Zwetajewa, Rilke und das Verblassen
Ich finde zufällig einen Eintrag und komme zu der Schlussfolgerung, dass Bloggen blöd ist.
Oder vielleicht öffentliches Bloggen.
Es gibt Menschen, mit denen der schriftliche Austausch, mehr an Ehrlichkeit vermitteln kann, als sie im persönlichen Treffen ausgetauscht werden kann. Mitunter ist es genau umgekehrt. Aber für jeden Menschen, der genau das versteht, was ich ausdrücken möchte, gibt es zehn, die es nicht nur nicht verstehen sondern sogar missverstehen.
Es wäre also besser, die Öffentlichkeit einzuschränken.
-
Dann frage ich mich: ich lese aber auch wo anders. Etwas gefällt mir oder ich verwerfe es. Oder ich denke, dass ist nicht das Beste, was sie oder er geschrieben hat. Manchmal klingt es schlecht, aber es vermittelt mir einen Gedanken.
-
Lebe ich von den Kommentaren?
Vielleicht habe ich davon gelebt. Ich stelle fest, dass ich nicht mehr verärgert bin, wenn auf einen Eintrag, der zweifellos Antworten nach sich ziehen müsste, nichts höre. Das Blog besticht durch seine grafische Gestaltung. Ich kann mir aber auch auf meinem Rechner zuhause ein Wiki einrichten. Ich kann alles so gestalten, wie ich möchte. Brauche ich die Rückkopplung?
-
Die Antwort ist ja und nein. Gerade trinke ich einen herrlichen Rioja und möchte ihn nicht missen. Aber ich bin nicht abhängig davon. Ich trinke zur Zeit sehr wenig Alkohol und er geht mir nicht ab, obwohl ich früher viel früher getrunken habe.
-
Ich liebe die Bestätigung, den Applaus. Brauche ich ihn? Ich habe das einmal gedacht. Ich brauche ihn nicht mehr. Ich habe vermutlich schon die Bestätigung der Rache bekommen. Leute, die mich der Unsportlichkeit geziehen haben, sind schon tot. Verstorben in einem Alter, das ich noch erlebt habe.
-
Früher habe ich noch regelmäßig Leute angerufen, die ich zwei Jahre nicht gesprochen hatte. Bekannte aus der Vergangenheit. Ich bin der festen Überzeugung, dass es sich lohnt, jede Beziehung, die man je hatte, am Leben zu erhalten. Das sehen nicht alle Menschen so.
-
Wenn die anderen Menschen recht haben und ich falsch liege, dann beuge ich mich der demokratischen Mehrheit. Dann verstumme ich eben. Es gibt so viele, die zu mir sprechen.
-
Ich werde zuhören.
Nachtrag: auf Wunsch den Kommentar wieder freigegeben.
Oder vielleicht öffentliches Bloggen.
Es gibt Menschen, mit denen der schriftliche Austausch, mehr an Ehrlichkeit vermitteln kann, als sie im persönlichen Treffen ausgetauscht werden kann. Mitunter ist es genau umgekehrt. Aber für jeden Menschen, der genau das versteht, was ich ausdrücken möchte, gibt es zehn, die es nicht nur nicht verstehen sondern sogar missverstehen.
Es wäre also besser, die Öffentlichkeit einzuschränken.
-
Dann frage ich mich: ich lese aber auch wo anders. Etwas gefällt mir oder ich verwerfe es. Oder ich denke, dass ist nicht das Beste, was sie oder er geschrieben hat. Manchmal klingt es schlecht, aber es vermittelt mir einen Gedanken.
-
Lebe ich von den Kommentaren?
Vielleicht habe ich davon gelebt. Ich stelle fest, dass ich nicht mehr verärgert bin, wenn auf einen Eintrag, der zweifellos Antworten nach sich ziehen müsste, nichts höre. Das Blog besticht durch seine grafische Gestaltung. Ich kann mir aber auch auf meinem Rechner zuhause ein Wiki einrichten. Ich kann alles so gestalten, wie ich möchte. Brauche ich die Rückkopplung?
-
Die Antwort ist ja und nein. Gerade trinke ich einen herrlichen Rioja und möchte ihn nicht missen. Aber ich bin nicht abhängig davon. Ich trinke zur Zeit sehr wenig Alkohol und er geht mir nicht ab, obwohl ich früher viel früher getrunken habe.
-
Ich liebe die Bestätigung, den Applaus. Brauche ich ihn? Ich habe das einmal gedacht. Ich brauche ihn nicht mehr. Ich habe vermutlich schon die Bestätigung der Rache bekommen. Leute, die mich der Unsportlichkeit geziehen haben, sind schon tot. Verstorben in einem Alter, das ich noch erlebt habe.
-
Früher habe ich noch regelmäßig Leute angerufen, die ich zwei Jahre nicht gesprochen hatte. Bekannte aus der Vergangenheit. Ich bin der festen Überzeugung, dass es sich lohnt, jede Beziehung, die man je hatte, am Leben zu erhalten. Das sehen nicht alle Menschen so.
-
Wenn die anderen Menschen recht haben und ich falsch liege, dann beuge ich mich der demokratischen Mehrheit. Dann verstumme ich eben. Es gibt so viele, die zu mir sprechen.
-
Ich werde zuhören.
Nachtrag: auf Wunsch den Kommentar wieder freigegeben.
steppenhund - 8. Dez, 14:51
Ich gehöre zu jenen Menschen, die dann und wann frühere Beziehungen beenden.... und ich denke dass man manche sogar beenden muss... damit man sich selbst wieder weiterentwickeln kann.
Die Vergangenheit...
in der Tat, die Gefahr der Leichtfertigkeit besteht. Eine Beziehung wirklich zu beenden ist eine durchaus scharfe Waffe. Das ist eine Sache der persönlichen Integrität, dass man mit dieser verantwortlich umgeht.