Versiegen (I)
Die Liebe stirbt nie einen natürlichen Tod. Sie stirbt, weil wir das Versiegen ihrer Quelle nicht aufhalten, sie stirbt an Blindheit und Mißverständnissen und Verrat. Sie stirbt an Krankheiten und Wunden, sie stirbt an Müdigkeit. Sie siecht dahin, sie wird gebrechlich, aber sie stirbt nie einen natürlichen Tod. Jeder Liebende könnte des Mordes an seiner eigenen Liebe bezichtigt werden.
[Anaïs Nin]
wieder gefunden bei Morgiane.
Ich hatte das schon vor dreißig Jahren gelesen und versucht zu beherzigen. Heute könnte ich hinzufügen, dass ein Versiegen von Quellen oft nur durch eine schwere Verstopfung verursacht ist. Eine solche ließe sich beheben.
[Anaïs Nin]
wieder gefunden bei Morgiane.
Ich hatte das schon vor dreißig Jahren gelesen und versucht zu beherzigen. Heute könnte ich hinzufügen, dass ein Versiegen von Quellen oft nur durch eine schwere Verstopfung verursacht ist. Eine solche ließe sich beheben.
steppenhund - 18. Mai, 11:30


Allerdings irirtiert es mich, du schreibst vom Versuchen, es zu beherzigen. Du, ein der Tat, hat es beim Versuchen lassen? Du hast es beherzigt, meine ich. - Wie sonst wäres du ein derart liebevoller Ehemann, Geliebter, Vater und Freund geworden?
Im Prinzip hast Du ja recht. Es wäre unmenschlich, immer richtig reagieren zu können. Die Frage ist eher, wie weit man selbst mit seinen Reaktionen und Fehlern leben kann, wie sie verarbeitbar sind. Daraus entsteht dann eine neue Lebensqualität.
etwa ein apfelbaum: in einem jahr reichlich früchte getragen habend, legt im folgenden jahr eine pause ein und trägt erst wieder im zweiten jahr.
oder betrachten wir die atmung: wir atmen ein, wir atmen aus, und dann folgt eine Pause, bevor die Lunge zu einem neuen Atemzug anhebt.
ich meine, dass der wunsch oder anspruch, stets ein (von herzen) liebender Mensch zu sein, ein allzuhoher anspruch ist, mit dem wir menschen uns selbst ein bein stellen.
anne morrow lindbergh
" ... Wenn man jemanden liebt, so liebt man ihn nicht die ganze Zeit, nicht Stunde um Stunde auf die ganz gleiche Weise. Und doch ist es genau das, was die meisten von uns fordern. Wir haben so wenig Vertrauen in die Gezeiten des Lebens, der Liebe, der Beziehungen.
Wir jubeln der steigenden Flut entgegen und wehren uns erschrocken gegen die Ebbe. Wir haben Angst, sie würde nie zurückkehren. Wir verlangen Beständigkeit, Haltbarkeit und Fortdauer; und die einzig mögliche Fortdauer des Lebens wie der Liebe liegt im Wachstum, im täglichen Auf und Ab - in der Freiheit;"
@piri
Über lange Jahre sogar.
Heute sehe ich es pragmatischer und mehr zitat-gemäß. Ich weiss nicht, ob ich mich darüber freuen soll. Nein eigentlich nicht.