15
Dez
2013

Kindermund

Gestern und heute sind zwei Enkelkinder bei uns. Meine Frau bittet mich, ihnen das "Vampirspiel" zu erklären. Die Erklärung hat es in sich. Ich lese nach und entdecke, dass das Spiel für Kinder ab 10 ist.
Aber wir spielen es und der Jüngste, er ist 5 gewinnt. Und auch sonst haben die zwei keine Schwierigkeiten sind mit all den Schicksalskarten, Glückskarten und Ketchupflaschen zurecht zu finden.
Ich biete ihnen an, dass sie das Spiel mit nach Hause nehmen, weil es ihnen gut gefallen hat.
"Nein, das geht nicht!"
- "Warum nicht?"
"Unser Spielzeugschrank ist so voll, dass wir nichts mehr einräumen können. Wir müssten etwas anderes auspacken."
Das verstehe ich, aber es kommt noch ein Nachschlag:
"Und die Eltern verstehen das Spiel vielleicht nicht."
-
Anmerkung: beide Eltern sind Vollakademiker und ich würde zumindest meiner Tochter unterstellen, dass sie weiß, wie es zu spielen ist. Alle meine Kinder haben sehr viele Gesellschaftsspiele gespielt

ABER UNSERE ELTERN VERSTEHEN DAS SPIEL VIELLEICHT NICHT!

Nachtrag: ein paar Stunden später.
Ich habe mit meiner Tochter gesprochen. Sie hat dieses Spiel gespielt! :)
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lost.in.thought - 15. Dez, 12:11

Ich würde eher meinen,
dieser Satz heißt übersetzt:
"Ich spiel das Spiel lieber mit Oma und Opa !"
Ist doch eine schöne Sache...
LG
Lost

steppenhund - 15. Dez, 12:14

Nein, das stimmt so nicht. Die Eltern machen unheimlich viel mit ihren Kindern und sind weitaus bessere Eltern, als ich es für meinen Teil war. Meine Frau war aber auch als Mutter ganz exceptionell.
lost.in.thought - 15. Dez, 13:43

So warst nicht ganz gemeint ;-)
Mein Sohn drechselt zB unheimlich gern
mit meinem Vater.
Und obwohl ich auch drechseln kann,
wärs für ihn nicht das Selbe.
Es ist irgendwie eine spezielle
"Opa - Enkelkind - Sache" sozusagen...
KarenS - 15. Dez, 14:13

Die „heutigen“ Kinder sind Kinder der Technik. Ich kann es auch bei meinen Enkelkindern beobachten. Bevor die „Alten“ die Gebrauchsanweisung durchgelesen haben, sind die Kinder mit
dem Spiel längst fertig:-)

steppenhund - 15. Dez, 15:25

Das stimmt. Allerdings geht es bei den Spielen, die bei uns überhand nehmen, um nicht-elektronische oder nicht-Computer Spiele.
-
Nicht, dass es nicht genügend Computer im Haus gäbe. Aber die Kinder kommen gern zu uns, weil es sonst so viel zu spielen gibt.
-
Das ging gestern bis zum Ausräumen einer Vitrine, in der alle meine Reisemitbringsel stehen. Ich muss gestehen, dass es eine gute Aktion war, denn man schaut viel zu selten auf das, was man aufhebenswert gefunden hat.
Jossele - 15. Dez, 16:18

Dem letzten Satz kann ich nur zustimmen, haben wir doch auch eben ein Großelternwochenende hinter uns, allerdings mit einem vergleichsweise Winzling.

Unsere Tochter und ihr Partner sind wunderbare Eltern, aber Großeltern sind etwas anderes. Hat mit "Verstehen" einer Sache von irgendeiner Seite natürlich nicht wirklich etwas zu tun, weil Großeltern haben ja jetzt auch nicht irgendwelche geheimen Fähigkeiten, allerdings, schon ziemlich früh erlangen wir Sonderstatus, quasi "das Andere", und das ist ganz gut so.

Die Regale daheim ausräumen ist Alltag, die Regale bei den Großeltern, mit all den Steinen, Schwemmhölzern, Muscheln und Schnecken, das ist halt nur da, wie auch die anderen Spiele.

Kinder brauchen den Unterschied.
Die Wortwahl die dieses Bedürfnis zum Ausdruck bringt, die tät ich nicht überbewerten.

Teresa HzW - 17. Dez, 10:41

*kichernd*
in Erinnerung an ein ähnliches Erlebnis mit dem Opa meiner Nichten vor einer Woche... nur mit einem Unterschied: Meine Schwägerin saß daneben und hörte, was da aus Kindermund sprach, worauf es ihr erstmal die Sprache verschlug ;-) -
insofern dachte ich beim Lesen spontan daran und auch dasselbe wie das, was auch Lost.in.thought. schrieb.

Mit fröhlichem Advents[piel]-Gruß
Teresa :-)

Bubi40 - 18. Dez, 12:55

schön, in einer runde zu sein, in der eltern und großeltern noch mit den kindern resp. enkelkindern spielen ...
leider hat es davon immer weniger ... ein computer ist weitaus bequemer ...

steppenhund - 18. Dez, 14:58

Mit meinem Sohn habe ich mich mit dem Computer gespielt. Aber nicht Computerspiele, sondern wie man Betriebssysteme aufsetzt. Er selbst hat sich mit 3D-Darstellungen am Computer beschäftigt, als das noch nicht so leicht möglich war.
Und meine jüngere Tochter war Administratorin eines Inter-Forums, welches dazu benützt wurde, um Spieleabende zu organisieren oder auch so profane Dinge, wie Biwakieren im Winter auf der Rax.
Der Computer an sich ist nicht schlecht und kann auch spielerisch genützt werden.
Ich denke, dass meine Kinder eine sehr vernünftige Computerbenützung gelernt haben.
Die wesentliche Entscheidung passiert schon viel früher: nämlich dann, wenn die Kiner 1-3 Jahre alt sind und die Eltern sich die Zeit nehmen, vorzulesen.
Vorlesen --- "gut" -> gute Lesefähigkeit, Kreativität, gutes Vorstellungsvermögen.
Nicht Vorlesen --- "schlecht" -> beschränkte Lesefähigkeit, lustloses Lesen, Kreativität auf das Materialistische beschränkt, beschränktes Vorstellungsvermögen.
-
Das kann aber jeder halten wie er will...
Bubi40 - 18. Dez, 15:22

eigentlich wollte ich andeuten, dass immer weniger eltern sich der mühe unterziehen, sich mit ihren kindern zu beschäftigen ... zu spielen (ob mit oder ohne rechner), vorzulesen oder sich mit ihnen verbal auszutauschen ... will sagen, sie nehmen sich nicht mehr die zeit dafür, sondern überlassen dem computer diese für die entwicklung der kinder so wichtigen dinge.
ich bin zwar nicht so klug wie sie, und ich konnte demgemäß meinem sohn keine computersprache beibringen, er ist aber trotzdem ein guter "computerversteher" geworden, der die gesamte familie unterstützt. [ich bin nach wie vor ein computerembryo ... ;-) ]
mir bleibt also nur, es so zu halten ... ;-)))
bonanzaMARGOT - 18. Dez, 14:27

"nicht verstehen" kannn auch "nicht mögen" bedeuten.

steppenhund - 18. Dez, 14:53

Ja, aber wenn die Kinder meinen, dass die Eltern das nicht verstehen, ist da weder von "nicht mögen" noch von "nicht können" die Rede.
Es wird sehr lustig sein, die Tochter darüber aufzuklären, dass ihre Mutter das gleiche Spiel gespielt hat.
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