Ich lerne dazu ...
Morgen kommt meine Schwester zu Besuch, die mittlerweile 8 Jahre nicht mehr bei uns gewesen ist. Da wird dann schon etwas Besonderes aufgetischt.
Geplant war Steinbutt. Den mache ich im Ganzen und die Zubereitung ist relativ einfach. Leider war Steinbutt bei meinem Lieblingsfischlieferant aus. Also auf zum Naschmarkt. Dort gibt es auch keinen Steinbutt, aber die freundlichen Leute empfehlen mir Seezunge. Eh klar, herrlicher Umsatz für sie.
Jetzt kommt's. Der Fischhändler bietet mir an, die Fischchen zu enthäuten und zu säubern. Spätestens jetzt hätte ich schalten müssen. Ich hätte sie mir ja ausnehmen lassen können. Aber ich war noch so auf "ganzer Fisch" programmiert, dass ich dankend abgelehnt habe.
Zuhause, nach einer halben Stunde Recherche im Internet stelle ich fest, dass auch Rezepte, die von der Seezunge als ganzem Fisch sprechen, als ersten Arbeitsschritt das Häuten anführen.
Ein Baseler Gourmetkoch gibt den Tipp, die Schwanzspitze 5 Sekunden in kochendes Wasser zu halten, um die Haut besser "anschürfen" zu können. Ein anderes Rezept empfiehlt, das Häuten auf alle Fälle den Fischhändler machen zu lassen, da es Kraft und Geschicklichkeit erfordert.
Was soll ich sagen? Da ich mir morgen keinen unabsehbaren zusätzlichen Arbeitsaufwand einplanen wollte, begab ich mich vor einer Stunde in die Küche und habe die Fische geputzt.
Der erste war eine mühevolle Kleinarbeit. (40 Minuten) Beim zweiten konnte ich das Prinzip erkennen, wie man die Haut großflächig löst. Bei Nummer drei und vier fühlte ich mich bereits als Profi. Da dauerte der ganze Putzvorgan nur mehr 5 Minuten pro Fisch.
Der Trick mit dem kochenden Wasser ist gut. Die Haut wird ganz weich und man kann mit dem Messer leicht unter die Haut fahren und zu den Rändern hin die Haut lösen, so dass man ein ausreichend großes Stück zum angreifen hat. Dann kommt der Teil mit dem Kraftaufwand, weil man die Haut vom Fisch trennen muss.
Also das alles hätte ich mir ersparen können...
Lektion 1: den gewünschten Fisch schon früher reservieren.
Lektion 2: wenn ich ausweiche, vorher das Rezept festlegen.
Lektion 3: den Fisch vom Fischhändler ausnehmen lassen.
Lektion 4: wenn ich feststelle, dass ich die Haut auf keinen Fall mitverarbeite, den Fisch bereits beim Laden häuten lassen.
Lektion 5: Ich weiss jetzt, wie man eine Seezunge häutet. Da der Fisch aber derart teuer ist, werde ich diese Lektion nicht oft anwenden können.
Lektion 6: wenn schon Seezunge, dann lieber gleich Filets kaufen. Preislich ist es dann auch schon gleich teuer.
Gute Nacht!
Edit: Nachtrag - der Fisch ist fantastisch geworden. Rezept siehe Antwort an den Kommentar von Rosenherz.
Ich war selbst wirklich zufrieden, weil der Fisch wirklich sauteuer war und es mir leid getan hätte, wenn nur irgendein Wischiwaschi herausgekommen wäre.
Aber die Geschichte mit dem Mascarpone hat einen gewissen Sex-Appeal.
Geplant war Steinbutt. Den mache ich im Ganzen und die Zubereitung ist relativ einfach. Leider war Steinbutt bei meinem Lieblingsfischlieferant aus. Also auf zum Naschmarkt. Dort gibt es auch keinen Steinbutt, aber die freundlichen Leute empfehlen mir Seezunge. Eh klar, herrlicher Umsatz für sie.
Jetzt kommt's. Der Fischhändler bietet mir an, die Fischchen zu enthäuten und zu säubern. Spätestens jetzt hätte ich schalten müssen. Ich hätte sie mir ja ausnehmen lassen können. Aber ich war noch so auf "ganzer Fisch" programmiert, dass ich dankend abgelehnt habe.
Zuhause, nach einer halben Stunde Recherche im Internet stelle ich fest, dass auch Rezepte, die von der Seezunge als ganzem Fisch sprechen, als ersten Arbeitsschritt das Häuten anführen.
Ein Baseler Gourmetkoch gibt den Tipp, die Schwanzspitze 5 Sekunden in kochendes Wasser zu halten, um die Haut besser "anschürfen" zu können. Ein anderes Rezept empfiehlt, das Häuten auf alle Fälle den Fischhändler machen zu lassen, da es Kraft und Geschicklichkeit erfordert.
Was soll ich sagen? Da ich mir morgen keinen unabsehbaren zusätzlichen Arbeitsaufwand einplanen wollte, begab ich mich vor einer Stunde in die Küche und habe die Fische geputzt.
Der erste war eine mühevolle Kleinarbeit. (40 Minuten) Beim zweiten konnte ich das Prinzip erkennen, wie man die Haut großflächig löst. Bei Nummer drei und vier fühlte ich mich bereits als Profi. Da dauerte der ganze Putzvorgan nur mehr 5 Minuten pro Fisch.
Der Trick mit dem kochenden Wasser ist gut. Die Haut wird ganz weich und man kann mit dem Messer leicht unter die Haut fahren und zu den Rändern hin die Haut lösen, so dass man ein ausreichend großes Stück zum angreifen hat. Dann kommt der Teil mit dem Kraftaufwand, weil man die Haut vom Fisch trennen muss.
Also das alles hätte ich mir ersparen können...
Lektion 1: den gewünschten Fisch schon früher reservieren.
Lektion 2: wenn ich ausweiche, vorher das Rezept festlegen.
Lektion 3: den Fisch vom Fischhändler ausnehmen lassen.
Lektion 4: wenn ich feststelle, dass ich die Haut auf keinen Fall mitverarbeite, den Fisch bereits beim Laden häuten lassen.
Lektion 5: Ich weiss jetzt, wie man eine Seezunge häutet. Da der Fisch aber derart teuer ist, werde ich diese Lektion nicht oft anwenden können.
Lektion 6: wenn schon Seezunge, dann lieber gleich Filets kaufen. Preislich ist es dann auch schon gleich teuer.
Gute Nacht!
Edit: Nachtrag - der Fisch ist fantastisch geworden. Rezept siehe Antwort an den Kommentar von Rosenherz.
Ich war selbst wirklich zufrieden, weil der Fisch wirklich sauteuer war und es mir leid getan hätte, wenn nur irgendein Wischiwaschi herausgekommen wäre.
Aber die Geschichte mit dem Mascarpone hat einen gewissen Sex-Appeal.
steppenhund - 12. Jan, 01:37

