Nachrichten
Wenn es mir darum ginge, Zeitungsnachrichten zu kommentieren, käme ich ja den ganzen Tag nicht weg vom Computer.
Heute nach einem gemütlichen Frühstück haben sich aber bei der Lektüre des Standard folgende nette Themen ergeben:
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Österreicher werden nach dem Einfluss von Bespitzelung gefragt. Jeder zehnte Österreicher fühlt sich überwacht. Es tritt auch die Forderung nach einem besseren Geheimdienst in Österreich auf.
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Cut
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Es wurde ein Italiener mit 50kg Eierschwammerln aufgegriffen. Die Beute wurde vernichtet. ("Am Ufer der Drau zertrampelt") Der Aufwand, sie an karitative Organisationen zu verteilen, ist zu groß.
Vernichtung von beschlagnahmtem, essbarem Gut halte ich nicht nur für unmoralisch, (obwohl in Österreich ja ganz sicher nicht gehungert wird) die Ausrede zeigt auch auf, dass es nicht genügend intelligente Polizisten oder Beamte geben kann, die einen besseren Geheimdienst konstituieren können.
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Cut
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Was überhaupt das Fassungsvermögen unserer Polizisten übersteigen dürfte, (aber damit haben sie an sich nichts zu tun, und viele andere dürften auch davon überfordert sein) ist eine Zeitspanne von 30 Millisekunden. Gut wir Österreicher wissen etwas mit 3 Hundertstelsekunden anzufangen, speziell wenn ein Schweizer um eben diese 0,03 Sekunden schneller gefahren ist als einer unserer Nationalhelden.
Dass dieser Zeitvorsprung allerdings bestimmten Banken hilft, sich (meiner Meinung nach unlautere) Wettbewerbe auf dem Aktienmarkt zu verschaffen, macht mich ganz schön betroffen.
Die Meldung findet sich nicht nur unter "HFT"*) im deutschsprachigen Teil des Standards, sondern in der englisch-sprachigen Beilage wird auch genau erklärt, was da abläuft.
So betrachtet ist es kein Wunder, dass große Banken mittlerweile wieder beste Gewinne einstreifen, während kleine und mittlere Banken bankrott gehen. (Ungefähr drei mal so viel heuer als im Vorjahr, wenn Lehman unterging.)
Wir blicken einem Bankenmonopolismus oder einer Bankentyrannei entgegen, deren wirtschaftliche und gesellschaftliche Auswüchse wir noch gar nicht ermessen können.
Ich wage zu behaupten, dass bei der Einführung der 30 Millisekunden kein Mensch daran gedacht hat, dass man innerhalb dieser Zeitspanne etwas wie "Insider-Trading" im großen Umfang durchführen kann. So schnell sind die Verbindungswege erst seit relativ kurzer Zeit.
Ich habe Vermutungen, wie sich die Zukunft dazu stellen wird, doch das blutigrote Bild will ich gar nicht erst ausmalen.
*) HFT: high frequency trading
Heute nach einem gemütlichen Frühstück haben sich aber bei der Lektüre des Standard folgende nette Themen ergeben:
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Österreicher werden nach dem Einfluss von Bespitzelung gefragt. Jeder zehnte Österreicher fühlt sich überwacht. Es tritt auch die Forderung nach einem besseren Geheimdienst in Österreich auf.
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Es wurde ein Italiener mit 50kg Eierschwammerln aufgegriffen. Die Beute wurde vernichtet. ("Am Ufer der Drau zertrampelt") Der Aufwand, sie an karitative Organisationen zu verteilen, ist zu groß.
Vernichtung von beschlagnahmtem, essbarem Gut halte ich nicht nur für unmoralisch, (obwohl in Österreich ja ganz sicher nicht gehungert wird) die Ausrede zeigt auch auf, dass es nicht genügend intelligente Polizisten oder Beamte geben kann, die einen besseren Geheimdienst konstituieren können.
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Was überhaupt das Fassungsvermögen unserer Polizisten übersteigen dürfte, (aber damit haben sie an sich nichts zu tun, und viele andere dürften auch davon überfordert sein) ist eine Zeitspanne von 30 Millisekunden. Gut wir Österreicher wissen etwas mit 3 Hundertstelsekunden anzufangen, speziell wenn ein Schweizer um eben diese 0,03 Sekunden schneller gefahren ist als einer unserer Nationalhelden.
Dass dieser Zeitvorsprung allerdings bestimmten Banken hilft, sich (meiner Meinung nach unlautere) Wettbewerbe auf dem Aktienmarkt zu verschaffen, macht mich ganz schön betroffen.
Die Meldung findet sich nicht nur unter "HFT"*) im deutschsprachigen Teil des Standards, sondern in der englisch-sprachigen Beilage wird auch genau erklärt, was da abläuft.
So betrachtet ist es kein Wunder, dass große Banken mittlerweile wieder beste Gewinne einstreifen, während kleine und mittlere Banken bankrott gehen. (Ungefähr drei mal so viel heuer als im Vorjahr, wenn Lehman unterging.)
Wir blicken einem Bankenmonopolismus oder einer Bankentyrannei entgegen, deren wirtschaftliche und gesellschaftliche Auswüchse wir noch gar nicht ermessen können.
Ich wage zu behaupten, dass bei der Einführung der 30 Millisekunden kein Mensch daran gedacht hat, dass man innerhalb dieser Zeitspanne etwas wie "Insider-Trading" im großen Umfang durchführen kann. So schnell sind die Verbindungswege erst seit relativ kurzer Zeit.
Ich habe Vermutungen, wie sich die Zukunft dazu stellen wird, doch das blutigrote Bild will ich gar nicht erst ausmalen.
*) HFT: high frequency trading
steppenhund - 3. Aug, 10:06
Heute kann bereits vom Weizenkorn im Spreucontainer gesprochen werden.