Nicht für jeden
Im August habe ich sehr wenig Klavier gespielt. Jetzt bin ich angerufen worden, es wird noch etwas mit dem Brahms und dem Beethoven Kammermusik. Ich muss meine Finger also wieder etwas gelenkiger machen.
Zur Zeit habe ich große Affinität zu Beethoven. Viele kennen die Arietta aus der letzten Klaviersonate. Ja, das ist die mit dem jazzigen Einschlag.
Das für mich herausragendste Klavierwerk (Bestandteil einer Sonate, doch auch für sich allein bestehen könnend) ist das Adagio aus der Hammerklaviersonate. (Fortsetzung)
Ich kann mich noch erinnern, als ich es das erste Mal hörte. Ich war sehr ungeduldig, denn im Alter von 16 Jahren war ich viel mehr an der Fuge interessiert als an diesem Stück, das einen mehrfach glauben lässt, es wäre zu Ende. Und dann geht es wieder weiter.
12 dicht gedruckte Notenseiten, 16 Minuten Minimum. (Richter braucht 10:42 + 6:54 Minuten, also fast 18 Minuten.)
Wenn man es zu schnell spielt, fragt man sich, wann es endlich aufhört. Spielt man es ausreichend langsam, so wundert man sich: nanu, das ist ja schon der Schluss. Spielt man es nämlich langsam, hört und versteht man mehr. Jeder Takt wirft neue Fragen auf. Manche Figuren tauchen nur einmal auf, wieso ist das so?
-
Mit ein bisschen üben (ich habe den Satz schon einige Jahre nicht mehr gespielt) waren eineinhalb Stunden im Nu weg. Und ich war ausgelaugt, aber auch glücklich.
Für mich ist das Meditation. Eineinhalb Stunden auf genau eine Sache konzentrieren. Das ist doch purer Luxus.
Einspielen werde ich das höchsten für mich, weil ich es in zehn Jahren vielleicht nicht mehr spielen kann. Aber vielleicht spiele ich es einmal einem Besuch vor.
Zur Zeit habe ich große Affinität zu Beethoven. Viele kennen die Arietta aus der letzten Klaviersonate. Ja, das ist die mit dem jazzigen Einschlag.
Das für mich herausragendste Klavierwerk (Bestandteil einer Sonate, doch auch für sich allein bestehen könnend) ist das Adagio aus der Hammerklaviersonate. (Fortsetzung)
Ich kann mich noch erinnern, als ich es das erste Mal hörte. Ich war sehr ungeduldig, denn im Alter von 16 Jahren war ich viel mehr an der Fuge interessiert als an diesem Stück, das einen mehrfach glauben lässt, es wäre zu Ende. Und dann geht es wieder weiter.
12 dicht gedruckte Notenseiten, 16 Minuten Minimum. (Richter braucht 10:42 + 6:54 Minuten, also fast 18 Minuten.)
Wenn man es zu schnell spielt, fragt man sich, wann es endlich aufhört. Spielt man es ausreichend langsam, so wundert man sich: nanu, das ist ja schon der Schluss. Spielt man es nämlich langsam, hört und versteht man mehr. Jeder Takt wirft neue Fragen auf. Manche Figuren tauchen nur einmal auf, wieso ist das so?
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Mit ein bisschen üben (ich habe den Satz schon einige Jahre nicht mehr gespielt) waren eineinhalb Stunden im Nu weg. Und ich war ausgelaugt, aber auch glücklich.
Für mich ist das Meditation. Eineinhalb Stunden auf genau eine Sache konzentrieren. Das ist doch purer Luxus.
Einspielen werde ich das höchsten für mich, weil ich es in zehn Jahren vielleicht nicht mehr spielen kann. Aber vielleicht spiele ich es einmal einem Besuch vor.
steppenhund - 15. Aug, 13:52
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