Sommer - oder Toastmasters
Das sollte jetzt ein anders Bild gezeigt werden, für dessen Veröffentlichung ich mir aber erst die Genehmigung der darauf befindlichen Kollegen holen muss.
Statt dessen heißt es jetzt hier:
Nachsommer
Es gibt einen Verein, welcher seit 1924 existiert und sich Toastmasters nennt und sich im Sommer nur "außerordentlich" trifft. Daher die Bezeichnung Nachsommer.
In Deutschland und in Wien gibt es eine Reihe von englisch-sprachigen und in Deutschland auch deutsch-sprachige Vereine, in denen man Präsentieren lernt. Mittlerweile gibt es auch ein eigenes Leadership-Programm.
In unseren Ländern dient die Vereinstätigkeit auch noch einem anderen Zweck. Zweimal im Monat taucht man in Englisch ein, was sogenannten non-native speakers ganz schön helfen kann, Englisch nicht nur lesen und verstehen zu können, sondern darin immer mehr aktive Flüssigkeit beim Sprechen zu erreichen. Der Mitgliedsbeitrag beträgt bei den Wiener Vereinen momentan 150 € im Jahr. Das ist am möglichen Lerneffekt gemessen praktisch nichts. Für Studenten gibt es in der Regel Ermäßigungen.
Seit ganz kurzer Zeit gibt es in Wien einen zweiten "offenen" Verein. (Im Gegensatz zu den corporate clubs, die nur die entsprechenden Firmenmitglieder besuchen dürfen)
Gestern war das erste Meeting des neu gegründeten Clubs. Aus zeitlichen Gründen bin ich zur Zeit kein Mitglied meines alten Clubs, in dem ich über 15 Jahre die unterschiedlichsten Rollen gespielt habe.
Ein "erstes Meeting" musste ich mir geben. Es wurde hervorragend durchgeführt und machte mir große Lust, wieder einmal einige Zeit mitzuspielen. Mein Englisch ist in den vergangenen drei Jahren ziemlich eingerostet, da ich hauptsächlich mit Banken und Versicherungen im deutschsprachigen Raum zu tun habe.
Eine neue Mitgliedschaft hängt bei mir auch davon ab, ob ich längerfristige Engagements im Ausland habe oder nicht.
Etwas, was den neuen Club besonders auszeichnet, ist die Wahl des Vereinslokals. Das ist das berühmte Café Griensteidl
Aus dem verlinkten Wikipedia-Eintrag:
Besonders berühmt wurde es als Sammelplatz der Autoren des Jung-Wien, die ab Mitte der 1880er Jahre das Café zu ihrem Stammlokal machten wie auch als Treffpunkt der konkurrierenden, konservativen Künstlergruppe Iduna. Zu den Schriftstellern, die hier verkehrten, gehörten Hermann Bahr, Hugo von Hofmannsthal, Arthur Schnitzler, der junge Rudolf Steiner sowie der junge Karl Kraus.
Im Januar 1897 wurde das Gebäude, in dem sich das Café befand, im Zuge der Neugestaltung des Michaelerplatzes abgerissen. Karl Kraus nutzte den Anlass, um in einem Aufsatz unter dem Titel Die demolirte Literatur mit den Caféhausliteraten des Jung-Wien abzurechnen. Am 25. Januar 1897 war im Illustrierten Wiener Extrablatt zu lesen: „Die treuen Stammgäste feierten den Untergang des Locales mit einem großartigen Leichenschmaus (...) Nach Mitternacht waren sämtliche Vorräthe an Speis und Trank vergriffen und es wurden nur noch Ohrfeigen verabreicht. Sonst war die Stimmung famos (...)“. Die Ohrfeige hatte Felix Salten Kraus für eine Passage der demolirten Literatur verpasst, was Schnitzler in seinem Tagebuch mit den Worten vermerkte: „gestern abends hat Salten im Kaffeehaus noch den kleinen Kraus geohrfeigt, was allseits freudig begrüßt wurde (...)“.
Im neuen Kaffeehaus ist ein sogenannter Karl-Kraus-Saal angeschlossen, in dem es sich schön konferieren lässt.
Fast noch schöner ist die Außenansicht, die ich gestern mit meinem nicht kleinen, aber doch umso feineren Handy gemacht habe, bevor ich mich ins Vereinsgeschehen gestürzt habe.
In solchen Momenten bin ich immer froh, im Umkreis von Wien zu leben.
Hier noch die Links zu den zwei Toastmaster-Vereinen in Wien:
Toastmasters International Club 551
Vienna Speakers Club
Eine ganz lustige Entdeckung ist mir bei der Suche nach den Internet-Adressen noch zugefallen. Im Jahr 1998 entstand meine erste Homepage. Sehr amateurisch, sehr ehrlich, viele Fotos von Leuten, die alle ihre Einwilligung nicht gegeben hatten, aber sich nachträglich freuten, als sie die Umsetzung eines Toastmasters-Ausflug ins Ennstal betrachteten.
Ich kann diese Seiten auch nicht mehr vom Netz nehmen, weil ich schon lange keine Berechtigungen mehr auf den ehemaligen Compuserve-Server habe. Dies soll nur eine kleine Warnung sein. Was man ins Internet stellt, kann man praktisch nicht mehr zurücknehmen. Ich wundere mich zwar, dass die Seiten nicht schon längst einer Aufräumaktion zum Opfer gefallen sind. Aber so ist es einmal. Vielleicht werde ich einmal eine bereinigte Fassung als historisches Dokument auf meine aktuelle Homepage stellen.
Aber es sind Momente wie diese, in denen man an eine Vergangenheit vor zehn Jahren erinnert wird, die plötzlich ganz präsent erscheint.
Ich weiß nicht einmal mehr, mit welchem Werkzeug ich die Homepage erstellt habe:)
Nachtrag:
Stimmt ja gar nicht. Das war schon die zweite Version der Homepage, wie ich aus der Einleitung: "Nicht viel hat sich geändert" entnehmen kann. Die erste Version muss schon um 1993 gewesen sein. Von der gibt es allerdings wirklich nichts mehr:)
Statt dessen heißt es jetzt hier:
Nachsommer
Es gibt einen Verein, welcher seit 1924 existiert und sich Toastmasters nennt und sich im Sommer nur "außerordentlich" trifft. Daher die Bezeichnung Nachsommer.
In Deutschland und in Wien gibt es eine Reihe von englisch-sprachigen und in Deutschland auch deutsch-sprachige Vereine, in denen man Präsentieren lernt. Mittlerweile gibt es auch ein eigenes Leadership-Programm.
In unseren Ländern dient die Vereinstätigkeit auch noch einem anderen Zweck. Zweimal im Monat taucht man in Englisch ein, was sogenannten non-native speakers ganz schön helfen kann, Englisch nicht nur lesen und verstehen zu können, sondern darin immer mehr aktive Flüssigkeit beim Sprechen zu erreichen. Der Mitgliedsbeitrag beträgt bei den Wiener Vereinen momentan 150 € im Jahr. Das ist am möglichen Lerneffekt gemessen praktisch nichts. Für Studenten gibt es in der Regel Ermäßigungen.
Seit ganz kurzer Zeit gibt es in Wien einen zweiten "offenen" Verein. (Im Gegensatz zu den corporate clubs, die nur die entsprechenden Firmenmitglieder besuchen dürfen)
Gestern war das erste Meeting des neu gegründeten Clubs. Aus zeitlichen Gründen bin ich zur Zeit kein Mitglied meines alten Clubs, in dem ich über 15 Jahre die unterschiedlichsten Rollen gespielt habe.
Ein "erstes Meeting" musste ich mir geben. Es wurde hervorragend durchgeführt und machte mir große Lust, wieder einmal einige Zeit mitzuspielen. Mein Englisch ist in den vergangenen drei Jahren ziemlich eingerostet, da ich hauptsächlich mit Banken und Versicherungen im deutschsprachigen Raum zu tun habe.
Eine neue Mitgliedschaft hängt bei mir auch davon ab, ob ich längerfristige Engagements im Ausland habe oder nicht.
Etwas, was den neuen Club besonders auszeichnet, ist die Wahl des Vereinslokals. Das ist das berühmte Café Griensteidl
Aus dem verlinkten Wikipedia-Eintrag:
Besonders berühmt wurde es als Sammelplatz der Autoren des Jung-Wien, die ab Mitte der 1880er Jahre das Café zu ihrem Stammlokal machten wie auch als Treffpunkt der konkurrierenden, konservativen Künstlergruppe Iduna. Zu den Schriftstellern, die hier verkehrten, gehörten Hermann Bahr, Hugo von Hofmannsthal, Arthur Schnitzler, der junge Rudolf Steiner sowie der junge Karl Kraus.
Im Januar 1897 wurde das Gebäude, in dem sich das Café befand, im Zuge der Neugestaltung des Michaelerplatzes abgerissen. Karl Kraus nutzte den Anlass, um in einem Aufsatz unter dem Titel Die demolirte Literatur mit den Caféhausliteraten des Jung-Wien abzurechnen. Am 25. Januar 1897 war im Illustrierten Wiener Extrablatt zu lesen: „Die treuen Stammgäste feierten den Untergang des Locales mit einem großartigen Leichenschmaus (...) Nach Mitternacht waren sämtliche Vorräthe an Speis und Trank vergriffen und es wurden nur noch Ohrfeigen verabreicht. Sonst war die Stimmung famos (...)“. Die Ohrfeige hatte Felix Salten Kraus für eine Passage der demolirten Literatur verpasst, was Schnitzler in seinem Tagebuch mit den Worten vermerkte: „gestern abends hat Salten im Kaffeehaus noch den kleinen Kraus geohrfeigt, was allseits freudig begrüßt wurde (...)“.
Im neuen Kaffeehaus ist ein sogenannter Karl-Kraus-Saal angeschlossen, in dem es sich schön konferieren lässt.
Fast noch schöner ist die Außenansicht, die ich gestern mit meinem nicht kleinen, aber doch umso feineren Handy gemacht habe, bevor ich mich ins Vereinsgeschehen gestürzt habe.
In solchen Momenten bin ich immer froh, im Umkreis von Wien zu leben.
Hier noch die Links zu den zwei Toastmaster-Vereinen in Wien:
Toastmasters International Club 551
Vienna Speakers Club
Eine ganz lustige Entdeckung ist mir bei der Suche nach den Internet-Adressen noch zugefallen. Im Jahr 1998 entstand meine erste Homepage. Sehr amateurisch, sehr ehrlich, viele Fotos von Leuten, die alle ihre Einwilligung nicht gegeben hatten, aber sich nachträglich freuten, als sie die Umsetzung eines Toastmasters-Ausflug ins Ennstal betrachteten.
Ich kann diese Seiten auch nicht mehr vom Netz nehmen, weil ich schon lange keine Berechtigungen mehr auf den ehemaligen Compuserve-Server habe. Dies soll nur eine kleine Warnung sein. Was man ins Internet stellt, kann man praktisch nicht mehr zurücknehmen. Ich wundere mich zwar, dass die Seiten nicht schon längst einer Aufräumaktion zum Opfer gefallen sind. Aber so ist es einmal. Vielleicht werde ich einmal eine bereinigte Fassung als historisches Dokument auf meine aktuelle Homepage stellen.
Aber es sind Momente wie diese, in denen man an eine Vergangenheit vor zehn Jahren erinnert wird, die plötzlich ganz präsent erscheint.
Ich weiß nicht einmal mehr, mit welchem Werkzeug ich die Homepage erstellt habe:)
Nachtrag:
Stimmt ja gar nicht. Das war schon die zweite Version der Homepage, wie ich aus der Einleitung: "Nicht viel hat sich geändert" entnehmen kann. Die erste Version muss schon um 1993 gewesen sein. Von der gibt es allerdings wirklich nichts mehr:)
steppenhund - 11. Sep, 22:05


