Spätestens seit dem Film
Sideways sollte das Verhältnis der Weintrinker zu den Frauen geklärt sein. Während der Pinot-Noir-Trinker die Frauen versteht, kommt der Cabernet-Sauvignon-Trinker zum Abschuss.
Da ich langsam mit den "Weibern" nichts mehr anfangen kann, richtet sich mein Geschmack folglicherweise immer mehr am Pinot Noir aus.
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Was macht jemand, der seit 8:30 in der Früh "etwas G'scheites" hackelt und total groggy zuhause noch eine Weßwäsche einwirft, um sich noch bis zum Gewaschensein derselben aufrecht zu halten, damit das Aufhängen der bügelfreien Hemden noch zeitgerecht erfolgen möge? Er geht zum Wirt'n um die Ecke.
Dort verzehrt er einige Male im Monat ein durchaus köstliches Mahl und nimmt in der Regel ein spanisches Weinderl zu sich. Heute war es allerdings der heimische Pinot Noir aus dem Nachbarort, der - für Restaurantpreise gesehen - moderat mit 18 € die Flasche zu Buche schlägt.
Die Überraschung findet sich
dort:
Der genossene Trank findet sich nämlich wertungsgleich mit der gleichartigen Rebe vom Schloss Halbturn als bester Österreicher auf Platz 4. Das ist ziemlich cool, finde ich. Da lasse ich gemütlich ein Achterl nach dem andern den Schlund hinunterrinnen, finde auch dass der 2005er doch wesentlich interessanter als der 2004er schmeckt, und stelle plötzlich fest, dass ich einen hochgelobten Wein trinke, der dazu noch aus der Nachbarschaft stammt.
Vielleicht gehe ich sogar - ohne es zu wissen - jeden Tag an den Weinstöcken vorbei.
Was für eine Überraschung.
Das nenne ich Wohn- und Lebensqualität. Da fühle ich mich als mein eigener Prinz:)
- auch ohne Jagd -