ich kann mich ja nicht zurückhalten
Aber ich verspreche es: die Frequenz der Beiträge wird abnehmen. Doch heute: ich pack es einfach nicht!
Frau Columbo, ihres Zeichens durchaus beliebte und begehrte Diplomkrankenschwester, durchaus im pensionsfähigem Alter, begehrt zu wissen, wieviel Pension sie bekäme, wenn sie jetzt in Pension geht und wieviel, wenn sie mit 65 geht.
Der Unterschied könnte bis zu 300 € ausmachen und da sie gerne arbeitet, würde sie durchaus noch bleiben. Nach einer heutigen Post würde ich ihr empfehlen: geh ins Pension, egal wieviel Du kriegst, pflege Garten, Enkelkinder, MICH aber vergiss das Land Niederösterreich.
Warum so:
nachdem eine ganz Reihe von Unterlagen bei der ersten Einsendung einfach verschwunden sind, wurden sie von der Behörde noch einmal angefordert. Dann gab es eine lange Pause. Dann wurde mitgeteilt, dass schon die Unterlagen unterwegs sind. Heute kamen die Unterlagen. Ein weiter auszufüllendes Formblatt. Ich bin ganz freundlich und werde morgen mit sanfter Stimme um Hilfe beim Ausfüllen fragen. Und ganz am Schluss werde ich fragen, warum dieses Formblatt erst heute eintrudelt und ob überhaupt geprüft wurde, ob Angaben daraus relevant sind.
Und vielleicht werde ich fragen, ob man absichtlich die Abwicklung so ratenmäßig, ineffizient und kundenverärgernd durchführt, um vielleicht ein paar Arbeitsplätze zu retten und die Wirtschaftlichkeit der PVA zusätzlich zu schwächen.
Dass irgendwo im letzten Absatz vermerkt ist, dass die Überweisung auf ein Girokonto getrennt beantragt werden muss, obwohl noch gar nicht feststeht, ab wann die Überweisungen überhaupt laufen sollen, ärgert mich als IT-Menschen so maßlos, dass die geneigten LeserInnen froh sein dürfen, momentan nicht in meiner Nähe zu sein.
Ich bin nämlich geladen. Das ist letzten Endes unser Steuergeld. Soll ich mir wünschen, dass die für diese Ineffizienz Verantwortlichen siech und pflegebedürftig werden, damit sie dann besonders lange auf die Krankenschwester warten müssen, weil eine, nämlich Frau Columbo, auf Anraten ihres Mannes, das Handtuch wirft.
Das deutsche Formblatt erinnert mich übrigens an die Formulare, die ich ausfüllen musste, um zur Lehre an der Uni Leipzig zugelassen zu werden. Darunter war gefordert: alle Meldezettel seit Geburt.
Ich habe das damals geleistet, obwohl ich drauf und dran war, den Kremplen hinzuschmeißen. Einer Sekretärin, die nichts dafür konnte, habe ich allerdings meinen Unmut offenbart.
"In den Zeiten, als ich 25 Wochen als persona grata in der DDR gearbeitet habe, bin ich kontrolliert, überwacht und bespitzelt worden. Die DDR-Behörden wussten besser, mit wem ich Bett war und wie oft als ich selber. Die wissen auch besser, wo ich überall gemeldet war, weil sie das ja systematisch ablegen. Ja was habe ich denn von der ganzen Überwachung, wenn sie das nachher noch einmal von mir hinterfragen. Sollen sie doch in den Archiven nachsehen. Ich unterschreibe jeden Revers, dass sie an meine Daten heran dürfen. Ich habe nichts zu verbergen. Aber ich will das nicht selber noch einmal zusammensuchen müssen."
Wie gesagt, die Sekretärin konnte nichts dafür und ich habe die Unterlagen dann auch geliefert.
Aber irgendwie geht mir die deutsche Bürokratie ja noch etwas mehr auf den Socken als die österreichische. Ich möchte nämlich gerne glauben, dass die besser sind als wir. Unsere Beamten sind doch theoretisch die dümmeren. Aber in dem typisch deutschen Bestreben, immer die Größten zu sein, sind die deutschen Beamten vermutlich noch viel dümmerer (zweites er ist Absicht) und bürokratischerer als unsere. Vielleicht, weil es ihnen an Humor mangelt.Vielleicht, weil sie wirklich dümmer sind.
Zivilcourage, gesunder Menschenverstand, eins-und-eins-zusammenzählen: das wäre doch einmal ein Wettbewerb. Besser als Fussball, besser als "Wetten dass", besser als "die Millionenfrage", besser als "Heute sage ich alles".
Was wäre das für eine Wette: "Ich wette, dass ich der dümmste Beamte Europas bin."
-
Und jetzt möchte ich wenigstens eine vernünftige Verteidigung von deutschen Beamten hören. Eine, der ich folgen kann, und eine, nach der ich auch gerne einige Formalismen entschuldige.
Also: bloggende Beamte, ihr seid dran!
Nachtrag:
Manche Personen glauben nicht, wie freundlich ich agieren kann, wenn ich innerlich koche.
Ich war wirklich ganz freundlich am Telefon, was angebracht war, da die Referentin nur eine Aufgabe in Vertretung übernommen hat. Sie erschien auch kompetent. Die Inkompetenz liegt eher im Workflow begründet, da sie keinen Zugriff auf den Akt hat, der irgendwo im Haus zum Einspeichern herumschwirrt.
Die technischen Fragen konnte sie mir beantworten. Immerhin ist sie jetzt die dritte Bearbeiterin, die sich mit dem Fall beschäftigt.
Was immer man daraus schließen mag. Denn mittlerweile dauert es wirklich schon sehr lange.
Frau Columbo, ihres Zeichens durchaus beliebte und begehrte Diplomkrankenschwester, durchaus im pensionsfähigem Alter, begehrt zu wissen, wieviel Pension sie bekäme, wenn sie jetzt in Pension geht und wieviel, wenn sie mit 65 geht.
Der Unterschied könnte bis zu 300 € ausmachen und da sie gerne arbeitet, würde sie durchaus noch bleiben. Nach einer heutigen Post würde ich ihr empfehlen: geh ins Pension, egal wieviel Du kriegst, pflege Garten, Enkelkinder, MICH aber vergiss das Land Niederösterreich.
Warum so:
nachdem eine ganz Reihe von Unterlagen bei der ersten Einsendung einfach verschwunden sind, wurden sie von der Behörde noch einmal angefordert. Dann gab es eine lange Pause. Dann wurde mitgeteilt, dass schon die Unterlagen unterwegs sind. Heute kamen die Unterlagen. Ein weiter auszufüllendes Formblatt. Ich bin ganz freundlich und werde morgen mit sanfter Stimme um Hilfe beim Ausfüllen fragen. Und ganz am Schluss werde ich fragen, warum dieses Formblatt erst heute eintrudelt und ob überhaupt geprüft wurde, ob Angaben daraus relevant sind.
Und vielleicht werde ich fragen, ob man absichtlich die Abwicklung so ratenmäßig, ineffizient und kundenverärgernd durchführt, um vielleicht ein paar Arbeitsplätze zu retten und die Wirtschaftlichkeit der PVA zusätzlich zu schwächen.
Dass irgendwo im letzten Absatz vermerkt ist, dass die Überweisung auf ein Girokonto getrennt beantragt werden muss, obwohl noch gar nicht feststeht, ab wann die Überweisungen überhaupt laufen sollen, ärgert mich als IT-Menschen so maßlos, dass die geneigten LeserInnen froh sein dürfen, momentan nicht in meiner Nähe zu sein.
Ich bin nämlich geladen. Das ist letzten Endes unser Steuergeld. Soll ich mir wünschen, dass die für diese Ineffizienz Verantwortlichen siech und pflegebedürftig werden, damit sie dann besonders lange auf die Krankenschwester warten müssen, weil eine, nämlich Frau Columbo, auf Anraten ihres Mannes, das Handtuch wirft.
Das deutsche Formblatt erinnert mich übrigens an die Formulare, die ich ausfüllen musste, um zur Lehre an der Uni Leipzig zugelassen zu werden. Darunter war gefordert: alle Meldezettel seit Geburt.
Ich habe das damals geleistet, obwohl ich drauf und dran war, den Kremplen hinzuschmeißen. Einer Sekretärin, die nichts dafür konnte, habe ich allerdings meinen Unmut offenbart.
"In den Zeiten, als ich 25 Wochen als persona grata in der DDR gearbeitet habe, bin ich kontrolliert, überwacht und bespitzelt worden. Die DDR-Behörden wussten besser, mit wem ich Bett war und wie oft als ich selber. Die wissen auch besser, wo ich überall gemeldet war, weil sie das ja systematisch ablegen. Ja was habe ich denn von der ganzen Überwachung, wenn sie das nachher noch einmal von mir hinterfragen. Sollen sie doch in den Archiven nachsehen. Ich unterschreibe jeden Revers, dass sie an meine Daten heran dürfen. Ich habe nichts zu verbergen. Aber ich will das nicht selber noch einmal zusammensuchen müssen."
Wie gesagt, die Sekretärin konnte nichts dafür und ich habe die Unterlagen dann auch geliefert.
Aber irgendwie geht mir die deutsche Bürokratie ja noch etwas mehr auf den Socken als die österreichische. Ich möchte nämlich gerne glauben, dass die besser sind als wir. Unsere Beamten sind doch theoretisch die dümmeren. Aber in dem typisch deutschen Bestreben, immer die Größten zu sein, sind die deutschen Beamten vermutlich noch viel dümmerer (zweites er ist Absicht) und bürokratischerer als unsere. Vielleicht, weil es ihnen an Humor mangelt.Vielleicht, weil sie wirklich dümmer sind.
Zivilcourage, gesunder Menschenverstand, eins-und-eins-zusammenzählen: das wäre doch einmal ein Wettbewerb. Besser als Fussball, besser als "Wetten dass", besser als "die Millionenfrage", besser als "Heute sage ich alles".
Was wäre das für eine Wette: "Ich wette, dass ich der dümmste Beamte Europas bin."
-
Und jetzt möchte ich wenigstens eine vernünftige Verteidigung von deutschen Beamten hören. Eine, der ich folgen kann, und eine, nach der ich auch gerne einige Formalismen entschuldige.
Also: bloggende Beamte, ihr seid dran!
Nachtrag:
Manche Personen glauben nicht, wie freundlich ich agieren kann, wenn ich innerlich koche.
Ich war wirklich ganz freundlich am Telefon, was angebracht war, da die Referentin nur eine Aufgabe in Vertretung übernommen hat. Sie erschien auch kompetent. Die Inkompetenz liegt eher im Workflow begründet, da sie keinen Zugriff auf den Akt hat, der irgendwo im Haus zum Einspeichern herumschwirrt.
Die technischen Fragen konnte sie mir beantworten. Immerhin ist sie jetzt die dritte Bearbeiterin, die sich mit dem Fall beschäftigt.
Was immer man daraus schließen mag. Denn mittlerweile dauert es wirklich schon sehr lange.
steppenhund - 26. Mai, 23:16
Von der Wiege bis zur Bahre....
selbst bei Asterix gab es mal eine Geschichte, die dieses Thema betrifft.
Ich musste z.B. ein halbes Jahr auf einen Bescheid von der Wohnbeihilfe warten, worin mir dann ein Betrag von € 2,30 zu gesprochen wurde....zuvor hatte ich alle geforderten Formulare x-mal gefaxt....
...seit Beginn dieses Monats warte ich auf eine erforderliche Untersuchung...wenn alles gut geht, findet sie heute statt!....
usw.....ich denke, Du wirst kaum jemand finden, der Dir zu diesen Phänomen eine Erklärung abgeben kann/will/wird ;-)