schönes Kammermusik-Konzert
Ein junges Trio spielt gerade in Ö1.
Eine Aufnahme von der Schubertiade Hohenems.
Siehe Ö1-Link für Web-Radio-Hörer.
Komponist/Komponistin: Ludwig van Beethoven
Titel: Klaviertrio D-Dur, op. 70/1 Geistertrio
* Allegro vivace e con brio
* Largo assai e espressivo
* Presto
Solist/Solistin: Baiba Skride, Violine Sol Gabetta, Violoncello Lauma Skride, Klavier
Label: Bärenreiter
Länge: 22:55 min
Komponist/Komponistin: Robet Schumann
Titel: Klaviertrio F-Dur op.80
* Sehr lebhaft
* Mit innigem Ausdruck
* In mäßiger Bewegung
* Nicht zu rasch
Solist/Solistin: Baiba Skride, Violine Sol Gabetta, Violoncello Lauma Skride, Klavier
Label: Peters
Länge: 27:31 min
Komponist/Komponistin: Johannes Brahms
Titel: Klaviertrio H-Dur op.8
* Allegro con brio
* Scherzo: Allegro molto
* Adagio
* Allegro
Solist/Solistin: Baiba Skride, Violine Sol Gabetta, Violoncello Lauma Skride, Klavier
Label: Peters
Länge: 32:34 min
Nachtrag:
Frau Columbo, gerade von der Arbeit heimgekommen, meint:
"Da hast Du schon aber viele gespielt, die man im Radio hört."
Der Schumann zählt nicht dazu, aber den werde ich bei meinen Partnern demnächst anmelden. Der ist wunderschön.
Nachtrag 2:
Jetzt spielen sie gerade den Brahms. Das ist einer meiner Lieblingswerke. Als ich den Klavierauszug kaufte, war ausgemacht, dass wir das Trio in C-Moll spielen würden. Ich bin damals im Hawelka gesessen, habe die Noten angesehen und den Geiger angerufen, ob wir nicht op. 8, also das obige Werk spielen könnten. "Kein Problem, gerne"
Es war schwere Arbeit, das Werk zu üben, aber die Belohnung, es dann spielen zu dürfen, war entsprechend groß.
Nachtrag 3:
Die Erstfassung dieses frühen Kammermusikwerkes wurde im November 1854 von Breitkopf & Härtel herausgegeben. Aus finanziellen Gründen hatte Brahms damals der Veröffentlichung zugestimmt, ganz im Gegensatz zu zahlreichen anderen Werken seiner Frühzeit, die er aus übersteigerter Selbstkritik teilweise sogar eigenhändig vernichtete. Schon ein paar Tage später bereut er in einem Brief an Joseph Joachim, dass er das Trio zum Druck freigegeben hat:
„Das Trio hätte ich gern noch behalten, da ich jedenfalls später daran geändert hätte...”
Die Tatsache, dass Brahms die Originalversion des Trios mit „Kreisler junior“ signiert hatte, unterstützt eine Theorie, die besagt, dass sich der junge Brahms stark mit Johannes Kreisler, dem wahnsinnigen Kapellmeister aus E.T.A. Hoffmanns Roman „Lebensansichten des Katers Murr“ identifizierte. So wie diese fiktive Gestalt kämpfte auch Brahms mit seiner außerordentlichen Leidenschaft für Musik und der Berufsrealität des Alltags. Die ungestüme und manchmal etwas brüchige Kompositionsweise der Erstfassung von op.8 verdeutlicht dem Zuhörer diese Theorien und den inneren Kampf von Brahms. 1854 stellte er das Klaviertrio bei einem Hauskonzert seiner engen Freundin Clara Schumann vor. Jene schrieb:
„Später spielte Johannes noch sein Trio, dem ich nichts wünschte als einen anderen ersten Satz, denn ich kann mich mit diesem nicht befreunden.“
Schon im Jahre 1856 weigerte sich Brahms, op.8 noch einmal in der Öffentlichkeit zu spielen. Erst 1880, als Simrock, ein führender deutscher Musikverlag, eine Neuauflage sämtlicher Werke Brahms’ herauszubringen plante, ergriff er die Gelegenheit und begann, sich abermals mit dem Werk zu beschäftigen.
Im Sommer 1889, den er in der kaiserlichen Sommerresidenz Bad Ischl verbrachte, arbeitete er eifrig an der neuen Version und verbesserte alte Fehler seiner Jugend mit dem Können und der Erfahrung, die er sich in der Zwischenzeit angeeignet hatte. Die Premiere des neu komponierten/revidierten Trios fand 1890 mit Brahms selbst am Klavier in Budapest statt. In einem Brief an Clara schrieb er:
„Ich habe mein H-Dur-Trio noch einmal geschrieben und kann es op.108 statt op.8 nennen...“
[Quelle: http://www.salzburgerklaviertrio.at/audio/index.html]
Wir haben es in der bearbeiteten Fassung gespielt. Ich meine nur, dass es Brahms nicht bearbeitet hätte, wenn ihm das Werk nicht an sich am Herzen gelegen wäre.
Nachtrag 4:
Wenn das Konzert aus ist, setze ich mich hin und spiele den Klavierpart des langsamen Satzes, der jetzt gerade spielt.
Vielleicht lerne ich dann auch, was Heimweh ist;)
Eine Aufnahme von der Schubertiade Hohenems.
Siehe Ö1-Link für Web-Radio-Hörer.
Komponist/Komponistin: Ludwig van Beethoven
Titel: Klaviertrio D-Dur, op. 70/1 Geistertrio
* Allegro vivace e con brio
* Largo assai e espressivo
* Presto
Solist/Solistin: Baiba Skride, Violine Sol Gabetta, Violoncello Lauma Skride, Klavier
Label: Bärenreiter
Länge: 22:55 min
Komponist/Komponistin: Robet Schumann
Titel: Klaviertrio F-Dur op.80
* Sehr lebhaft
* Mit innigem Ausdruck
* In mäßiger Bewegung
* Nicht zu rasch
Solist/Solistin: Baiba Skride, Violine Sol Gabetta, Violoncello Lauma Skride, Klavier
Label: Peters
Länge: 27:31 min
Komponist/Komponistin: Johannes Brahms
Titel: Klaviertrio H-Dur op.8
* Allegro con brio
* Scherzo: Allegro molto
* Adagio
* Allegro
Solist/Solistin: Baiba Skride, Violine Sol Gabetta, Violoncello Lauma Skride, Klavier
Label: Peters
Länge: 32:34 min
Nachtrag:
Frau Columbo, gerade von der Arbeit heimgekommen, meint:
"Da hast Du schon aber viele gespielt, die man im Radio hört."
Der Schumann zählt nicht dazu, aber den werde ich bei meinen Partnern demnächst anmelden. Der ist wunderschön.
Nachtrag 2:
Jetzt spielen sie gerade den Brahms. Das ist einer meiner Lieblingswerke. Als ich den Klavierauszug kaufte, war ausgemacht, dass wir das Trio in C-Moll spielen würden. Ich bin damals im Hawelka gesessen, habe die Noten angesehen und den Geiger angerufen, ob wir nicht op. 8, also das obige Werk spielen könnten. "Kein Problem, gerne"
Es war schwere Arbeit, das Werk zu üben, aber die Belohnung, es dann spielen zu dürfen, war entsprechend groß.
Nachtrag 3:
Die Erstfassung dieses frühen Kammermusikwerkes wurde im November 1854 von Breitkopf & Härtel herausgegeben. Aus finanziellen Gründen hatte Brahms damals der Veröffentlichung zugestimmt, ganz im Gegensatz zu zahlreichen anderen Werken seiner Frühzeit, die er aus übersteigerter Selbstkritik teilweise sogar eigenhändig vernichtete. Schon ein paar Tage später bereut er in einem Brief an Joseph Joachim, dass er das Trio zum Druck freigegeben hat:
„Das Trio hätte ich gern noch behalten, da ich jedenfalls später daran geändert hätte...”
Die Tatsache, dass Brahms die Originalversion des Trios mit „Kreisler junior“ signiert hatte, unterstützt eine Theorie, die besagt, dass sich der junge Brahms stark mit Johannes Kreisler, dem wahnsinnigen Kapellmeister aus E.T.A. Hoffmanns Roman „Lebensansichten des Katers Murr“ identifizierte. So wie diese fiktive Gestalt kämpfte auch Brahms mit seiner außerordentlichen Leidenschaft für Musik und der Berufsrealität des Alltags. Die ungestüme und manchmal etwas brüchige Kompositionsweise der Erstfassung von op.8 verdeutlicht dem Zuhörer diese Theorien und den inneren Kampf von Brahms. 1854 stellte er das Klaviertrio bei einem Hauskonzert seiner engen Freundin Clara Schumann vor. Jene schrieb:
„Später spielte Johannes noch sein Trio, dem ich nichts wünschte als einen anderen ersten Satz, denn ich kann mich mit diesem nicht befreunden.“
Schon im Jahre 1856 weigerte sich Brahms, op.8 noch einmal in der Öffentlichkeit zu spielen. Erst 1880, als Simrock, ein führender deutscher Musikverlag, eine Neuauflage sämtlicher Werke Brahms’ herauszubringen plante, ergriff er die Gelegenheit und begann, sich abermals mit dem Werk zu beschäftigen.
Im Sommer 1889, den er in der kaiserlichen Sommerresidenz Bad Ischl verbrachte, arbeitete er eifrig an der neuen Version und verbesserte alte Fehler seiner Jugend mit dem Können und der Erfahrung, die er sich in der Zwischenzeit angeeignet hatte. Die Premiere des neu komponierten/revidierten Trios fand 1890 mit Brahms selbst am Klavier in Budapest statt. In einem Brief an Clara schrieb er:
„Ich habe mein H-Dur-Trio noch einmal geschrieben und kann es op.108 statt op.8 nennen...“
[Quelle: http://www.salzburgerklaviertrio.at/audio/index.html]
Wir haben es in der bearbeiteten Fassung gespielt. Ich meine nur, dass es Brahms nicht bearbeitet hätte, wenn ihm das Werk nicht an sich am Herzen gelegen wäre.
Nachtrag 4:
Wenn das Konzert aus ist, setze ich mich hin und spiele den Klavierpart des langsamen Satzes, der jetzt gerade spielt.
Vielleicht lerne ich dann auch, was Heimweh ist;)
steppenhund - 21. Dez, 19:30