Computer Fragment
In einem anderen Blog bin ich gemahnt worden, eine Computer-bezogene Frage zu beantworten.
Die Antwort ist alles andere als einfach und kann nur in einem größeren Kontext gesehen werden.
Ich stelle hier einmal die Struktur der Betrachtung vor. Kritische Kommentare sind noch zu früh angebracht. Ich bin dankbar, wenn ergänzende Betrachtungspunkte eingebracht werden.
Die Themenstellung an sich ist:
Die Primitivität der Vorstellung über Computer in der Behandlung der heutigen und vergangenen Science-Fiction in Roman und Film
Technokratie
Für Techniker liegen die Vorteile der Technokratie ziemlich offen auf der Hand:
Ein technokratisches System könnte durchaus den ökologischen Aspekt in wesentlich besser Form berücksichtigen. Die Lösung besteht einfach darin, die Gleichungen für Umwelt mit entsprechender Gewichtung in das allgemeine Weltwirtschaftsmodell einzubringen. Aus der Verkarstung in Mitteleuropa könnten Spätfolgen für die Abholzung des Tropenurwaldes entwickelt werden.
In der Utopie kommen des häufigen Modelle vor, welche die Technokratie einem Maschinensystem überlassen, von dem man sich angesichts der Entwicklung der letzten vierzig Jahre erwartet, dass sich ausreichende Intelligenz heranbildet. Ich lasse die Intelligenz einmal außer Acht und betrachten die Maschinen als Produktionssystem für Politik. Insbesonders behalte mir einmal vor, dass wir als Menschen selbst für Zielsetzung und deren Erreichung zuständig sind. (Dies bezeichne ich als konservativen Ansatz und verwende ihn deswegen, weil ich mir in allen anderen Fällen ein besseres Ergebnis erwarten könnte, wenn ich unseren bisherigen Wissenserwerb in angewandten Politikwissenschaften zu Grunde lege.)
Dies ist nicht die übliche Herangehensweise. In der Science-Fiction wird dem Computer (in der Folge wird Computer stellvertretend für das Maschinensystem verwendet. Damit betrachte ich auch verteilte Systeme oder Anordnungen, die mit anderen Rechentechniken umgehen, - Schlagwart Schwarmintelligenz.) ein mehr oder weniger stark ausgeprägte Fähigkeit zur Reflexion "angehofft".
In der Folge möchten ich ausführen, warum ein derartiger Fortschrittsglaube als zu trivial angelegt erscheint.
Ich gliedere in folgende Punkte:
1. Ausgangspunkt
Als Ausgangspunkt ein in einem Blog (ANH) vorgefundener Diskurs über Science-Fiction, angeführte Beispiele und der Vorwurf einer naiven Fortschrittsgläubigkeit angegeben werden. Man hat mir ferner vorgeworfen, dass ich einer früheren Science-Fiction nicht ausreichende Achtung entgegenbringe oder die kreative Leistung der Autoren nicht ausreichend schätzen würde.
Ich habe schon sehr lange keinen Jules Verne mehr gelesen, doch nach meiner Erinnerung ist alles mehr oder weniger realisiert, was er als technische, damals unvorstellbare Entwicklungen beschrieben hat. Ähnliches trifft für andere Autoren zu. Von drei Themen, die in der Science-Fiction allgemein behandelt werden, (ich schließe hier die Gattung Satire, wie sie früher in kommunistischen Ländern entstanden ist, aus)sind Zeitreise und "Beamen" (mit allen organischen durch Mutation entstandenen Formen wie Telekinese und Teleportation) für mich unrealistisch. Das dritte Thema, Begegnung mit anderen Intelligenzen, halte ich für realistisch, aber für unwahrscheinlich. (nicht die Existenz der anderen sondern die Begegnung mit ihnen) Das ist meine persönliche Einschätzung, auf der ich nicht um jeden Preis beharrte, sollten sich neue Erkenntnisse ergeben. Bestimmte Phänomene in der Quantenphysik lassen ja eine negative Zeit als Darstellungsmöglichkeit zu. Ich kann beim besten Willen nicht sagen, wie weit Beschreibungsmodell hier mit der Wirklichkeit in Einklang zu bringen ist.
In der laufenden Science-Fiction gehen Blockbuster wie Terminator (1-n) oder Matrix (1-n) davon aus, dass es intelligente, selbst-reflektierende Maschinen, die aus unseren derzeitigen Computern hervorgegangen sind, gibt. Diese besitzen ein spezielles, sich autonom entwickelt habendes Bewusstsein und haben eine technokratische Herrschaft an sich gerissen. Die wiederum ist mit den schlimmsten Konsequenzen der Fehler ausgestattet, die man der Technokratie - siehe oben - zuschreibt.
Derartige Darstellungen erinnern mich immer an einen Cartoon, welcher den Projektplan eines sehr schwierigen Projekts darstellt. Eine Unzahl von kleinen Kästchen ist netzplanmäßig verknüpft. Kurz von dem Ende gibt es ein größeres, weißes Kästchen, dessen Aktivität folgendermaßen beschrieben ist: "Hier passiert ein kleines Wunder." Die angesprochenen Filme inkludieren jeweils dieses Kästchen, vermissen aber den Hinweis auf eine Computer-Theologie, die irgendwo einen göttlichen, bewusstseinsspendenden Odem impliziert. Nichtsdestoweniger wird impliziert, dass sich die technokratischen Systeme aus der Technik der heutigen Zeit entwickelt haben.
Hier fängt nun meine Widerlegung mit dem Stand derzeitiger Computerintelligenz an.
2. Computerintelligenz
Unterpunkte
Ist es notwendig, eine Begründung anzugeben, warum heutige Science-Fiction-Computer-Modelle nicht greifen können?
Doch heute stehen wir buchstäblich noch in der Steinzeit, wobei die stärkste Beschränkung in unseren eigenen Gehirnen, unser fehlenden Moral und unserem mangelhaft ausgeprägten Vorstellungsvermögen beruht.
(c) 2008 Steppenhund
Die Antwort ist alles andere als einfach und kann nur in einem größeren Kontext gesehen werden.
Ich stelle hier einmal die Struktur der Betrachtung vor. Kritische Kommentare sind noch zu früh angebracht. Ich bin dankbar, wenn ergänzende Betrachtungspunkte eingebracht werden.
Die Themenstellung an sich ist:
Die Primitivität der Vorstellung über Computer in der Behandlung der heutigen und vergangenen Science-Fiction in Roman und Film
Technokratie
Für Techniker liegen die Vorteile der Technokratie ziemlich offen auf der Hand:
- Beachtung von Sachzwängen
- ausschließlich Fortschritt und Wissenswachstum als Maxime.
Ein technokratisches System könnte durchaus den ökologischen Aspekt in wesentlich besser Form berücksichtigen. Die Lösung besteht einfach darin, die Gleichungen für Umwelt mit entsprechender Gewichtung in das allgemeine Weltwirtschaftsmodell einzubringen. Aus der Verkarstung in Mitteleuropa könnten Spätfolgen für die Abholzung des Tropenurwaldes entwickelt werden.
In der Utopie kommen des häufigen Modelle vor, welche die Technokratie einem Maschinensystem überlassen, von dem man sich angesichts der Entwicklung der letzten vierzig Jahre erwartet, dass sich ausreichende Intelligenz heranbildet. Ich lasse die Intelligenz einmal außer Acht und betrachten die Maschinen als Produktionssystem für Politik. Insbesonders behalte mir einmal vor, dass wir als Menschen selbst für Zielsetzung und deren Erreichung zuständig sind. (Dies bezeichne ich als konservativen Ansatz und verwende ihn deswegen, weil ich mir in allen anderen Fällen ein besseres Ergebnis erwarten könnte, wenn ich unseren bisherigen Wissenserwerb in angewandten Politikwissenschaften zu Grunde lege.)
Dies ist nicht die übliche Herangehensweise. In der Science-Fiction wird dem Computer (in der Folge wird Computer stellvertretend für das Maschinensystem verwendet. Damit betrachte ich auch verteilte Systeme oder Anordnungen, die mit anderen Rechentechniken umgehen, - Schlagwart Schwarmintelligenz.) ein mehr oder weniger stark ausgeprägte Fähigkeit zur Reflexion "angehofft".
In der Folge möchten ich ausführen, warum ein derartiger Fortschrittsglaube als zu trivial angelegt erscheint.
Ich gliedere in folgende Punkte:
- Ausgangspunkt und Begründung für diese Darstellung
- derzeitiger Stand von Computer-Intelligenz
- Zielsetzung
- Modellbildung und die beschränkten Fähigkeiten des Menschen dazu
- Zusammenführung von 1 bis 3, um nachzuweisen, dass die heutigen
in der Literatur vorgefunden Ansätze trivial scheitern. (Um nicht das Wort primitiv anwenden zu müssen.)
1. Ausgangspunkt
Als Ausgangspunkt ein in einem Blog (ANH) vorgefundener Diskurs über Science-Fiction, angeführte Beispiele und der Vorwurf einer naiven Fortschrittsgläubigkeit angegeben werden. Man hat mir ferner vorgeworfen, dass ich einer früheren Science-Fiction nicht ausreichende Achtung entgegenbringe oder die kreative Leistung der Autoren nicht ausreichend schätzen würde.
Ich habe schon sehr lange keinen Jules Verne mehr gelesen, doch nach meiner Erinnerung ist alles mehr oder weniger realisiert, was er als technische, damals unvorstellbare Entwicklungen beschrieben hat. Ähnliches trifft für andere Autoren zu. Von drei Themen, die in der Science-Fiction allgemein behandelt werden, (ich schließe hier die Gattung Satire, wie sie früher in kommunistischen Ländern entstanden ist, aus)sind Zeitreise und "Beamen" (mit allen organischen durch Mutation entstandenen Formen wie Telekinese und Teleportation) für mich unrealistisch. Das dritte Thema, Begegnung mit anderen Intelligenzen, halte ich für realistisch, aber für unwahrscheinlich. (nicht die Existenz der anderen sondern die Begegnung mit ihnen) Das ist meine persönliche Einschätzung, auf der ich nicht um jeden Preis beharrte, sollten sich neue Erkenntnisse ergeben. Bestimmte Phänomene in der Quantenphysik lassen ja eine negative Zeit als Darstellungsmöglichkeit zu. Ich kann beim besten Willen nicht sagen, wie weit Beschreibungsmodell hier mit der Wirklichkeit in Einklang zu bringen ist.
In der laufenden Science-Fiction gehen Blockbuster wie Terminator (1-n) oder Matrix (1-n) davon aus, dass es intelligente, selbst-reflektierende Maschinen, die aus unseren derzeitigen Computern hervorgegangen sind, gibt. Diese besitzen ein spezielles, sich autonom entwickelt habendes Bewusstsein und haben eine technokratische Herrschaft an sich gerissen. Die wiederum ist mit den schlimmsten Konsequenzen der Fehler ausgestattet, die man der Technokratie - siehe oben - zuschreibt.
Derartige Darstellungen erinnern mich immer an einen Cartoon, welcher den Projektplan eines sehr schwierigen Projekts darstellt. Eine Unzahl von kleinen Kästchen ist netzplanmäßig verknüpft. Kurz von dem Ende gibt es ein größeres, weißes Kästchen, dessen Aktivität folgendermaßen beschrieben ist: "Hier passiert ein kleines Wunder." Die angesprochenen Filme inkludieren jeweils dieses Kästchen, vermissen aber den Hinweis auf eine Computer-Theologie, die irgendwo einen göttlichen, bewusstseinsspendenden Odem impliziert. Nichtsdestoweniger wird impliziert, dass sich die technokratischen Systeme aus der Technik der heutigen Zeit entwickelt haben.
Hier fängt nun meine Widerlegung mit dem Stand derzeitiger Computerintelligenz an.
2. Computerintelligenz
Unterpunkte
- wachsende Komplexität (Geschichte, Gegenwart, Zukunft, schwer vorstellbare Zukunft)
- physikalische Begrenzungen (Kanalbreiten, große Zahlen, die Terabyte-Festplatte)
- mögliche qualitative Änderungen (Quantenrechner, biologische Rechner, Rückgriff auf Analogrechner der 70er-Jahre)
- Lösung des P/PN-Problem - Hypothese: ohne P/PN-Lösung kein qualitativer Fortschritt in der AI möglich
- Forschungsstand künstliche Intelligenz
- Strategien (brute force, Zeithorizont)
- * Die Selbsterhaltung der Maschine
- * Notwendigkeit zum Networken von Maschinen
- * Übernahme der Produktionsstätten ___
* Diese Punkte beziehen sich auf den "holzsammelnden" Computer.
- Einzelziele, strategische Richtlinien
- Das Ethikproblem allgemein
- Unmöglichkeit der Verwendung des Kant'schen Imperativ
- Gruppen-Ethiken
- Modellierung von modernen Ethiken
- Anthropozentrik der bekannten Ethiken
- Die Einbeziehung des Ökosystems
- Bewertungsprobleme, wann darf was passieren?
- Zyklische Rückführung auf die Zielfrage
- Endlosschleife
- Wie ist man in der Vergangenheit damit umgegangen
- Terminale Modelle
- Generative Modelle
- Metamodellierung im allgemeinen
- Zusammenführung der Metamodellierung mit der Zielfrage aus (3)
- Charakterisierung der Menschen, welche mit der Problematik betraut sind
- Wissenschaftler
- Militärs
- Politiker
- Open Source
- Grenzgänger
- finanzieller Hintergrund allgemein
- militärischer Hintergrund
- C. Hoare
- Parnas (SDI)
- die Zwischenvermarktung für rein militärische Zwecke
- Das Prototypenproblem
- falsche Vereinfachung
Ist es notwendig, eine Begründung anzugeben, warum heutige Science-Fiction-Computer-Modelle nicht greifen können?
- Sortierung und Gewichtung der obenstehenden Fragen
- Was muss mindestens betrachtet werden?
- Was wird heute vernachlässigt?
- Ausblick
Doch heute stehen wir buchstäblich noch in der Steinzeit, wobei die stärkste Beschränkung in unseren eigenen Gehirnen, unser fehlenden Moral und unserem mangelhaft ausgeprägten Vorstellungsvermögen beruht.
(c) 2008 Steppenhund
steppenhund - 6. Apr, 13:28

