Essen und Trinken

Mittwoch, 14. Oktober 2009

Himmel und Erde

Bei Kitty Koma gibt es neuerlich einen Beitrag über das Essen, bzw. über die fehlende Lust am Essen.
Dies erinnert mich daran, dass meine Lust am gepflegten Speisen nach wie vor ungebrochen ist.
Nachdem ich allerdings schon so viel und auch so gut gegessen habe, schleicht sich bei manchen Gerichten eine gewisse Fadesse ein. Lese ich beispielsweise "Zander" auf der Speisekarte, werde ich das sicher nicht bestellen, weil es mir einfach zu fad und wiederholt vorkommt. Es gibt allerdings andere Gerichte, die ich gerne immer wieder esse. (Da gehört durchaus auch Wiener Schnitzel dazu:)
Ein Gericht habe ich aber zum ersten Mal vor zwei Jahren an einem geselligen Bloggerabend gemeinsam mit Dr. Schein kennengelernt, das Titelgericht. Schon damals hat es mir vorzüglich gemundet. Letzte Woche allerdings bekam ich es in einer absolut traumhaften Variante:
Himmel und Erde: Kartoffel- und Apfelbrei mit gebratener Leber- und Blutwurst, Speck und Zwiebeln 7,50. So angeboten in einer Gastwirtschaft, die sich sinnigerweise Kartoffelküche nennt.
Das war sooo gut*. ich hätte glatt noch eine Portion essen können.
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Von Frau Columbo habe ich jetzt auch den Hintergrund erfahren: eigentlich handelt es sich in erster Linie um Kartoffeln (obwohl ich selbst ja lieber Erdäpfel dazu sage) und Äpfel. Die einen wachsen in der Erde, die anderen im Himmel.
Also ich freue mich schon auf die nächste Gelegenheit in 2 Wochen. Das Lokal ist nicht einmal 100m von meinem Hotel entfernt.
gut! Auf österreichisch schmeckt etwas nicht lecker sondern gut oder sehr gut oder ausgezeichnet. Oder halt sooo gut.
Lecker hat mich persönlich immer abgestoßen, obwohl gegen das Wort wohl nichts einzuwenden ist.
Vielleicht weil die Assoziation mit Lecken weniger sinnvoll erscheint als Beißen, Kauen und Goutieren.

Freitag, 21. August 2009

Schönheitsideal

Da ich gestern in der Sauna war, hatte ich wieder einmal Gelegenheit, ästhetische Betrachtungen anzustellen.
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Aber letztlich lasse ich es bleiben.
In einer Saunakammer war ich beileibe nicht mehr der Dickste, aber bei meinen Betrachtungen ist mir aufgefallen, dass ich wenigstens einem Schönheitsideal entspreche:

Weil sich mein Hirn nicht mehr so richtig bis zum Schwanz bewegen will, erfüllt mein Bauch die Bedingung, dass er so groß wie mein Hirn ist.
Damit kann ich mich jetzt auch ganz gut trösten...

Mittwoch, 19. August 2009

für ganz spezielle Leute ...

ist dieser Beitrag.
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Mosbach empfiehlt Kalbskopf. Vortrefflich. In einer ähnlichen Kategorie wie bei Obauers, obwohl er dort noch etwas raffinierter war. (bei Obauers gab es das Rezept ala Dr. Baur.)
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Und die gefüllte Wachtel mit Kalbsnieren war exquisit.
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Ja, Frau R., jetzt gilt es die Zeit der ersten Septemberwoche einzuplanen. Dienstag oder Mittwoch, allenfalls auch der Donnerstag böten sich an. Dazu gibt es noch einen dritten Herrn in der Runde, der sehr vergnüglich ist.
Gnihihi!

Mittwoch, 13. Mai 2009

T2, T17, T8

Manchmal werde ich gefragt, ob mir nicht die Reisen abgehen würden. Bekannterweise fliege ich nur mehr sehr ungern und mein Job ist durchaus mit Aufträgen in den umliegenden Ländern ausgelastet.
Russland geht mir nicht ab. Doch die Asienreisen hatten etwas Besonderes. Ich war gerne in (Rot)-China, Taiwan, Hongkong, Thailand, Singapur, Malaysia und nicht zuletzt Japan.
Auf diesen Reisen stellte sich bei mir ein vollkommen anderes Lebensgefühl ein und da schwingt noch heute eine gewisse Wehmut mit.
Ein bisschen davon kann man sich zurückholen, wenn man das Tsingtao in der Gerstnerstraße im 15. Bezirk besucht, - gleich hinter dem Westbahnhof, mit U3 und U6 gleichermaßen gut zu erreichen. Dieses Lokal war schon vor über 25 Jahren dafür bekannt, dass es als erstes Wiener chinesisches Lokal Dim Sum servierte. Diese heiß gedämpften Kleinigkeiten in Bambuskörben. die übereinander geschichtet ein Multitasking-Kochen ermöglichen, habe ich zuerst in Hongkong, eigentlich eher Kow-Loon, kennen gelernt. Dort waren sie damals die gängigen Lunch-Gerichte, die schnell genossen werden konnten.
Aber es geht nicht nur um das Essen und dessen Geschmack. Das Tsingtao ist auch dafür bekannt, dass man dort mehr Chinesen als Österreicher unter den Gästen antrifft. Und das ist ein erstklassiges Gütesiegel.
Chinesen erscheinen oft als eher ruppig, was die Sprache angeht. Keinerlei Verbindlichkeit, auch Bitten oder Dankeschöns wirken wie ein militärisches Kommando, wenn Chinesen versuchen Deutsch zu sprechen. Wenn allerdings am Nebentisch 15 erwachsene Chinesen und Chinesinnen, sowie am Nebentisch noch einmal7-8 Kinder offensichtlich ein Festmahl verspeisen, so bekommt man trotz der rauhen Sprache einiges von der Fröhlichkeit und Herzlichkeit mit, die am Tisch herrscht.
Wenn die Zeit günstig ist und ich am Westbahnhof zu tun habe, besuche ich gerne das Tsingtao auf ein Abendessen. Es schmeckt super, Dim Sum ist leicht und beschwert den Magen auch am Abend nicht, und das Lokalkolorit lässt mich in Erinnerungen eindringen, die durchaus positiv besetzt sind.
Ich kenne drei andere chinesische Lokale in Wien, die ich ebenfalls empfehlen könnte, aber nicht mehr! Der Rest hat in meinen Augen nämlich nichts mit chinesischer Küche zu tun.
Was die Kurzbezeichnungen bedeuten, darf jeder selbst herausfinden:)

Dienstag, 13. Januar 2009

Reisen bildet

Ein bisschen französisch sollte man schon können, um mit diesen neuartigen Gadgets umgehen zu können. Aber die Idee und Umsetzung ist großartig.
Spitzenweine kommen direkt aus dem USB-Stick.

Prost!

Das "anständige" Mittagessen

Da ich heute abend noch ausgehe, wollte ich das Mittagessen ausfallen lassen. Ein Kollege empfiehlt mir eine bestimmte Schokolade.
Frau Frogg hat ja vor einigen Tagen über Ragusa geschrieben. So etwas scheint es auch in Deutschland zu geben. Der Discounter Aldi verkauft eine Schokolade mit hohem Traditionswert: Roser-Moth. (Natürlich Moser-Roth, wie Herr Ramirer richtig angemerkt hat.)
Natürlich kann ich bei einer mitgebrachten Schokolade nicht nein sagen. Vier von den fünf einzeln verpackten Täfelchen der Caramel-Schokolade sind schon verzehrt.
Schmeckt!

Freitag, 2. Januar 2009

Alt werde ich

Heute bin ich versetzt worden. "Du sag, heute fühl ich mich gar nicht gut. Muss erst den Jahreswechsel aufarbeiten. Bin nicht mehr die Jüngste." Sagt sie, eine der besten Freundinnen, die ich schon 25 Jahren kenne, obwohl sie gestern vorgeschlagen und auf heute verschoben hat. Reigen im Volkstheater und Abendessen war schon vorbereitet.
Frau Columbo trifft sich mit einer Freundin, die früher ums Eck gewohnt hat, aber jetzt einen Tagesausflug rechtfertigt.
Früher wäre ich in die Stadt gefahren. Heute bin ich schon so bequem. Aber ich nehme die Gelegenheit wahr und besuche ein neu eröffnetes Lokal praktisch ums Eck. Ein griechisches Lokal, welches einen Italiener ablöst, der nicht besonders gut gegangen ist.
Noch keine Speisekarte hängt draußen. Ich schaue von außen hinein. Ein paar Leute sitzen drinnen. Ich betrete das Lokal. Raucher oder Nichtraucher. Als Nichtraucher werde ich in den hinteren Teil des Lokals geführt, wo in einem großen Saal ein Pärchen sitzt. Ich vermute, dass es Russen waren. Später kam noch ein österreichisches Pärchen dazu.
Durch den großen Saal erinnere ich mich. Das Lokal hieß früher "Zum Pferscha" und war ein durchaus beliebtes Wirtshaus, das vor allem an Wochenenden zu Mittag voll besetzt war. Es fungierte auch als Clublokal für manche Vereine und war auch als Wahllokal in Funktion. Ich glaube, dass ich dort zweimal gewählt habe. Mit meinen Eltern waren wir noch essen dort.
Das Interieur und die Speisekarte ist sehr edel gehalten. Für 2 Euro Gedeck darf man sich das auch erwarten. Die Weinkarte ist noch nicht gedruckt, die Beratung selbst geht über einen Chardonnay nicht hinaus: "Sie wissen eh, wie der Chardonnay ist."
Eine ältere Dame spielt Platzzuweiserin, sie dürfte Österreicherin sein, vielleicht ist sie mit einem Griechen verheiratet. Die Kellnerin ist Griechin. Sehr bemüht und freundlich, sie sieht auch nett und sympathisch aus. Allerdings scheint sie nicht wirklich aus der Gastronomie zu kommen.
Die Karte ist wirklich reichhaltig. Ich bleibe aber ganz konservativ und bestelle eine Gemüsesuppe und einen Fisch, den ich mir aus der Eistruhe aussuche. Es ist eine Zahnbrasse.
Als Aperitiv trinke ich einen Ouzo. Im Gedeck gibt es Weißbrot, Olivenöl und eine Olivenpaste.
Von der Suppe bin ich enttäuscht. Sie ist versalzen. Ich sage auch: "sehr salzig", als ich gefragt werde, wie sie mir geschmeckt hat. Beim Fisch sage ich nichts. Obwohl mir das Öl, in der gebraten wurde, nicht zusagt. Es schmeckt sehr olivig, was an sich nichts Schlechtes ist, doch bei Olivenöl gibt es bei uns wirklich kein schlechtes Öl zuhause. Da bin ich verwöhnt. Ich koche mit Distelöl oder mit Erdnußöl, doch wenn ich einmal Olivenöl verwende, dann ist es eins, was mindestens 9.99 Euro kostet, meistens mehr. Oder Frau Columbo hat eines eingekauft. Was sie einkauft, ist auch nicht gerade billig.
Aber so ein Öl war es nicht. Es hat den Geschmack des Fisches ungünstig verfremdet. Die Erdäpfel und der Spinat mit Zwiebeln hingegen waren ganz ok. Der Teller sehr groß und auch sehr schön angerichtet.
Der griechische Kaffee war wie erwartet - das heißt auch sehr gut. Das Wasser war hervorragend. Also kalt und geschmacklich gut. Ich habe mir verkniffen zu fragen, wie sie das mit dem Wasser machen. Es ist besser, als das, was bei uns aus der Wasserleitung kommt. Ich werde wohl auch einmal einfach an der Theke einen Ouzo schlürfen. Vielleicht entwickelt sich das Lokal zum Geheimtipp, vielleicht dümpelt es nur eine Zeitlang vor sich hin. Sie bemühen sich. Aber billig ist es nicht, daher bin ich da schon eher kritisch. Ich habe mit Trinkgeld 35 Euro gezahlt. Dafür komme ich normalerweise Bauch reibend aus dem Lokal.
Ich werde wieder schreiben, wenn ich sehe, dass es sich gut entwickelt. Immerhin kam der Koch einmal prüfend heraus und wollte wohl wissen, wem die Suppe zu salzig war.
Der griechische Tafelwein war ok.
Ich bin auch nachher nicht mehr in die Stadt gefahren, obwohl mich der Besuch eines Nachtkinos wie am Anfang der Margaretenstraße schon gereizt hätte.
Ich werde halt alt. Nein ich bin es schon.
Zuhause habe ich mir dann als Dessert noch Schubert, Dvorak und Wagner kredenzt. Aus den neuen Notenstücken, die ich geerbt habe. Da gibt es Sammelbände "Excelsior", in denen Salonstücke und ernste Stücke sich wie Kraut und Rüben abwechseln. Ach ja, eine Carmen-Suite gibt es da auch noch.
Dafür bin ich noch nicht zu alt.

Sonntag, 30. November 2008

Hemden im Rohr, Rindsbraten in der Waschmaschine

oder war es anders herum?

Sonntag, 9. November 2008

P.P.P.P.S 2:00 früh

Ja, jetzt ist das Reh endgültig gehäutet, ausgelöst, mariniert. Die Käse-Wantan sind auch schon vorgebacken.
Jetzt fehlt nur mehr für morgen das scharfe Anbraten und das Backrohr. Genügend Saft zum Beträufeln habe ich
2 kg Erdäpfelschälen warten auf mich. Es soll ein Super-Erdäpfelpüree werden. (Eines mit Schlagobers statt mit Milch.) Und mit viel Muskatnuss. Trüffel habe ich keine, die täterte ja noch dazu gehören.
Die Beilagen macht Frau Columbo. Die ist für das Gesunde zuständig.
Schnitzel parieren und panieren und abbraten ist da eher ein Kinderspiel.
Die letzte Keule habe ich als ganzes gemacht, da war weniger Arbeit von Nöten. Ich bin schon gespannt, wie das morgen (ist eigentlich heute) wird.
Puh, ich bin jetzt ganz schön müde...

Samstag, 8. November 2008

zu spät begonnen - PPPS

In einem Rezept lese ich nun, dass die Rehkeule zwei Tage mariniert gehört.
Ich werde es trotzdem versuchen, auch wenn nur ein Tag zur Verfügung steht.

P.S.
Auf geht's in die Küche, um das Supperl zu kochen. Leider muss ich mir dort den norwegischen Klassiksender versagen. Also werde ich mir den Loriot-Wagner geben.

P.P.S.
Das Supperl schmeckt schon ausgezeichnet. Da kommen dann morgen noch Käse-Wantans als Einlage hinein.

Am Reh arbeite ich nach dem James Bond weiter, den ich mir jetzt zusammen mit dem jungen Ehepaar gebe.

P.P.P.S.
Der James Bond hat gefallen. Jetzt geht es mit dem Reh weiter und mit der Suppeneinlage.
Daneben backt die junge Frau Nicht-mehr-H. eine ihrer berühmten Torten für das morgige Fest.

:

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