Legitimer Protest
ConAlma schreibt über die Studentendemos mit einem sehr persönlichen, emotionalen Hintergrund.
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Ich sehe da noch etwas anderes. Ganz tot sind wir Österreicher anscheinend doch noch nicht. Wann immer Regierungen versagt haben, waren es die Studenten, die auf die Straße gegangen sind. Erst später dann auch die Arbeiter.)
Die Studenten sind die Einzigen, bei denen sich Gelegenheit, Überlegung und Frustration gleichzeitig findet. Die Art, wie die bisherigen Regierungen bei uns mit dem Bildungswesen umgegangen sind, ist derart mies, dass es nur zwei Möglichkeiten gibt: sich wie die Lemminge apathisch dem Tod hingeben oder revoltieren.
Dass ein Wissenschaftsminister unfähig ist, hier etwas auszurichten, kann man ja an seiner eigenen Fehleinschätzung von politischen Vereinbarkeiten ersehen. (EU-Kommisar und gleichzeitiger Parteiführungsanspruch in Wien)
Mit großem Erstaunen kann ich nur an die Eliteuniversität erinnern, zu deren Planungszeit ja auch die Investition einer Bildungsmilliarde im Raum stand.
Ich habe inzwischen mit einem Personen im Studentenalter gesprochen, auch solchen, die schon fertig studiert haben. Sie waren alle für Studiengebühren, aber gleichzeitig auch für Leistungsstipendien, die dann auch Lebensunterhaltkosten decken würden. (Damit die ewige Diskussion der Ausschließung aus materiellen Gründen vom Tisch geräumt ist)
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Dass unter anderem Publizistik zum Lieblingsfach geworden ist, überrascht mich nicht. Hier muss offensichtlich kein Leistungsnachweis erbracht werden. Denn selbst die Profis schreiben einen derartigen Holler zusammen, dass sich einmal ein paar ernsthafte Journalisten gegen die Mehrheit der absoluten Stammtischidioten auflehnen sollten.) Leider gilt das mittlerweile sowohl für die Boulevardzeitungen wie für die "angesehenen" Blätter wie Presse und Standard. Selbst der Falter hat sich mit seinem unauthorisierten Meinl-Interview eine ganz schöne Blöße gegeben.
Ich weiß nicht, was als Ausgang der Studentendemos zu erhoffen ist, doch bin ich froh, dass endlich jemand aufgewacht ist.
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Ich sehe da noch etwas anderes. Ganz tot sind wir Österreicher anscheinend doch noch nicht. Wann immer Regierungen versagt haben, waren es die Studenten, die auf die Straße gegangen sind. Erst später dann auch die Arbeiter.)
Die Studenten sind die Einzigen, bei denen sich Gelegenheit, Überlegung und Frustration gleichzeitig findet. Die Art, wie die bisherigen Regierungen bei uns mit dem Bildungswesen umgegangen sind, ist derart mies, dass es nur zwei Möglichkeiten gibt: sich wie die Lemminge apathisch dem Tod hingeben oder revoltieren.
Dass ein Wissenschaftsminister unfähig ist, hier etwas auszurichten, kann man ja an seiner eigenen Fehleinschätzung von politischen Vereinbarkeiten ersehen. (EU-Kommisar und gleichzeitiger Parteiführungsanspruch in Wien)
Mit großem Erstaunen kann ich nur an die Eliteuniversität erinnern, zu deren Planungszeit ja auch die Investition einer Bildungsmilliarde im Raum stand.
Ich habe inzwischen mit einem Personen im Studentenalter gesprochen, auch solchen, die schon fertig studiert haben. Sie waren alle für Studiengebühren, aber gleichzeitig auch für Leistungsstipendien, die dann auch Lebensunterhaltkosten decken würden. (Damit die ewige Diskussion der Ausschließung aus materiellen Gründen vom Tisch geräumt ist)
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Dass unter anderem Publizistik zum Lieblingsfach geworden ist, überrascht mich nicht. Hier muss offensichtlich kein Leistungsnachweis erbracht werden. Denn selbst die Profis schreiben einen derartigen Holler zusammen, dass sich einmal ein paar ernsthafte Journalisten gegen die Mehrheit der absoluten Stammtischidioten auflehnen sollten.) Leider gilt das mittlerweile sowohl für die Boulevardzeitungen wie für die "angesehenen" Blätter wie Presse und Standard. Selbst der Falter hat sich mit seinem unauthorisierten Meinl-Interview eine ganz schöne Blöße gegeben.
Ich weiß nicht, was als Ausgang der Studentendemos zu erhoffen ist, doch bin ich froh, dass endlich jemand aufgewacht ist.
steppenhund - 6. Nov, 09:22
publizistik …
es hilft aber der best geschulte PKW-student nix, wenn redaktionen nur willfährige lohnschreiberlinge einstellen. wenn sie überhaupt noch einstellen.
für mich gab es damals nur die alternative, nach deutschland zu gehen oder was anderes zu arbeiten. ich konnte mich nie aufraffen, dieses land zu verlassen.
allerdings gibt auch der österreichische markt den schmierblättern recht. produziert wird nur, was auch gekauft wird.
jedes land bekommt die zeitungen, die es verdient.
das PKW-studium ist ein symptom, aber keine ursache.
stimme ich vollkommen zu.
Aber halt ein sehr aussagekräftiges...
Ich habe damals bei meinem ersten Ferialjob im ORF-LS Tirol von Nagiller zu hören bekommen: "Ich nehm Sie, obwohl Sie Publizistik studieren." Journalismus ist ein Lehrberuf, hat man mir oft erklärt - ich hatte gute und schlechte LehrerInnen. Die Mediensituation in diesem lande ist tatsächlich eher trist, aber Frau irishwolfhound: Jedes Land hat die Zeitungen, die es verdient. Ich mag auch den alten Spruch: Überall sonst ist der Mensch die Krone der Schöpfung, bei uns eine Schöpfung der Krone.
Ich freue mich auch, Herr Steppenhund, dass da was erwacht. Ich bin damals in den 80er bei den Uniprotesten politisiert worden - das möcht ich nicht missen ;-) .
jep.
ich kann mich noch an die eine "computergestützte veranstaltung" erinnern, wo ein paar computer zur verfügung standen, für jeden computer zwei studentInnen zugeteilt wurden und der rest frustriert am gang hockte … es waren zig mal mehr interessierte studentInnen als PC's …
ich würde heute eine fachhochschule vorziehen. da hat man wenigstens seinen sicheren platz. hoffe ich zumindest …
der mit der "schöpfung der krone" ist auch gut. uns so bitter wahr.
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das hat was!