Mozart ...
und meine Matschkerei.
Soeben habe ich Die Hochzeit des Figaros (Salzburger Festspiele), zumindest den letzten Akt in der Fersehübertragung gesehen. Wunderbare Sänger, eine Langzeit-Lieblingsoper von mir. Einen komischen Engel im letzten Akt habe ich noch nie gesehen. Das ist entweder Claus Guths Werk oder vielleicht hat es sich Flimm gewünscht. Vielleicht ein "flimmernder" Engel.
Im Gegensatz zu Wagner finde ich die Da Ponti-Libretti nicht mehr zeitgemäß. Oder vielleicht sind sie zeitgemäß, doch dann weisen sie mich auf die Hybris der heutigen Zeit, auf bigotten Fundamentalismus, auf eine falsch verstandene sexuelle Großzügigkeit hin, die ja - geschicktes Einbinden von Aids - heute wieder zurückgeschraubt wird. Es geht nicht nur um die Gesundheit sondern um die Verteufelung des Sexuellen. Dann haben unsere Regierungen und die Kirche wieder mehr zum sagen.
Bereits als Kind hat es mich gestört, dass der Graf mehrfach nicht vergeben will. Ihm wird aber ganz schnell vergeben, weil ja die Oper zu Ende gehen muss. Braten sollte er. Da ist ja Don Juan noch ehrlicher, der Reue verweigert und in die Hölle fährt.
Eines war jedenfalls cool. Zu Mozart geht das Hemden Bügeln besonders leicht von der Hand.
Die Sängerbesetzung war allerdings wirklich vom Feinsten. Aber das können sich die LeserInnen selber googlen, wer sich da ausgezeichnet hat.
Nachdem ich jetzt alle drei Inszenierungen des Da Ponti-Zyklus gesehen habe, kann ich sagen, dass mir Cosi Fan Tutte noch am meisten zusagt. Die hat mit der Verwechslung etwas Shakespeare-haftes. Das akzeptiere ich einfach so wie es ist. Aber die Vermischung von Realität und Fantasterei wird durch die Inszenierungen des Claus Guth für mich nicht aufgelöst. Tut leid.
Soeben habe ich Die Hochzeit des Figaros (Salzburger Festspiele), zumindest den letzten Akt in der Fersehübertragung gesehen. Wunderbare Sänger, eine Langzeit-Lieblingsoper von mir. Einen komischen Engel im letzten Akt habe ich noch nie gesehen. Das ist entweder Claus Guths Werk oder vielleicht hat es sich Flimm gewünscht. Vielleicht ein "flimmernder" Engel.
Im Gegensatz zu Wagner finde ich die Da Ponti-Libretti nicht mehr zeitgemäß. Oder vielleicht sind sie zeitgemäß, doch dann weisen sie mich auf die Hybris der heutigen Zeit, auf bigotten Fundamentalismus, auf eine falsch verstandene sexuelle Großzügigkeit hin, die ja - geschicktes Einbinden von Aids - heute wieder zurückgeschraubt wird. Es geht nicht nur um die Gesundheit sondern um die Verteufelung des Sexuellen. Dann haben unsere Regierungen und die Kirche wieder mehr zum sagen.
Bereits als Kind hat es mich gestört, dass der Graf mehrfach nicht vergeben will. Ihm wird aber ganz schnell vergeben, weil ja die Oper zu Ende gehen muss. Braten sollte er. Da ist ja Don Juan noch ehrlicher, der Reue verweigert und in die Hölle fährt.
Eines war jedenfalls cool. Zu Mozart geht das Hemden Bügeln besonders leicht von der Hand.
Die Sängerbesetzung war allerdings wirklich vom Feinsten. Aber das können sich die LeserInnen selber googlen, wer sich da ausgezeichnet hat.
Nachdem ich jetzt alle drei Inszenierungen des Da Ponti-Zyklus gesehen habe, kann ich sagen, dass mir Cosi Fan Tutte noch am meisten zusagt. Die hat mit der Verwechslung etwas Shakespeare-haftes. Das akzeptiere ich einfach so wie es ist. Aber die Vermischung von Realität und Fantasterei wird durch die Inszenierungen des Claus Guth für mich nicht aufgelöst. Tut leid.
steppenhund - 16. Aug, 12:27