeiten konnten bewerkstelligt werden, die anfänglich als unlösbar oder zu aufwändig vermutet wurden.*) Das Wichtigste erscheint mir ein Design zu sein, welches sehr rasch mit Veränderungen der Umgebungsbedingungen umgehen kann.

Aber jetzt bin ich so etwas von müde, dass ich es gar nicht beschreiben kann. Ich habe mir ausnahmsweise das Taxi zum Westbahnhof bestellt, obwohl ich sonst mit der U6 bis nach Siebenhirten fahre. (Was im Grunde genommen ja schneller wäre)
Der Hund wird mich freundlich doch schläfrig begrüßen, Frau Columbo wird bereits fest schlafen.
Und morgen habe ich nur vor, einzukaufen und Klavier zu üben.
Am Sonntag fangen dann die Umsetzungen der neuen Ideen an:)
Und gerade jetzt stellen zwei Mitarbeiter etwas fertig, was auf dem Sektor der Testautomation bahnbrechend und neu ist. Und manchmal ist es nicht einmal die technische Schwierigkeit, die zu überwinden ist, die es so schwer erscheinen lässt. Es ist die Überzeugung, dass es machbar ist. Und derartige Überzeugungen habe ich noch einige...

Montag, 12. Oktober 2009

"Guten Morgen"

Obwohl wir ein Festnetztelefon haben, weil es (mit VoIP) die billigste Verbindungsmöglichkeit für nicht computer-affine Schwestern darstellt, greife ich selber nur ganz selten zum Hörer.
Heute früh war es aber einmal so weit und ich erlebte etwas Lustiges.
Ich melde mich mit "H" (nur dem Familiennamen). Ich mag das "Hallo" nicht, darauf fällt mir zwangsläufig der Spruch ein: "Der Hallo ist schon gestorben!"
Wie und ob ich grüße, entscheide ich, wenn ich weiß wer anruft.
"Guten Morgen! - Sind Sie der Herr H. H.?" - "Ja, der bin ich. Guten Tag."
"Hier spricht Fa. R. aus Salzburg. Erinnern Sie sich noch? Wie geht es uns den heute?" Das tönt in einem sehr wohlgefälligen, blendend aufgelegten vermutlich Kärntner Dialekt. Ich kann mir vorstellen, wer das wohl ist. Eine Firme mit "abschirmenden" Decken, die das Magnetfeld ausschalten, war einmal bei uns im Haus. Während ich noch nachdenke, ob ich das Gespräch weiter zulassen soll, denke ich laut: "Oh je, ich glaube, dieses Gespräch wird mir keine Freude machen."
Klick! Die Leitung ist tot. Ich kann dem vifen Burschen nicht einmal zu seiner raschen Auffassungsgabe gratulieren.
Dabei war ich nicht einmal unfreundlich...

Donnerstag, 8. Oktober 2009

Die 5 Minuten Pause

Die Demo/Schulung/Strategiebesprechung ist gelaufen. Vergleichsweise ziemlich gut - aber mit jeder Menge Aufgaben, die noch zu leisten sind. Das ist einerseits gut, aber ein bisschen so, als hätte man den Gipfel erklommen und gerade, wenn man oben ist, sieht man, dass der eigentliche Gipfel noch höher ist.
Es ist viel zu tun, aber jetzt bin ich ganz schön müde und freue mich nur mehr auf die Schlemmerei am Abend.
Bis Samstag früh bleibe ich diesmal da, weil ich am Freitag nachmittag noch ganz schon etwas weiter zu bringen hoffe.

Montag, 5. Oktober 2009

dem Pathologen gewidmet

Ich weiß nicht mehr, wann ich den ersten Kontakt mit der Nigeria Connection hatte. Jedenfalls geschah er per snailmail und später per fax. Die Mails sind nur die logische Folge, weil sie wesentlich billiger and noch mehr Personen zu versenden sind.
Heute habe ich mich über ein wiederholtes Schreiben eines Koreaners geärgert, der gebeten hat, dass ich ihn nicht "hunten" soll, sondern das Schreiben einfach "deleten" soll, wenn ich keinen Kontakt wünsche.

Dem habe ich ein einfaches:

"Dear Mr. Lee,

I will not hunt you. I have forwarded your mail to the internet fraud department of our local police."

geantwortet.

Aber ich bin offensichtlich in eine andere Liga gerutscht.

Auf meiner Geschäftsmailadresse findet sich folgendes Schreiben mit dem Betreff "read me":

I am Lamido Sanusi,new Governor central bank of Nigeria .My office controls the affairs of all other banks and financial institutions in Nigeria .I am the final signatory to any transfer within banks both on local and international levels. I want to have a deal with you. Reply

Das scheint mittlerweile die "DOMINA"-Variante zu sein. REPLY
Gerade, dass noch kein Rufzeichen dahinter aufscheint. Ich muss schon schmunzeln.
Und weil es sich so drastisch von all den anderen abhebt, findet es jetzt hier seinen Platz.

Thank you, Mr. Lamido Sanusi.

Samstag, 3. Oktober 2009

Ich wasche gerne

Im Prinzip mache ich nichts gerne im Haushalt und täte mich am liebsten immer nur bedienen lassen. Am besten von einem Butler, einer Wirtschafterin, einer Köchin.
Dann bliebe die Frau fürs Schöne aufgespart und das Leben könnte noch wunderbarer sein. Noch? Wirklich?
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Offen gestanden macht es mir Spass die Waschmaschine zu füllen. Die steht ungefähr 5 m von meinem Computer entfernt. Das zu waschende Zeugs ist ungefähr 2 Meter davon im Badezimmer gesammelt oder noch in meinem Zimmer. Besonders bei der weißen Wäsche, die ja leicht erkennbar ist, erfordert das Sammeln nicht einmal eine Minute. In die Trommel geben, Waschmittel - in einer riesen Plastikdose neben der Waschmaschine - eingelöffelt. Auf B einstellen, Temperatur kontrollieren und einschalten. Das ganze dauert nicht einmal drei Minuten.
Und dann fallen mir die Bilder ein, wie Frauen am Waschbrett arbeiten oder noch aufwendiger bis zum Fluss pilgern müssen. Ich freue mich, zu der Art von Menschen zu gehören, die solche Dinge (zumindest theoretisch) entwerfen und bauen können.
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Wenn eine Waschmaschine kaputt ist, kann ich sie schon auch manchmal selbst reparieren und freue mich darüber, wie einfach das jetzt schon geht.
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Mehr Zeit braucht dann das Aufhängen, aber mittlerweile bin ich darin auch schon Profi:)
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Und das Geräusch der Waschmaschine vermittelt das Gefühl, dass gearbeitet wird, aber ich muss es nicht tun! :)

Montag, 21. September 2009

Ich darf das

Ich bin selbst Berater, doch hoffentlich nie einer von BCG, Accenture, Roland Berger oder McKinsey.
Das Interessante am Video ist das Datum 2004.
Hat es was geholfen? Mitnichten. Aber es verschafft mir trotzdem Genugtuung. Schon schön, wenn das Kaberett so trifft:

Mittwoch, 26. August 2009

Miniatur 1

U-Bahnstation Mariahilferstraße-Museumsquartier. Dort befindet sich am Anfang der Mariahilferstraße ein Geschäft von "der Mann".
Ein junges Pärchen, sportlich gekleidet, sie mit Fahrradhelm, beratschlagen, was sie kaufen sollen. Sie tauschen ungarische Worte, die ich nicht verstehe. Beide lächeln, als er auf die Esterhazy-Schnitte hinweist. Ich höre das Wort Esterhazy auf ungarisch.
Als ich das Geschäft verlasse, sehe ich ihre beiden Fahrräder, die einträchtig nebeneinander warten.

Freitag, 22. Mai 2009

Fenstertag

Eigentlich ist es ganz angenehm, am Fenstertag zu arbeiten. Man ist allein und ungestört. Es gibt weniger Telefonate. Weil sich das aber so viele Kollegen auch denken, ist der Fenstertag dann doch wie ein gewöhnlicher Arbeitstag.
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Ich weiß nicht, ob das ein gutes oder ein schlechtes Zeichen ist. Momentan macht mir die Arbeit mehr Spass als alles andere. Das schließt auch Klavierspielen ein.
Bedenklich, bedenklich...

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