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LHC - noch lebe ich

Selbstverständlich war nicht anzunehmen, dass die Welt gestern um10:00 MEZ untergeht. Die Versuche haben ja noch gar nicht begonnen. Bisher wurde nur die Anlage in Betrieb genommen und die Betriebsbedingungen werden langsam gesteigert, bis sie die benötigten Energiewerte liefern werden.
Es ist traurig, dass es kein schnelles Ende ohne Schrecken geben wird, sondern höchstens Schrecken ohne Ende.
Je nach Modell der Gegner werden wir in einem Jahr, in 4 Jahren oder in 50 Jahren hopps gehen.
Da schätze ich andere Weltuntergangsszenarien weitaus höher in ihrer Wahrscheinlichkeit ein.
Ich selbst stimme eher diesem Artikel zu.
Es mag sein, dass es Fragen gibt, die uns im alltäglichen Bereich wichtiger erscheinen. Ob z.B. der Wachteleier-Umsatz wirklich so groß ist, dass er eine eigene Ausnahme von der Mehrwertsteuer verdient, oder ob die Tiefkühlgarnelen jetzt endlich als Luxus betrachtet werden sollen.
Zuerst kommt das Fressen und dann die Moral - und etwas später die Wissenschaft. (frei nach BB)
pathologe - 11. Sep, 08:31

CERN

hat ja Berichte veroeffentlicht, dass die ganze Chose absolut sicher sei. Sollte CERN Unrecht haben, wird es wohl kaum noch Klaeger geben, die dies einfordern koennen. Und wenn, bei wem dann?

Sollte es ploetzlich ganz laut "schlurp" machen (laut, da man ja annimmt, der Urknall sei auch laut gewesen), dann kriegen wir das sowieso nicht mehr mit. Vielleicht gibt es allerdings irgendwo einen Blogger, der noch einen letzten Satz absetzen kann...

steppenhund - 11. Sep, 08:41

Ich würde nicht soweit gehen, von irgendetwas zu behaupten, dass es absolut sicher sei. Andere Fehleinschätzungen sind aber weitaus wahrscheinlicher, die uns entsprechend gravierenden Schaden zufügen können.
Ich meine da nicht nur Fehleinschätzungen im Bereich der Atomenergie sondern hauptsächlich Fehleinschätzungen im Bereich der Gen-Technologie. Der Gedanke an einen Urknall, der alles beendet, ist natürlich attraktiv. Vielleicht entsteht dann daraus das nächste Universum und wir haben Gott geholfen:)
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Ich denke, dass wir langfristig diesen Planeten verlassen müssen. Um das tun zu können, fehlt uns noch sehr viel Wissen. Falls wir sagen, dass uns die Welt genügt und wir auf unsere Ressourcen gut aufpassen, was wir ja jetzt nicht tun, wird uns irgendwann einmal ein Asteroid wieder in eine Eiszeit zurückschleudern. Vielleicht bleiben dann 5000 Menschen übrig. Und die reichen erfahrungsgemäß, um wieder eine neue Menschheit unserer Größe aufzubauen. Ist auch ein Szenario. Aber ich denke doch, dass ein Rettungsboot ins Universum nicht so schlecht wäre.
Jetzt strapaziere ich einmal die Bibel. Wie war das mit Noah und seinem Auftrag?
pathologe - 11. Sep, 09:20

Das

mit Noah und seinem Auftrag habe ich bereits zweimal verwurstet.

Sicher, irgendwann werden wir uns auch das letzte Fleckchen Erde unter dem Hintern weggefressen haben und einfach so in der Luft haengen. Dann bleibt uns nichts Anderes uebrig, als den Planeten zu verlassen. Nur setzt dies, neben dem entsprechenden Wissen, auch meines Erachtens eine grundlegend geaenderte Lebensweise und Sicht der Dinge voraus. Nicht, dass man dann mit der neu gefundenen Welt genauso umgeht wie mit dieser hier.
steppenhund - 11. Sep, 11:24

Die Noah-Geschichte zeigt ja dann doch etwas von parallelen Gedankengängen, wobei ich mich natürlich zutiefst bestürzt sehe, dass ich die einschlägige Blog-Literatur nicht so parat habe, dass ich zu begehende Plagiate nicht gleich im Ansatz erkenne:)
Der letzte Satz hat es in sich. Ich befürchte aber, dass in dieser Hinsicht die Menschheit nichts dazu lernen wird.
Wir gehören da eher zu der alles kahl fressenden Ameisenart.
steppenhund - 12. Sep, 19:25

Überraschung

Es ist für mich immer wieder überraschend, dass es zum Thema Toastmasters keine Rückmeldungen oder Kommentare gibt, wenn man von der einen Ausnahme b&m absieht.
Toastmasters ist eine der besten Ausbildungsformen für das Berufsleben. Es werden Soft-Skills vermittelt, die in der Ungezwungenheit und gleichzeitiger freudvoller Umgebung nirgendwo anders gleich effizient vermittelt werden können.
Ich selbst bin erst mit 34 oder 35 zu Toastmasters gekommen und habe bedauert, nicht schon viel früher davon gewusst zu haben.
Als ich noch aktives Mitglied war, konnte ich beobachten, dass alle Mitglieder, welche die ersten Jahre mit entsprechenden Projekten erlebt hatten, in ihrer persönlichen Berufsentwicklung weiterkamen. Einige davon sprungartig.
Wenn ich dann manchmal Menschen jammern höre, dass sie (trotz günstiger Voraussetzungen) keinen Job bekämen, der ihnen zusagte, dann frage ich mich, ob es überhaupt klar ist, dass man sich einen netten, guten, freudvollen und gut bezahlten Job auch irgendwie verdienen muss.
Anscheinend ist das kein allgemeines Gedankengut und ich bin weit davon entfernt, heute noch missionieren zu wollen. Sonst hätte ich vor sechs Jahren selbst einen neuen Verein gegründet.
Aber Mitleid kann sich bei auch nicht mehr so richtig einstellen, wenn ich manche Leute jammern höre und gleichzeitig anhören muss, was sie alles nicht tun würden.

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