Essen und Trinken

Sonntag, 22. Juni 2008

Allein

Heute habe ich etwas für meine Verhältnisse ziemlich Merkwürdiges getan: ich habe gekocht - und zwar für mich allein. Das ist noch nichts Besonderes, obwohl ich sonst in solchen Fällen eher essen gehe. Aber zwei Koteletts mussten abgebraten werden. Frau Columbo hatte gestern vor ihrer Abreise keinen Appetit mehr.
Ich habe aber nicht nur die Koteletts gemacht sondern auch ein Letschogemüse dazu (nicht aus der Tiefkühlpackung) und heurige Erdäpfel. Außerdem habe ich mir so aufgedeckt, wie ich es sonst nur bei Gästen mache.
Bevor ich mich hinsetzte, habe ich noch das Hunderl versorgt. Spazierengehen gibt es nach dem Essen.
Strohwitwer war ich schon einige Male und früher haben ja auch meine Reisen länger gedauert. Das Gefühl der Besonderheit rührt von wo anders her:
ich fühle mich mitunter alt, will aber noch vieles tun. Ich stelle mir vor, dass die Disziplin bei der Esskultur etwas sein könnte, woran ich mich anhalten werde, wenn ich einmal wirklich alt sein werde.
Ordentlich zum Essen anziehen und das Essen entsprechend zelebrieren, selbst wenn es nur Schonkost sein sollte.
Dies ist eine Haltung, die ich früher sehr stark belächelt habe, daher fällt es mir jetzt so auf.

Dienstag, 3. Juni 2008

Was gehen mich Minarette an?

Sie dürfen bauen, was sie wollen. In Wirklichkeit sind wir schon längst überrannt. Wien war doch die Stadt, die für ihre Eitrige mit an Buckel und a 16er-Blech bekannt war.
Für Nichtwiener, es handelt sich um eine Burenwurst (um a Haße), die man beim Würstelstand bekommt.
Mittlerweile gibt es weder beim Bahnhof Wien-Mitte, noch beim Westbahnhof, noch in Liesing einen Würstelstand. Ziemlich gut eingerichtete Döner-Kebab-Stände haben übernommen.
Ja, man bekommt noch eine Käse-Krainer, doch heute habe ich entdeckt, warum sie zhwar gut, aber doch anders schmeckt. Es ist eine Puten-Käse-Kreiner, so wie alle Würsteln aus Pute gemacht sind. Schwein ist out. Das ist sogar vielleicht meiner Gesundheit zuträglich, Pute ist sicher gesünder als Schwein.
Aber was gehen mich Minarette an, wenn ich auf meine "Haße" verzichten muss.

Samstag, 31. Mai 2008

Der Auflauf ist im Rohr

Etwas Öl, Butter, Erdäpfel, Zwiebel, Zuccini, Lauch, Salz, Pfeffer, Zitrone, Muskat, Thunfischstreifen, Käse, Messwein aus Gobelsburg.
Egal, wie es wird, ganz schlecht kann es nicht sein.
In 25 Minuten werde ich es wissen. Schmatz!

Samstag, 24. Mai 2008

Scheitern - Scheiterhaufen - Apfelstrudel

Nach Walküres Beitrag gab es kein Halten mehr. Ein Apfelstrudel musste produziert werden. Ich war guter Dinge und voll der Hoffnung, dass es ein fulminanter Strudel werden würde.
Die Zutaten waren heute nachmittag durch ein Kilo saure und feste Äpfel sowie einem Strudelteig aus dem Tiefkühlfach komplettiert worden. Am Rande sei erwähnt, dass man durch den so erworbenen Teil wirklich die Zeitung lesen kann. Allerdings sind es vier Blätter statt einem.
Die extra zurechtgelegte Zitrone vergass ich zu saften, durch die Zugabe von Rum, in dem die Rosinen eingelegt waren, hoffte ich, dieses Defizit ausgleichen zu können.
Alles lief prima mit Teig und Fülle. Die Äpfel ließ ich etwas grob. (Was im Endeffekt ganz ok war.)

ApfelstrudelFuellen

Als ich die Fülle großflächig verteilte, war noch alles in Ordnung.
Nach der Anleitung auf der Strudelteig-Packung sollte man zwei Blätter auf Leinen und Mehl auflegen, getrennt durch zerlassene Butter. Das erschien mir noch sehr kongruent mit Walküres Rezept. Die Blätter waren aber zu klein, um die ganze Fülle aufzunehmen, also tat ich noch die restlichen zwei Blätter drauf und darauf kam dann die restliche Fülle.
Das war ziemlich dumm von mir, denn ich hätte schon wissen können, dass man dann das Strudeln bzw. Einrollen mit Schwierigkeiten behaftet sein könnte. (Nachdem ich mich aber sooft verteidigen muss, dass Mathematik doch etwas fürs reale Leben ist, kann man mir jetzt keinen Vorwurf machen. Als Mathematiker hätte ich die Schwierigkeiten, die sich auf tün würden wissen können. Aber die Mathematik kann man ja zu nichts brauchen!)

ApfelstrudelDisaster

Selbst die Kamera weigerte sich, das Disaster scharf aufzunehmen.
Als ich jedenfalls den Strudel zusammenrollte, gab es ein Disaster. Es kommt dazu, dass es meine erste Erfahrung mit Strudelteig war. Der Blätterteig, den ich sonst verwende, ist viel geduldiger.
Am Bild kann man ersehen, warum ich das Gericht interimistisch als Scheiterhaufen Brunner Art umbetitelte.
Aber letzten Endes war das, was aus dem Backrohr heraus kam, schon wieder viel Strudel-ähnlicher.

ApfelstrudelAusDemRohr

Die beste aller Schwiegertöchter wurde eingeladen. Frau Columbo aß sogar zwei Stücke, sodass für Morgen etwas weniger als eine Hälfte Strudel bleibt.
Ich habe jede Menge Tipps an mich, die ich beim nächsten Mal beherzigen werde, doch für den Anfang war es weder Scheitern noch Scheiterhaufen sondern ein waschfester Strudel, der so schmeckt, wie ich es mir vorstelle. Der Anschnitt ist etwas unregelmäßig, wie nicht anders zu erwarten war.

ApfelstrudelFinal

Aber wenn einmal Frau Columbo zwei Stück isst ...
Danke an die Anregung aus dem Blog!

Nasser Hund, Katzenpisse, Foxton ...

Woran denkt man dabei?
Keine unbedingt erstrebenswerten Aromen. Sie können aber auftreten bei ....
Mehr darüber gibt es in einem erfreulichen Thema morgen, wenn ich die zugehörigen Fotos schießen kann. Heute war ich leider ohne Kamera unterwegs.

Foxton

Samstag, 10. Mai 2008

rote Früchte

Während dort über die richtige Bezeichnung diskutiert wird, freue ich mich darüber, dass es mir nach ganz kurzer Vorankündigung auch möglich war, für die eintreffende Tochter ein rasches Abendgericht zu verfertigen.

Spaghetti

Und so standen in zwanzig Minuten Spaghetti Bolognese auf dem Tisch - mit reichlich Paradeisern.
Die Frau am Bild ist übrigens nicht meine Tochter sondern Frau Columbo, die sich im Normalfall ja im nicht einsehbaren Bereich befindet.

Sonntag, 4. Mai 2008

mein erstes Reh

Ich glaube, dass ich heute das erste Mal Wild gemacht habe. Jedenfalls kann ich mich nicht an das letzte Mal erinnern. Frau Columbo bekam von einer Arbeitskollegin eine Rehschulter. (8€ ist wohl ein besonders guter Preis für ca. 1,25 kg Knochen und Fleisch) Wir sind zu viert sehr gut satt geworden.
Zubereitung:
Eingestrichen mit einer Paste aus:
Pfeffer,
Ingwer,
Kreuzanis,
Kurkuma,
Sesamöl
-
Angebraten im Bräter, dazu musste ich erst einmal den Vorderlauf verbiegen. Danach offen ins Rohr, 45 Minuten bei 160 Grad, mit Brühe aufgegossen und drei halbierte, angeröstetete Zwiebeln dazu gegeben. Lorbeerblätter.
Nach 45 Minuten auf 80 Grad gedrosselt und dann noch 2,5 Stunden im Rohr gelassen. Alle Stunden aufgegossen.
-
Das Fleisch war total zart, löste sich wunderbar vom Knochen. Es schmeckte so, wie ich mir Reh erwarten würde und keiner hat nachgesalzen, obwohl ich überhaupt kein Salz verwendet hatte. Interessant nicht?
Dazu gab es Erdäpfel, Karotten und Lauchgemüse.

Jetzt soll Frau Columbo einmal fragen, ob sie noch mehr Wild aus dieser Quelle beziehen kann:)

Mittwoch, 23. April 2008

Nachlese 3 - Dobostorte

Die Dobostorte (ungarisch: dobostorta) ist eine ungarische Torte, die aus sechs Schichten Biskuit und Schokoladen-Creme sowie einer Karamell-Glasur besteht.
Erfinder der Dobostorte ist der ungarische Konditormeister József Dobos. 1885 entwickelte er das Rezept mit der Absicht, eine Torte zu schaffen, die bei der damaligen Kühltechnik mindestens zehn Tage ihre Form bewahren und genießbar sein sollte. 1895 veröffentlichte Dobos das Rezept. Nach diesem Originalrezept wird sie noch heute in Ungarn hergestellt.
Dem Schaffen József Dobos’ widmet sich das Konditoreimuseum Dobos in Szentendre.
[Quelle: Wikipedia]
Zur Hochzeit darf meine Tochter keine Torte backen, daher hat sie noch einmal bei der Verlobung zugeschlagen.
Bei der Arbeit


Dobos-Herstellung

Schon eigentlich fertig:

Dobostorte

Und richtig fertig ist sie dann, wenn bereits genossen wird.

DobosAnschnitt

Samstag, 19. April 2008

Das Fest hat begonnen ...

Alle Hauptgäste sind eingetroffen und stehen herum. Die Bowle wird ausgeschenkt.
Der steppenhund hat etwas Seitenstechen und muss sich kurz hinsetzen.
Weitere Berichte folgen...

P.S.
Verhungern werden wir nicht!

Montag, 24. März 2008

Der Rindsbraten ist im Rohr

Schon ein Jammer, wenn man an einem Feiertag so früh aufstehen muss wie sonst. Und morgen noch früher - da geht's ab nach Düsseldorf.
Aber irgendwie macht es ja auch Spass. Und es ist ein gutes Gefühl, wenn der Braten fertig gespickt, angebraten und wohlbehalten im Rohr landet.
Heute probiere ich einmal 30 Minuten 200°, 30 Minuten 160°, 2,5 h 80°.
Das sollte eigentlich gut werden...

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