Die Zigarette danach ...
rauche ich ja nicht. Es gibt Kaffee, um den starken Adrenalinabfall zu kompensieren.
Der Vortrag ist gehalten. Voller Saal. Zuhörer, die sich Notizen machen. Das Gefühl, dass ich etwas Neues gebracht habe. Eine erwartbare Dynamik in der Aufmerksamkeit. In Mittelteil hielt ich den sehr stark verkürzten Abriss über negative Effekte in der Softwareentwicklung, die durch das Vorhandensein von mathematischen Erkenntnisses begründet sind. Da schnallen gleich ein paar Zuhörer ab, selbst wenn ich nicht einmal eine Formel gebracht habe. Im Abschluss habe ich dann alle wieder einfangen können.
Tester sind keine Mathematiker, hatte schon gestern ein Professor aus den USA konstatiert. Es scheint so, dass es in der Informatik überhaupt sehr wenige Mathematiker gibt.
Ich möchte Olympiasieger in Brustkraulen werden, doch ich bin wasserscheu.
Mein Verdacht erhärtet sich. Trotz des ganzen Fortschrittes in den Werkzeugen und den Methoden nehmen die Fehlerzahlen nicht ab.
Sie können nicht abnehmen, wenn bestimmte Erkenntnisse ausgeklammert werden, "weil sie zur Mathematik gehören".
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Speziell für ein paar LeserInnen betone ich hier noch einmal: selbst in meiner Branche sind die meisten Berufstätigen so mathematikscheu, dass es fast unglaublich ist.
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Ich kann mir jetzt auswählen, was ich mit dieser Erkenntnis anfange. Den Schluss meiner Rede kann man auch ohne Mathematik begründen. Es ist dann ungefähr so, wie einer Messe beiwohnen ohne an Gott zu glauben.
Ich bin gespannt, wann ich die erste ausgesprochene Zustimmung erhalte.
Aus Erfahrung kann ich davon ausgehen, dass in 5 Jahren das heute Gesagte als Selbstverständlichkeit anerkannt wird.
Heute ist das jedenfalls nicht der Fall.
-
Ich kann zufrieden sein.
Ich bin es auch.
Berlin werde ich allerdings mit großem Bedauern ausfallen lassen müssen.
Der Vortrag ist gehalten. Voller Saal. Zuhörer, die sich Notizen machen. Das Gefühl, dass ich etwas Neues gebracht habe. Eine erwartbare Dynamik in der Aufmerksamkeit. In Mittelteil hielt ich den sehr stark verkürzten Abriss über negative Effekte in der Softwareentwicklung, die durch das Vorhandensein von mathematischen Erkenntnisses begründet sind. Da schnallen gleich ein paar Zuhörer ab, selbst wenn ich nicht einmal eine Formel gebracht habe. Im Abschluss habe ich dann alle wieder einfangen können.
Tester sind keine Mathematiker, hatte schon gestern ein Professor aus den USA konstatiert. Es scheint so, dass es in der Informatik überhaupt sehr wenige Mathematiker gibt.
Ich möchte Olympiasieger in Brustkraulen werden, doch ich bin wasserscheu.
Mein Verdacht erhärtet sich. Trotz des ganzen Fortschrittes in den Werkzeugen und den Methoden nehmen die Fehlerzahlen nicht ab.
Sie können nicht abnehmen, wenn bestimmte Erkenntnisse ausgeklammert werden, "weil sie zur Mathematik gehören".
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Speziell für ein paar LeserInnen betone ich hier noch einmal: selbst in meiner Branche sind die meisten Berufstätigen so mathematikscheu, dass es fast unglaublich ist.
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Ich kann mir jetzt auswählen, was ich mit dieser Erkenntnis anfange. Den Schluss meiner Rede kann man auch ohne Mathematik begründen. Es ist dann ungefähr so, wie einer Messe beiwohnen ohne an Gott zu glauben.
Ich bin gespannt, wann ich die erste ausgesprochene Zustimmung erhalte.
Aus Erfahrung kann ich davon ausgehen, dass in 5 Jahren das heute Gesagte als Selbstverständlichkeit anerkannt wird.
Heute ist das jedenfalls nicht der Fall.
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Ich kann zufrieden sein.
Ich bin es auch.
Berlin werde ich allerdings mit großem Bedauern ausfallen lassen müssen.
steppenhund - 18. Sep, 11:31