erhält man bei perfekter Durchmischung aller Farben und vollkommen stochastischer Verteilung. Aus der Differenz zwischen unerkennbaren Strukturen und der klaren Ordnung der Farbwerte, die hier eindeutig auch einen niedrigen Entropiewert darstellen können, ergibt sich der Anreiz für den Betrachter, die Fläche mit eigenen Phantasien zu füllen, die optische Ruhe zu nützen.
Während der Künstler sonst sehr detaillierte und Zeitpunkt bezogene Schilderungen zur Zuschaustellung seines Detailempfindens verwendet und damit dem Betrachter jeglichen Eigenraum verwehrt, lädt er hier gerade zum Verweilen und zum Fabulieren ein.
Was sonst verboten ist, ist hier ausdrücklich gestattet: das Bild kann gestohlen werden. Der Download und die Wiederverwendung ist ausdrücklich gestattet.
Denken Sie Ruhe!
gehört zu meinen lieblingsautorinnen. das hier von mir assoziierte theaterstück habe ich allerdings leider noch nie gesehen. aber ungefähr so stell ich mir´s vor;-)
Aber über das Analogon bei Cage dieskutiert aber heute niemand mehr:)
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Es ist übrigens wirklich eine Kunst, die weiße Fläche zu erzeugen. Man benötigt schon ein Bild oder spezielle HTML-Kommandos. Sonstige Leerzeichen, Tabs und CRs werden vom Standard-HTML nämlich ausgefiltert:)
dass es monochrome (und sehr sehr ruhige (cage)) experimente in der kunst etliche gibt, bestreite ich nicht. viele davon sind schon im ansatz gescheitert - aber darüber wird dann ja weniger ausführlich berichtet.
auch, dass es ein ganz schöner technischer aufwand ist, eine weiße fläche zu erzeugen, sagt mir mein hausverstand (denn die maler & anstreicher sehen immer ziemlich erschöpft aus nach einem langen, schlecht bezahlten arbeitstag).
in meinem eigenen inneren gedankenpalast gilt allerdings die regel: kunst muss funktionieren, damit ich sie wahrnehme.
wobei die feststellung, ob sie funktionert, nur ICH treffe, und sonst niemand.
die messlatte dabei ist: das bild (oder das musikstück) muss mir etwas mitteilen.
ist das nicht der fall, fällt es durch meinen rost (und mir ist scheissegal, dass diese formulierung eigentlich an die nazizeit erinnert).
denn: da kunst nicht demokratisch ist, braucht es das publikum im umgang mit ihr auch nicht zu sein.
Es ist übrigens wirklich eine Kunst, die weiße Fläche zu erzeugen. Man benötigt schon ein Bild oder spezielle HTML-Kommandos. Sonstige Leerzeichen, Tabs und CRs werden vom Standard-HTML nämlich ausgefiltert:)
Oh, daran hatte ich gar nicht gedacht, dass deine weiße Fläche eine andere Breite haben könnte. Und bei deinem Bild gilt ja sowieso, dass es eine andere Tiefe hat, es ist quasi viel tiefsinniger. Ich habe es mir gerade noch einmal mit einer 3d-Brille angesehen und ein wenig darüber meditiert. Dein Bild schwebte im Raum und rief mir zu: "Kauf mich! Ich bin Kunst! Ich bin wertvoll! In 3 Jahren kannst du mich für das Doppelte wiederverkaufen! ;-)
David, es ist aber schon interessant, dass aufgrund des Postings sehr relevante Kommentare das Resultat sind. Unabhängig von deinen Ausführungen, die ich schätze, und denen ich gar nicht widersprechen will, könnte man also von Kunst des Beitragens sprechen.
von malewitsch gibt es unter anderem:
- ein schwarzes quadrat auf weißem grund
- ein weißes quadrat auf schwarzem grund
- ein weißes quadrat auf weißem grund
- ein rotes quadrat auf weißem grund
...und sehr viele (leider) weniger oft zitierte bilder, in welchen diese "urquadrate" zerbrechen und in kleineren rechtecken und anderen formen zueinander suprematistisch in musikalische beziehungen treten. manche dieser bewegteren bilder sind kompositorisch sehr anspruchsvoll, und auch das "quadrat" ist kein mit dem lineal beckmesserisch hingesetztes mathematisches quadrat, sondern eine sich dynamisch leicht verformende urform.
Die stelle ich hier nicht mehr aus. Es gibt sehr viele Leser hier, die sie kennen. Der intelligente Leser oder Leserin, der mich wirklich kontaktieren will, wird wissen, wie es zu bewerkstelligen ist;)
größtmögliche Entropie
Während der Künstler sonst sehr detaillierte und Zeitpunkt bezogene Schilderungen zur Zuschaustellung seines Detailempfindens verwendet und damit dem Betrachter jeglichen Eigenraum verwehrt, lädt er hier gerade zum Verweilen und zum Fabulieren ein.
Was sonst verboten ist, ist hier ausdrücklich gestattet: das Bild kann gestohlen werden. Der Download und die Wiederverwendung ist ausdrücklich gestattet.
Denken Sie Ruhe!
yasmina reza