Laut neuesten Meldungen sollen die EU-Bildungsrichtlinien überarbeitet werden. Bereits die Dreijährigen sollen doppelte Buchhaltung können und drei Sprachen sprechen und schreiben können. Neben der Beherrschung der Differenzialrechnung wird auch die Kenntnis der jeweiligen Landesverfassung vorausgesetzt.
Momentan streitet man sich noch darüber, ob das Alter nicht zu hoch gewählt ist. Bestimmte Fraktionen wollen diese Bildungsebene bereits bei Zweijährigen sehen, damit die PISA-Ergebnisse besser werden.
Diese Vorstellungen können doch eigentlich nur von Idioten kommen, die selbst mit 50 Jahren schlecht beim PISA-Test abschneiden würden.
Obwohl - ...
Wenn man die Sache zu Ende denkt, hat sie schon eine gewisse Berechtigung. In Wirklichkeit beginnt das Lernen ja bereits im Mutterleib, am besten noch vor der Zeugung. D.h. in Wirklichkeit sollten die Eltern vielleicht ein bisschen mehr als instinktbedingtes Kopulieren beherrschen. Da erinnere ich mich doch an die Achtzigerjahre, als in Singapur tatsächlich versucht wurde, ein Gesetz durchzubringen, nachdem Akademiker mehrere Frauen oder Männer haben durften und beim Kinderkriegen bevorzugt worden wären. Das Gesetz kippte wegen seiner rassistischen Untertöne.
Wenn ich aber von Bildungsstandards für Dreijährige höre, möchte ich gerne ein paar von diesen Hirnwixern persönlich an der Gurgel nehmen. Da fühle ich mich nämlich noch retroaktiv bedroht. Die hätten mich doch damals glatt abgemurkst.
Apropos Abmurksen : vielleicht ist das die Lösung. Alles abmurksen, was nicht den Bildungsstandard der Dreijährigen erfüllt. (Entschuldige Testsiegerin, Du weißt, es richtet sich nicht gegen deine Schützlinge.)
Die ersten, die es träfe, wären jene, die gerade diese Richtlinien verfassen. Sowas von vertrottelt!
Quelle:
ORF-heute