BB3 *) mit Untertitel Rosenkavalier
Diese Kritik wird diesmal nicht an einer bestimmten Person ausgerichtet. Sie ist einer ganz bestimmten Gruppe von Frauen gewidmet, die ich einmal dezidiert einschließen will, damit sie eine positive Wertung erfahren können, obwohl ich dort sehr selten lese. Es handelt sich um Frauen bis vierzig, alleinerziehend, mit Kind oder Kindern, die über ihre alltägliche Lebensbewältigung schreiben. Manchmal lese ich in einem dieser Blogs und fühle etwas Mitleid, wenn ich die Lebensumstände zu erahnen glaube.
Grob kann ich zwei Gruppen ausnehmen. Die einen haben nie mit dem Vater ihres Kindes zusammengelebt, die anderen wurden nach einigen Jahren geschieden.
Manchmal wird noch offen gegen den "Mann" räsoniert, aus manchen Beträgen dringt ein trotziges Zufriedensein und manche suchen ein neues Glück.
Ohne namentliche Beispiele zu nennen, haben manche dieser Blogs einen hohen Unterhaltungswert, andere gehören zu denen, bei denen ich am liebsten sagen würde "selber schuld". Was ich aber im Allgemeinen an diesen Blogs schätze, ist eine gewisse Ehrlichkeit, manchmal offene Entrüstung. Da kann ich dann schon auch mal Tussi-Allüren ertragen. Ich kann mir da auch schon die Repliken vorstellen. Wir brauchen dein Mitleid nicht, du bist auch nur einer von "diesen" Männern. Sei's drum.
-
Wie komme ich aber zu diesem Beitrag.?
Über den Rosenkavalier und seine Bedeutung in meinem Leben habe ich schon geschrieben.
Heute habe ich eine Übertagung aus Baden-Baden unter Thielemann mit Renée Fleming als Feldmarschallin, Sophie Koch als Octavian und Diana Damrau als Sophie gesehen. (Auch Hawlata als Baron von Lerchenau war toll.)
Die (Theater-)Spielkunst der Sänger fand ich großartig. (Die Inszenierung hatte mir ein paar Spiegel zuviel.)
Im dritten Akt war ich die letzte dreiviertel Stunde zu Tränen gerührt.
-
Im Rosenkavalier kommen 5 Männer vor:
Der Baron von Lerchenau - Unsympathischer, ungehobelter Landadel, als Mann und Adeliger sich als etwas Besseres vorkommend, der seine bevorstehende Hochzeit ungefähr wie einen Kuhhandel betreibt. Es gibt nur eine winzige Szene, in der er menschlich gezeigt wird. Ansonsten ist er zum Schmeißen.
Octavian, Graf Rofrano, 17 Jahre, eigentlich kein Mann sondern ein "Bub", wie er von der Feldmarschallin bezeichnet wird, deren Liebhaber er ist. Auch im weiteren Verlauf der Oper weiß er eigentlich nicht, was er tut. Verdammtes Glück hat er, dass die Frauen das für ihn wissen.
Der Herr von Faninal, der so geil auf die Einheiratung des Adels in seine Familie ist, dass es nicht ganz klar wird, ob er mehr seine Tochter oder sich selbst prostituiert.
Die anderen vorkommenden und spielenden Männer sind auch keine Heiratskandidaten.
Also auf zur Metaebene.
Hugo von Hoffmannsthal, der Libtrettist. Als ich beim dritten Akt die Untertitel sah, dachte ich, dass man über jeden Zweiteiler einen eigenen Blogeintrag schreiben könnte. Da ist ein Mann, der eine Komödie verfasst, über die man fast die gesamte Zeit hellauf lachen kann. Und doch liegt sowohl im ersten Akt als auch im letzten das ganze Weh über die Vergänglichkeit von Liebesschwüren und den Einfluss von Zeit, besonders auf die Frauen, zutage.
Richard Strauss, dem seine keifende Primadonna keine Schwierigkeiten zu bereiten schien und der wie es mir scheint immer bessere Arien für Frauen als für Männer geschrieben hat.
Dann kommen noch die ganzen Musiker, der Dirigent etc.,etc.
Keine Heiratskandidaten will mir scheinen. Nicht für Personen, die mit klassischer Musik wenig anfangen können.
Ich habe aber irgendwie den Eindruck, dass glückliche Verbindungen ohne die Überlegung eines Ideals oder dem Beispiel einer glücklichen Beziehung gar keine Chance haben können. Es gibt wenige Beispiele.
Ich habe kürzlich in meiner unmittelbaren Umgebung einen Mann wahrgenommen, der heiratbar ist, besser war. Und die Beziehung wird sicher halten.
Und das bringt mich zur Blogkritik zurück. Manchmal würde ich die angesprochenen Bloggerinnen am liebsten fragen, was sie sich denn erwarten. Manchmal gab es auch Einträge, wie der ideale Mann aussehen sollte. Und fast alle diese Einträge waren unrealistisch in ihren Vorstellungen, indem sie einander widersprechende Wünsche auf gleicher Ebene nebeneinander reihten.
Und das ist dann auch meine Hauptkritik. Aus manchen Beiträgen ist heraus lesbar, dass es kaum Männer geben kann, die eine Chance zu bestehen hätten.
Dass die Männer im Rosenkavalier keine Kandidaten sind, das gestehe ich ein. Aber genauso wenig sind es die Helden aus anderen Stücken, Rockmusiker, Popmusiker, Leute des öffentlichen Lebens. Wenn man sich aber an denen einmal ausgerichtet hat, ist man vermutlich verloren.
BB = Bloggerbeschimpfung
der Ausgangspunkt:
Da ich nicht wirklich selber etwas schreiben will, werde ich mich damit beschäftigen, Blogger auszurichten. Es gibt Blogger, über, die ich die Nase rümpfe, Blogger, die zu banal sind, Blogger, deren Motivation ich nicht verstehe, Blogger, deren Motivation ich nur zu gut verstehe, und Blogger, die mir auf irgendeine Weise widerlich sind.
Da ich aber ein feiger Hund bin und niemanden direkt angreifen möchte, werde ich die meiste Zeit nur über Blogger schreiben, die ich mich zu kritisieren traue.
Die, über die ich nicht schreibe, dürfen sich dann zu der widerlichen Sorte zählen. Das wird eine langwierige Serie werden, doch ich glaube, zumindest ich werde viel Spass haben.
-
Jetzt gibt es natürlich eine ganze Reihe von Bloggern, die ich mag, und die ich eigentlich nicht reihen möchte. Die Reihenfolge der ersten dreißig Beiträge soll also nicht als Wertung verstanden werden, wer den 1., den 2.; oder den 3. Platz hat. Nur die Auslassungen überhaupt werden signifikant sein. Oder vielleicht ab und zu eine echt negative Kritik:)
Grob kann ich zwei Gruppen ausnehmen. Die einen haben nie mit dem Vater ihres Kindes zusammengelebt, die anderen wurden nach einigen Jahren geschieden.
Manchmal wird noch offen gegen den "Mann" räsoniert, aus manchen Beträgen dringt ein trotziges Zufriedensein und manche suchen ein neues Glück.
Ohne namentliche Beispiele zu nennen, haben manche dieser Blogs einen hohen Unterhaltungswert, andere gehören zu denen, bei denen ich am liebsten sagen würde "selber schuld". Was ich aber im Allgemeinen an diesen Blogs schätze, ist eine gewisse Ehrlichkeit, manchmal offene Entrüstung. Da kann ich dann schon auch mal Tussi-Allüren ertragen. Ich kann mir da auch schon die Repliken vorstellen. Wir brauchen dein Mitleid nicht, du bist auch nur einer von "diesen" Männern. Sei's drum.
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Wie komme ich aber zu diesem Beitrag.?
Über den Rosenkavalier und seine Bedeutung in meinem Leben habe ich schon geschrieben.
Heute habe ich eine Übertagung aus Baden-Baden unter Thielemann mit Renée Fleming als Feldmarschallin, Sophie Koch als Octavian und Diana Damrau als Sophie gesehen. (Auch Hawlata als Baron von Lerchenau war toll.)
Die (Theater-)Spielkunst der Sänger fand ich großartig. (Die Inszenierung hatte mir ein paar Spiegel zuviel.)
Im dritten Akt war ich die letzte dreiviertel Stunde zu Tränen gerührt.
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Im Rosenkavalier kommen 5 Männer vor:
Der Baron von Lerchenau - Unsympathischer, ungehobelter Landadel, als Mann und Adeliger sich als etwas Besseres vorkommend, der seine bevorstehende Hochzeit ungefähr wie einen Kuhhandel betreibt. Es gibt nur eine winzige Szene, in der er menschlich gezeigt wird. Ansonsten ist er zum Schmeißen.
Octavian, Graf Rofrano, 17 Jahre, eigentlich kein Mann sondern ein "Bub", wie er von der Feldmarschallin bezeichnet wird, deren Liebhaber er ist. Auch im weiteren Verlauf der Oper weiß er eigentlich nicht, was er tut. Verdammtes Glück hat er, dass die Frauen das für ihn wissen.
Der Herr von Faninal, der so geil auf die Einheiratung des Adels in seine Familie ist, dass es nicht ganz klar wird, ob er mehr seine Tochter oder sich selbst prostituiert.
Die anderen vorkommenden und spielenden Männer sind auch keine Heiratskandidaten.
Also auf zur Metaebene.
Hugo von Hoffmannsthal, der Libtrettist. Als ich beim dritten Akt die Untertitel sah, dachte ich, dass man über jeden Zweiteiler einen eigenen Blogeintrag schreiben könnte. Da ist ein Mann, der eine Komödie verfasst, über die man fast die gesamte Zeit hellauf lachen kann. Und doch liegt sowohl im ersten Akt als auch im letzten das ganze Weh über die Vergänglichkeit von Liebesschwüren und den Einfluss von Zeit, besonders auf die Frauen, zutage.
Richard Strauss, dem seine keifende Primadonna keine Schwierigkeiten zu bereiten schien und der wie es mir scheint immer bessere Arien für Frauen als für Männer geschrieben hat.
Dann kommen noch die ganzen Musiker, der Dirigent etc.,etc.
Keine Heiratskandidaten will mir scheinen. Nicht für Personen, die mit klassischer Musik wenig anfangen können.
Ich habe aber irgendwie den Eindruck, dass glückliche Verbindungen ohne die Überlegung eines Ideals oder dem Beispiel einer glücklichen Beziehung gar keine Chance haben können. Es gibt wenige Beispiele.
Ich habe kürzlich in meiner unmittelbaren Umgebung einen Mann wahrgenommen, der heiratbar ist, besser war. Und die Beziehung wird sicher halten.
Und das bringt mich zur Blogkritik zurück. Manchmal würde ich die angesprochenen Bloggerinnen am liebsten fragen, was sie sich denn erwarten. Manchmal gab es auch Einträge, wie der ideale Mann aussehen sollte. Und fast alle diese Einträge waren unrealistisch in ihren Vorstellungen, indem sie einander widersprechende Wünsche auf gleicher Ebene nebeneinander reihten.
Und das ist dann auch meine Hauptkritik. Aus manchen Beiträgen ist heraus lesbar, dass es kaum Männer geben kann, die eine Chance zu bestehen hätten.
Dass die Männer im Rosenkavalier keine Kandidaten sind, das gestehe ich ein. Aber genauso wenig sind es die Helden aus anderen Stücken, Rockmusiker, Popmusiker, Leute des öffentlichen Lebens. Wenn man sich aber an denen einmal ausgerichtet hat, ist man vermutlich verloren.
BB = Bloggerbeschimpfung
der Ausgangspunkt:
Da ich nicht wirklich selber etwas schreiben will, werde ich mich damit beschäftigen, Blogger auszurichten. Es gibt Blogger, über, die ich die Nase rümpfe, Blogger, die zu banal sind, Blogger, deren Motivation ich nicht verstehe, Blogger, deren Motivation ich nur zu gut verstehe, und Blogger, die mir auf irgendeine Weise widerlich sind.
Da ich aber ein feiger Hund bin und niemanden direkt angreifen möchte, werde ich die meiste Zeit nur über Blogger schreiben, die ich mich zu kritisieren traue.
Die, über die ich nicht schreibe, dürfen sich dann zu der widerlichen Sorte zählen. Das wird eine langwierige Serie werden, doch ich glaube, zumindest ich werde viel Spass haben.
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Jetzt gibt es natürlich eine ganze Reihe von Bloggern, die ich mag, und die ich eigentlich nicht reihen möchte. Die Reihenfolge der ersten dreißig Beiträge soll also nicht als Wertung verstanden werden, wer den 1., den 2.; oder den 3. Platz hat. Nur die Auslassungen überhaupt werden signifikant sein. Oder vielleicht ab und zu eine echt negative Kritik:)
steppenhund - 30. Mai, 23:59