Dienstag, 30. Dezember 2008

Echte Männer - Computer

Um einen vollständigen Webserver mit Datenbank und Skripting aufzusetzen hat sich unter Windows XAMPP bewährt. Downloaden, starten und ein paar Sicherheitseinstellung interaktiv vornehmen und alles ist gelaufen.
Das geht unter Linux auch. Ich hab aber gelesen, dass es sich nicht gehört. Wer Linux hat, kann das auch zu Fuss machen.
Also die Installation von Apache ist wirklich simpel. Es gibt ein Meta-Paket mit dem man alles auf einmal installieren kann, was man so braucht.

Paketverwaltung

aus dem Internet holt man sich das Start-Kommando:

terminal

Und dann schaut man, ob's geht:

itworks

Der Ordnung halber muss ich hinzufügen, dass ich mich um zwei Fehlermeldung herumarbeiten musste:

1. apache2: bad user name ${APACHE_RUN_USER}
und
2. Could not bind to address 0.0.0.0:80

Beides lässt sich recht leicht und schnell im Internet finden.
Bei Nummer 1 muss man nur das Kommando in der richtigen Syntax verwenden ohne -k, wie es in der Hilfe eigentlich ersichtlich wäre.
Bei Nummer 2 hilft ein einfaches Sudo, weil die unteren Ports nur im SU-modus enabled werden dürfen.

Ich habe mich gefragt, warum ich mir das antue.
Und eigentlich ist es eine Folge von etwas, was ich heute kommentiert habe. Bildung ist Hol-Schuld. Man muss sich die Dinge selbst erarbeiten.
So wie das echte Männer einfach tun!

Nachtrag: einen Webserver zu installieren, ist wirklich keine Kunst. Es ist eher wichtig zu verstehen, was da im Computer abläuft.
Beim ersten Mal vor mehr als zehn Jahren war es teilweise noch eine wirkliche Herausforderung. Damals war das Betriebssystem OS/2.

Beachtlicher Pianist

Kirill Gerstein, ein Name, den ich mir merken werde.
Habe gerade im Radio einen Konzert-Mitschnitt gehört. Unübliches Programm, sehr transparent, hervorragende Technik und Wirkung trotz technischer Brillanz.

Liebestest für ältere Männer

Habe ich diese Frau geliebt? - Wer sich diese Frage nicht stellt, braucht nicht weiter lesen.
Wessen Beziehungen nicht länger als drei Jahre gedauert haben, bis die Frau aus dem Blickfeld verschwunden ist, wird mit diesen Zeilen ebenfalls wenig anfangen können.
Gehen wir von einem mindestens vierzigjährigen Mann aus, der auf Frauen trifft, die er schon vor 20 Jahren gekannt hat. Frauen verändern sich aussehensmäßig in eine Richtung, die sie manchmal selbst betrübt. Bestimmte Attribute der Jugend verschwinden, der unmittelbare Reiz scheint zu verfliegen. Sie sind genötigt, mehr mit den inneren Werten zu punkten.
Trotzdem gibt es ältere Frauen, die allgemein so beschrieben werden: "Diese Frau muss einmal in ihrer Jugend sehr schön gewesen sein." Als Kind habe ich das öfters die Erwachsenen sagen hören. (Heute scheint das nicht mehr so aktuell zu sein, weil sich auch 50-jährige ganz fantastisch herrichten können.)
Dann gibt es aber auch Frauen, die sich in Gesicht und Ausdruck derart verändern können, dass man meinen kann, eine vollständig andere Person vor sich zu haben. Das stimmt vermutlich. Das Leben hat diese Frauen anscheinend umgeformt. Der Satz "Ab vierzig ist man für sein eigenes Gesicht verantwortlich." spielt hier wohl ebenfalls mit.
-
Und dann gibt es die Frauen, deren Attraktivität vielleicht in den Jahren abgenommen hat, deren Gesichtszüge härtere, strengere Formen angenommen haben, in deren Antlitzen Leid, Kummer, Frustration zu einer spürbaren Verhärtung geführt haben. Der Gedanke, wie gut, dass es nichts mit uns etwas wurde, ist nicht zu verdrängen.
-
Es gibt allerdings jene Frauen, bei denen eine beliebige Veränderung keine kritische Betrachtung erweckt. Es sind die Frauen, in deren Gesichtern eine Projektion sichtbar wird, die von einem inneren Gefühl gesteuert wird. Diese Projektion ist von so stark positiven Kräften getrieben, dass sich die Realität dem Wunschbild anzupassen scheint.
Wenn das passiert - angesprochener und noch lesender Mann - dann weiß ich, dass ich diese Frau geliebt habe. Davon bleibt nämlich etwas übrig, ob man es wahr haben will oder nicht. Und der Gedanke, auch mit uns wäre es schön geworden, hat dann etwas Tröstliches.

How I stole 1.000.000.000 € in paintings

Mein heutiger Traum war wirklich interessant. Ich hätte ihn gerne als Geschichte erzählt, doch reichen mir jetzt schon die Eckdaten.
Ich gab in München ein Workshop über Schreiben und hatte eine Partnerin mit.
Ein guter Freund von mir kam mit einem, eigentlich zwei, Plänen, wie ich das Archiv von zwei bedeutenden Universitäten plündern konnte. Der Ort der Unis war allerdings dann Washington D.C.
In beiden Unis gab es Institute mit guten Bekannten. Der Plot war ähnlich. Die Bekannten ließen mich mit ungerahmten Bildern allein, um etwas daran studieren zu können. In einem Fall waren vier Van Goghs vorbei, deren Gestaltung aber eher an Nitsch erinnerte. Die Bilder wurden eingepackt zusammen mit den Werken ein paar anderer berühmter Maler und die Uni durch einen ausgeklügelten Weg, der an keiner Menschenseele vorbeiführte, schließlich durch einen Rettungstunnel, verlassen. Es gab noch ein zwei Zwischenstationen zwecks Alibibeschaffung, dann hielt ich meinen Kurs.
Der zweite Fall war ähnlich gelagert.
Am Freitag nachmittag sollte der Flieger zurück gehen. Ich bekam dann noch kalte Füße. Es könnte ja sein, dass ich schon zur Fahndung ausgeschrieben war und mein Gepäck durchsucht werden würde.
Ich verließ das Land nicht. Die Aktion sollte aber nicht der Bereicherung dienen sondern als Beweis da stehen, wie schlecht es um die Sicherung der Werte bestellt war. Es gab auch keine Absicht, unsere Bekannten zu schädigen.
Der zweite Coup war mehr Schiele und Klimt-lastig, der Fluchtweg etwas anders. Außerdem trafen wir eine Person in einem Lift, den wir benutzen mussten.
Alles in allem eine vergnügliche Story, die ich da zusammen träumte. Im Wachzustand fiel mir allerdings auf, wieviele Details nicht zusammenstimmen konnten.

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