Der gestohlene Christbaum
Vor unserem Haus steht 2002. Hinter unserem Haus steht 1992. 1992, das war der erste Christbaum, den wir in Brunn hatten. Damals war unser Wohnzimmer fast vollständig eingerichtet. Zu Weihnachten gab es den "lebendigen" Weihnachtsbaum. Im Topf. Er musste noch 1993 und 1994 seine Darbietung als Christbaum geben, dann wurde er eingepflanzt. Jetzt steht er als mächtiger Baum neben dem Haus.
Alle freuen sich, wenn wir im Sommer draußen essen und er leise im Wind seine Äste biegt.
Nun gibt es auch den 2007er. Ein schönes Bäumchen war er im Vorjahr. Wir hatten überlegt, ob wir ihn auf das höhere oder auf das kleinere Tischchen stellen sollten. Auf dem großen Tischchen erschien er dann sehr mächtig und wunderschön in seiner Pracht.
Die letzten Tage freute mich sein Anblick, wenn ich mit dem Hund spazieren ging. Bevor ich aus dem Gartentor hinaustrat, fiel mein Blick auf ein prächtig sich entwickelt habendes Bäumchen und ich stellte mir schon vor, wie er heuer wirken würde.
Heute vormittag gab es noch die letzten Einkäufe zu erledigen. Abgezählte Objekte wie z.B. ein neues Bügelbrett, nachdem ich das alte erschlagen hatte, als ich ungeschickt darauf gestolpert war. Und Glühbirnen und etwas Fleisch für morgen. Da hatte Frau Columbo nämlich ursprünglich einen Fasttag eingeplant;) Das große Familienfest gibt es ja erst am 26. Schließlich wollen andere Großeltern auch noch etwas von ihren Enkeln haben.
Nach dem Einkauf, der mich trotz der überschaubaren Anzahl von Einkaufsobjekten wie z.B. auch zwölf Flaschen Wein etwas angestrengt hatte, legte ich mich auf ein kleines Schläfchen nieder.
Als Frau Columbo mich weckte, schreckte ich schlaftrunken auf. Ich sollte den Baum hereinholen. Alle Doppeltüren wurden geöffnet, die groben Handschuhe angezogen, der Teppich ausgerollt, um den Baum inhäusig bequem verschieben zu können. Dann machte ich mich auf den Weg, den Baum zu holen.
Ich marschierte in den Garten und traute meinen Augen nicht. Der Baum war weg. Ich durchsuchte den Garten, doch ohne Erfolg. Der Baum blieb weg. Hatte sich jemand Eintritt zum Garten verschafft und ihn heimlich für sich in Beschlag genommen? Rein technisch wäre das möglich. Ich stackste wieder zum Haus zurück und wollte gerade Frau Columbo Bericht erstatten. Ich sah mich im inneren Teil des Gartens noch einmal um. Der Bereich vor der Küche. Vielleicht hatte schon mein Sohn den Baum etwas näher an die Küchentür herangebracht?
Da fiel mein Blick auf einen ziemlich großen Nadelbaum, der sich am unteren Ende durch einen Topf auszeichnete. Es war der 2007er.
Er ist ziemlich gewachsen. Heute kommt der kleine Tisch mit den Gußeisenbeinen dran. Jetzt steht der Baum schon drauf.
Der Baum, an dem ich mich die letzten Tage immer wieder beim Vorbeigehen erfreut hatte, war der Weihnachtsbaum meiner Kinder. Und der war natürlich auch bereits ins Wohnzimmer geräumt. Ins andere. Dorthin, wo sich Alida und Esther darüber freuen werden.
Jetzt bin ich wieder hellwach. Jetzt kann ich bei den anderen Vorbereitungen helfen wie z.B. den Papiermist hinaus bringen.
Aber das ist eine andere Geschichte.
Der gestohlene Christbaum bereitet sich indessen bereits auf sein Festkleid vor.
Nachtrag:
Und so sieht er heuer aus:

Alle freuen sich, wenn wir im Sommer draußen essen und er leise im Wind seine Äste biegt.Nun gibt es auch den 2007er. Ein schönes Bäumchen war er im Vorjahr. Wir hatten überlegt, ob wir ihn auf das höhere oder auf das kleinere Tischchen stellen sollten. Auf dem großen Tischchen erschien er dann sehr mächtig und wunderschön in seiner Pracht.
Die letzten Tage freute mich sein Anblick, wenn ich mit dem Hund spazieren ging. Bevor ich aus dem Gartentor hinaustrat, fiel mein Blick auf ein prächtig sich entwickelt habendes Bäumchen und ich stellte mir schon vor, wie er heuer wirken würde.
Heute vormittag gab es noch die letzten Einkäufe zu erledigen. Abgezählte Objekte wie z.B. ein neues Bügelbrett, nachdem ich das alte erschlagen hatte, als ich ungeschickt darauf gestolpert war. Und Glühbirnen und etwas Fleisch für morgen. Da hatte Frau Columbo nämlich ursprünglich einen Fasttag eingeplant;) Das große Familienfest gibt es ja erst am 26. Schließlich wollen andere Großeltern auch noch etwas von ihren Enkeln haben.
Nach dem Einkauf, der mich trotz der überschaubaren Anzahl von Einkaufsobjekten wie z.B. auch zwölf Flaschen Wein etwas angestrengt hatte, legte ich mich auf ein kleines Schläfchen nieder.
Als Frau Columbo mich weckte, schreckte ich schlaftrunken auf. Ich sollte den Baum hereinholen. Alle Doppeltüren wurden geöffnet, die groben Handschuhe angezogen, der Teppich ausgerollt, um den Baum inhäusig bequem verschieben zu können. Dann machte ich mich auf den Weg, den Baum zu holen.
Ich marschierte in den Garten und traute meinen Augen nicht. Der Baum war weg. Ich durchsuchte den Garten, doch ohne Erfolg. Der Baum blieb weg. Hatte sich jemand Eintritt zum Garten verschafft und ihn heimlich für sich in Beschlag genommen? Rein technisch wäre das möglich. Ich stackste wieder zum Haus zurück und wollte gerade Frau Columbo Bericht erstatten. Ich sah mich im inneren Teil des Gartens noch einmal um. Der Bereich vor der Küche. Vielleicht hatte schon mein Sohn den Baum etwas näher an die Küchentür herangebracht?
Da fiel mein Blick auf einen ziemlich großen Nadelbaum, der sich am unteren Ende durch einen Topf auszeichnete. Es war der 2007er.
Er ist ziemlich gewachsen. Heute kommt der kleine Tisch mit den Gußeisenbeinen dran. Jetzt steht der Baum schon drauf.
Der Baum, an dem ich mich die letzten Tage immer wieder beim Vorbeigehen erfreut hatte, war der Weihnachtsbaum meiner Kinder. Und der war natürlich auch bereits ins Wohnzimmer geräumt. Ins andere. Dorthin, wo sich Alida und Esther darüber freuen werden.
Jetzt bin ich wieder hellwach. Jetzt kann ich bei den anderen Vorbereitungen helfen wie z.B. den Papiermist hinaus bringen.
Aber das ist eine andere Geschichte.
Der gestohlene Christbaum bereitet sich indessen bereits auf sein Festkleid vor.
Nachtrag:
Und so sieht er heuer aus:

steppenhund - 24. Dez, 14:57