das habe ich schon verstanden... Aber eben entsetzten Sie sich doch noch darüber, dass viele sich an der Sache aufzugeilen scheinen. Jetzt scheinen Sie etwas ähnliches zu tun. Oder soll man es eher "sich zudüstern" nennen? Das erinnert mich ein bisschen an jene langen, opulenten Abendessen, die wir als Studenten hatten: Wir erzählten einander alles mögliche, und plötzlich kam aus jeden Erzählstrang ein Weltuntergang: aus dem Irak-Krieg soweiso. Aber auch aus der Deindustrialisierung von Emmenbrücke und der Restrukturierung der Arbeitslosenversicherung. Entschuldigung, Herr Steppenwolf, ich will Ihnen nicht zu nahe treten. Aber sie sollten vielleicht wirklich ein gutes Buch lesen!
Sie treten mir absolut nicht zu nahe. Ich kann Ihren Vorwurf schon verstehen. Das mit dem "Zudüstern" gefällt mir schon rein vom Wort her.
Es gibt hier ja einige, die mich persönlich kennen und gerade auch daher meine Diskrepanz zwischen optimistischer Lebenseinstellung und skeptischem bzw. resignativem Kritikertum im Gespräch erleben können.
In Jugendjahren war ich stark von Sartre beeinflusst. Dort findet sich so manche Ausweglosigkeit. Aber auch zB ein wunderbarer Satz in Zeit der Reife: "Man ist nicht frei von etwas, sondern frei um etwas tun zu können." Die Weltuntergangsstimmung ist nicht so negativ besetzt, nicht in meinem Beispiel. Ich denke, dass der Schreckensfall uns zeigen könnte, auf wie dünnen Eis wir stehen, welchen Gefahren wir ausgeliefert sind. So oft fehlt uns das Vorstellungsvermögen, uns etwas wirklich Schreckliches auszumalen. Wir sind da im Verdrängen sehr gut. Und das ist gut so.
Doch jetzt wird aus gegebenem Anlass minutiös aufgezeichnet. Es wird ein Szenario aufgezeichnet, in dem wir uns plötzlich wiederfinden könnten. Es sollte vorstellbar geworden sein. Und vielleicht bewirkt das im Kleinen ein Umdenken oder eine kleine Kursverbesserung.
Wenn ich einmal in einem Fair-Trade-Laden kaufe, verändere ich noch nichts. Aber allein dadurch, dass ich es tue, finde ich mich als Teil einer Masse, die es auch tut. Irgendwann ist eine kritische Masse erreicht, ab der eine wirtschaftliche Signifikanz gegeben ist.
Manchmal reicht es auch, wenn wir uns die Dinge vorstellen, um sie nicht eintreten zu lassen.
Liebe die frogg, ich lese andauernd gute Bücher, manchmal auch schlechte. Die vorliegenden Gedanken entstehen zwischen dem Lesen oder so wie jetzt zwischen dem Arbeiten.
Du hast aber gut aufgepasst!
Momentan bastle ich gerade an der Struktur, damit die Grundgedanken schon aufgrund des Inhaltsverzeichnis klar erkennbar sind.
-
Und es gibt einen durch und durch optimistischen Grundton im Buch:)
Die stelle ich hier nicht mehr aus. Es gibt sehr viele Leser hier, die sie kennen. Der intelligente Leser oder Leserin, der mich wirklich kontaktieren will, wird wissen, wie es zu bewerkstelligen ist;)
Doch, doch...
@die frogg
Es gibt hier ja einige, die mich persönlich kennen und gerade auch daher meine Diskrepanz zwischen optimistischer Lebenseinstellung und skeptischem bzw. resignativem Kritikertum im Gespräch erleben können.
In Jugendjahren war ich stark von Sartre beeinflusst. Dort findet sich so manche Ausweglosigkeit. Aber auch zB ein wunderbarer Satz in Zeit der Reife: "Man ist nicht frei von etwas, sondern frei um etwas tun zu können." Die Weltuntergangsstimmung ist nicht so negativ besetzt, nicht in meinem Beispiel. Ich denke, dass der Schreckensfall uns zeigen könnte, auf wie dünnen Eis wir stehen, welchen Gefahren wir ausgeliefert sind. So oft fehlt uns das Vorstellungsvermögen, uns etwas wirklich Schreckliches auszumalen. Wir sind da im Verdrängen sehr gut. Und das ist gut so.
Doch jetzt wird aus gegebenem Anlass minutiös aufgezeichnet. Es wird ein Szenario aufgezeichnet, in dem wir uns plötzlich wiederfinden könnten. Es sollte vorstellbar geworden sein. Und vielleicht bewirkt das im Kleinen ein Umdenken oder eine kleine Kursverbesserung.
Wenn ich einmal in einem Fair-Trade-Laden kaufe, verändere ich noch nichts. Aber allein dadurch, dass ich es tue, finde ich mich als Teil einer Masse, die es auch tut. Irgendwann ist eine kritische Masse erreicht, ab der eine wirtschaftliche Signifikanz gegeben ist.
Manchmal reicht es auch, wenn wir uns die Dinge vorstellen, um sie nicht eintreten zu lassen.
Liebe die frogg, ich lese andauernd gute Bücher, manchmal auch schlechte. Die vorliegenden Gedanken entstehen zwischen dem Lesen oder so wie jetzt zwischen dem Arbeiten.
@mehr licht
Momentan bastle ich gerade an der Struktur, damit die Grundgedanken schon aufgrund des Inhaltsverzeichnis klar erkennbar sind.
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Und es gibt einen durch und durch optimistischen Grundton im Buch:)