Es ist ein Kreuz mit dem Kreuz
Bei Elsa Laska findet sich ein Zitat von Natalia Ginzburg über die Kreuzfrage.
Ich zitiere es hier nicht, weil ich es a) nicht unterstützen möchte, b) es fraglich finde, ob die getätigte Schlussfolgerung wird vom Logischen her hält und c) weil es rein textuell ja nur eine persönliche Meinung ausdrückt.
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Zuvor sei gesagt, dass ich der Kreuzfrage (in Schulen) ziemlich leidenschaftslos gegenüberstehe. Ein nacktes Kreuz ist genauso ein Symbol wie die Sonne oder ein Dreieck und kann daher leicht neutral gesehen werden. Bei einem Kruzifix verstehe ich den Einwand von Nicht-Christen, ohne ihn allerdings von vornherein unterstützen zu wollen. (Irgendwie gibt es wichtigere Probleme auf der Welt.)
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Doch das Kreuz hat ja schon vor Christus eine Symbolik gehabt. Ich frage mich, wie es zu der speziellen Ausprägung der Todesstrafe am Kreuz gekommen ist. (Das werde ich sicher noch einmal in meiner Pension recherchieren. Es interessiert mich wirklich.) Genauso gab es ja die Bestrafung der Steinigung, die auch nicht gerade besonders human ist. Die Demütigung, sein eigenes Todeswerkzeug tragen zu müssen, ist selbstverständlich eine klare Aussage. Dass das Kreuz gleichzeitig eine Symbolkraft für die Auferstehung sein soll, habe ich schon als Kind nicht verstanden und es eher einer sadistischen Grundauslegung der Menschen im Allgemeinen gehalten.
Wenn ich immer daran erinnert werde, wie schlecht es "mir als Menschen geht", was ich doch für ein schweres Los zu tragen habe, werde ich doch eher depressiv.
Man kann aber vermutlich froh sein, dass die meisten gar nicht so weit nachdenken. Dann ist aber auch das Anbringen des Kreuzes ein Firlefanz und steht auf der gleichen Ebene wie das Bild des Bundespräsidenten oder die Svastika, die es ja auch schon in den Schulen gegeben haben soll.
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Dass das Kreuz aber alle Menschen vertreten soll, halte ich für eine derartige Anmaßung einer bestimmten Glaubensrichtung, dass ich eine solche Aussage von vornherein einer dogmatisch ausgerichteten und in dieser Beziehung auch dummen Person zuordne. Da ist mir die Religionszugehörigkeit vollkommen wurscht. Es ist die gleiche Form von Kampfmissionarismus unter der wir selbst in den Zeiten der Türkenbelagerungen zu leiden hatten. Da böte sich der Halbmond doch viel eher an, den sehen wir wenigstens jede Woche in realiter.
Ich zitiere es hier nicht, weil ich es a) nicht unterstützen möchte, b) es fraglich finde, ob die getätigte Schlussfolgerung wird vom Logischen her hält und c) weil es rein textuell ja nur eine persönliche Meinung ausdrückt.
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Zuvor sei gesagt, dass ich der Kreuzfrage (in Schulen) ziemlich leidenschaftslos gegenüberstehe. Ein nacktes Kreuz ist genauso ein Symbol wie die Sonne oder ein Dreieck und kann daher leicht neutral gesehen werden. Bei einem Kruzifix verstehe ich den Einwand von Nicht-Christen, ohne ihn allerdings von vornherein unterstützen zu wollen. (Irgendwie gibt es wichtigere Probleme auf der Welt.)
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Doch das Kreuz hat ja schon vor Christus eine Symbolik gehabt. Ich frage mich, wie es zu der speziellen Ausprägung der Todesstrafe am Kreuz gekommen ist. (Das werde ich sicher noch einmal in meiner Pension recherchieren. Es interessiert mich wirklich.) Genauso gab es ja die Bestrafung der Steinigung, die auch nicht gerade besonders human ist. Die Demütigung, sein eigenes Todeswerkzeug tragen zu müssen, ist selbstverständlich eine klare Aussage. Dass das Kreuz gleichzeitig eine Symbolkraft für die Auferstehung sein soll, habe ich schon als Kind nicht verstanden und es eher einer sadistischen Grundauslegung der Menschen im Allgemeinen gehalten.
Wenn ich immer daran erinnert werde, wie schlecht es "mir als Menschen geht", was ich doch für ein schweres Los zu tragen habe, werde ich doch eher depressiv.
Man kann aber vermutlich froh sein, dass die meisten gar nicht so weit nachdenken. Dann ist aber auch das Anbringen des Kreuzes ein Firlefanz und steht auf der gleichen Ebene wie das Bild des Bundespräsidenten oder die Svastika, die es ja auch schon in den Schulen gegeben haben soll.
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Dass das Kreuz aber alle Menschen vertreten soll, halte ich für eine derartige Anmaßung einer bestimmten Glaubensrichtung, dass ich eine solche Aussage von vornherein einer dogmatisch ausgerichteten und in dieser Beziehung auch dummen Person zuordne. Da ist mir die Religionszugehörigkeit vollkommen wurscht. Es ist die gleiche Form von Kampfmissionarismus unter der wir selbst in den Zeiten der Türkenbelagerungen zu leiden hatten. Da böte sich der Halbmond doch viel eher an, den sehen wir wenigstens jede Woche in realiter.
steppenhund - 7. Nov, 13:32
religion
das kreuz, wie es in klassenräumen herumhängt, ist ganz eindeutig ein christliches kreuz. verwechslung ausgeschlossen.
wie kommen andersgläubige/atheistInnen dazu, unter einem christlichen kreuz zu lehren und zu lernen?
der bundespräsident hat imho in einer staatlichen schule durchaus eine berechtigung, wäre aber vermutlich ebenfalls verzichtbar. hat mich aber nie so gestört, wie das kreuz.
"Wer war das?" wollte ich wissen. "Das war der Bundespräsident. Hast Du ihn nicht erkannt?" antwortete mein Vater.
Das war damals Dr. Adolf Schärf, der den Vornamen noch aus einer Zeit hatte, als man von dem anderen Adolf noch nichts wusste.
"Fischer würdigte in seiner Ansprache das „Miteinander von Staat und Kirche“ in Österreich. Das Prinzip der Kooperation habe nicht nur im Konkordat seinen verfassungsrechtlichen Niederschlag gefunden, sondern sich zudem „in der Lebensrealität der Zweiten Republik in sinnvoller und fruchtbarer Weise entwickelt“. Er halte diese Entwicklung „für richtig und wertvoll“, so der sozialistische Bundespräsident."
Ich weiß nicht, wie diese Aussage rechtlich fundiert ist.
Und ich will es auch nicht recherchieren. Sonst müsste ich mich vielleicht ärgern.
Und ich will es auch nicht recherchieren. Sonst müsste ich mich vielleicht ärgern.
Und was wäre schlimm daran?
Schlimm genug, dass ich jetzt gerade ein Emergency-Backup fahren muss, weil meine Harddisk sonderbare Geräusche macht.
Das kann neuer Rechner und ein bis zwei Tage Aufsetzen bedeuten, bis ich wieder auf Stand bin. Auch wenn ich im Prinzip keine Daten verliere.
Sind das Symptome der Krise des Bloggens? Den Phänomenen geht man nicht mehr auf den Grund, weil das Resultat einer Recherche ärgerlich sein könnte? (Ich beobachte das bei mir ja auch, deshalb schreibe ich ja auch weniger.) Geht es nur noch um Meinung (natürlich die derzeit korrekte, angesagte), mit der man sich dann auch als Kommentator hier ohne grosse Probleme parfümieren kann? Dann stimmten ja die Ressentiments gegenüber Bloggern.
Ich frage, weil das hier normaler- und glücklicherweise ganz anders ist.
Und im Prinzip ist für mich die Kreuzfrage davon losgelöst.
Im Übrigen habe ich bei Elsa Laska selbst kommentiert.
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Über das Zitat von Natalia Ginzburg habe ich mich sehr wohl ausgelassen. Das ist aber auch nur einen Klick entfernt. Warum sollte ich es noch einmal zitieren.