Endenwollend
Dieses Wort fällt mir zu einem der letzten Beiträge von la-mamma ein.
Das Bloggen hat vermutlich ein Ablauf- oder Erschöpfungsdatum. Dazu tragen endogene und exogene Gründe bei. Mit Ausnahme von ganz wenigen Bloggern schaffen es wenige, ein einigermaßen konstantes Niveau ihrer Beiträge zu halten, wenn es ein hohes sein soll.
Von den über hundert Bloggern, bei denen ich gerne interessiert gelesen habe, sind nur mehr ungefähr zwanzig übrig geblieben. Sollen auch fünfundzwanzig sein.
Bei mir selbst stelle ich fest, dass in meinen Beiträgen immer mehr Räsoniererei enthalten ist, was ich nicht nur bei anderen ablehne. Daher versuche ich mich auch zurückzuhalten, was mir nicht immer gelingt:(
Eine gewisse Abwanderung zu Twitter und Facebook ist festzustellen. Bei manchen finde ich das ok, bei manch anderen interessiert mich der Wechsel nicht.
Facebook hat den Vorteil, dass es nicht an eine doch beschränkte Plattform wie twoday gebunden ist. Vermutlich erlebt twoday das, was mir hiesige Bloggerkollegen über Nentsch berichtet haben.
-
Was passiert da eigentlich tatsächlich? Es gibt eine gewisse Auslese, bei der sich LeserInnen und SchreiberInnen auf einen akzeptablen Standard eignen. Danach könnte twoday vermutlich auf einen Bruchteil beschränkt werden. Der Rest verwendet das Bloggen als Stimmungsbarometer, zum Schmähführen auf sehr unterschiedlichen Niveaus und zum trollen.
Ich habe wiederholt geschrieben, warum ich blogge. Eine Plattform wie twoday wird damit immer uninteressanter.
Es ist zwar nett zu hören, dass einige gerne bei mir lesen, doch die können das auch auf andere Weise tun. Der große Vorteil des Blogs, der "eine Brief an alle", ohne ein Rundmail zu sein und damit eine gewisse Aufdringlichkeit zu erzeugen, hat sich überholt.
Als Testplattform, wie man Schreiben sollte, um möglichst viele Kommentare zu bekommen, hat es sich überholt. Hier gibt es übrigens eine nette Parallele zur Realität. bei einem Vortrag hatte ich aufgrund eines bewusst so gewählten Titels nur 5 Zuhörer. Der Beitrag und das veröffentlichte Paper wurde aber "best paper" gewertet. Ich selbe kann mich der Motorik auch nicht entziehen. Die Überschriften fangen mich, manchmal blättere ich nach einem Satz zurück.
Verschiedene persönliche Angriffe habe ich früher ernster genommen als jetzt.
Man kann nicht der ganzen Welt und seinem Vater gefallen, heißt es in einem Sprichwort. Ich habe immer wieder Schwierigkeiten, mir dieses Sprichwort vor Augen zu führen. In einem kürzlich geführten Gespräch wurde ein Wechsel von Extrovertiertheit zur Introvertiertheit angesprochen. Es ist sicher schwer vorzustellen, dass ich ein Drittel meines Lebens sehr introvertiert war. ich könnte durchaus zum Schluss kommen, dass meine ursprünglich beruflich bedingte Extrovertiertheit nicht meiner eigenen Natur entspricht.
Introvertiert allerdings ist das ganze Blog-Geschäft nicht wirklich angebracht.
Warum sollte ich der einzige sein, der nach ein paar Jahren Bloggen erkennt, dass das Thema in der derzeitigen Form ausgereizt ist. Angefangen haben wir alle ungefähr zum gleichen Zeitpunkt. Es ist wie bei einem bestimmten Automodell. Ab einer gewissen Zeit findet man es nicht mehr auf den Straßen. Oder wenn, dann dur als Oldtimer.
Twoday ist endenwollend, das glaube ich mittlerweilen.
Das Bloggen hat vermutlich ein Ablauf- oder Erschöpfungsdatum. Dazu tragen endogene und exogene Gründe bei. Mit Ausnahme von ganz wenigen Bloggern schaffen es wenige, ein einigermaßen konstantes Niveau ihrer Beiträge zu halten, wenn es ein hohes sein soll.
Von den über hundert Bloggern, bei denen ich gerne interessiert gelesen habe, sind nur mehr ungefähr zwanzig übrig geblieben. Sollen auch fünfundzwanzig sein.
Bei mir selbst stelle ich fest, dass in meinen Beiträgen immer mehr Räsoniererei enthalten ist, was ich nicht nur bei anderen ablehne. Daher versuche ich mich auch zurückzuhalten, was mir nicht immer gelingt:(
Eine gewisse Abwanderung zu Twitter und Facebook ist festzustellen. Bei manchen finde ich das ok, bei manch anderen interessiert mich der Wechsel nicht.
Facebook hat den Vorteil, dass es nicht an eine doch beschränkte Plattform wie twoday gebunden ist. Vermutlich erlebt twoday das, was mir hiesige Bloggerkollegen über Nentsch berichtet haben.
-
Was passiert da eigentlich tatsächlich? Es gibt eine gewisse Auslese, bei der sich LeserInnen und SchreiberInnen auf einen akzeptablen Standard eignen. Danach könnte twoday vermutlich auf einen Bruchteil beschränkt werden. Der Rest verwendet das Bloggen als Stimmungsbarometer, zum Schmähführen auf sehr unterschiedlichen Niveaus und zum trollen.
Ich habe wiederholt geschrieben, warum ich blogge. Eine Plattform wie twoday wird damit immer uninteressanter.
Es ist zwar nett zu hören, dass einige gerne bei mir lesen, doch die können das auch auf andere Weise tun. Der große Vorteil des Blogs, der "eine Brief an alle", ohne ein Rundmail zu sein und damit eine gewisse Aufdringlichkeit zu erzeugen, hat sich überholt.
Als Testplattform, wie man Schreiben sollte, um möglichst viele Kommentare zu bekommen, hat es sich überholt. Hier gibt es übrigens eine nette Parallele zur Realität. bei einem Vortrag hatte ich aufgrund eines bewusst so gewählten Titels nur 5 Zuhörer. Der Beitrag und das veröffentlichte Paper wurde aber "best paper" gewertet. Ich selbe kann mich der Motorik auch nicht entziehen. Die Überschriften fangen mich, manchmal blättere ich nach einem Satz zurück.
Verschiedene persönliche Angriffe habe ich früher ernster genommen als jetzt.
Man kann nicht der ganzen Welt und seinem Vater gefallen, heißt es in einem Sprichwort. Ich habe immer wieder Schwierigkeiten, mir dieses Sprichwort vor Augen zu führen. In einem kürzlich geführten Gespräch wurde ein Wechsel von Extrovertiertheit zur Introvertiertheit angesprochen. Es ist sicher schwer vorzustellen, dass ich ein Drittel meines Lebens sehr introvertiert war. ich könnte durchaus zum Schluss kommen, dass meine ursprünglich beruflich bedingte Extrovertiertheit nicht meiner eigenen Natur entspricht.
Introvertiert allerdings ist das ganze Blog-Geschäft nicht wirklich angebracht.
Warum sollte ich der einzige sein, der nach ein paar Jahren Bloggen erkennt, dass das Thema in der derzeitigen Form ausgereizt ist. Angefangen haben wir alle ungefähr zum gleichen Zeitpunkt. Es ist wie bei einem bestimmten Automodell. Ab einer gewissen Zeit findet man es nicht mehr auf den Straßen. Oder wenn, dann dur als Oldtimer.
Twoday ist endenwollend, das glaube ich mittlerweilen.
steppenhund - 6. Sep, 16:03
Das ist ein trauriger Befund!