Matura - die Zweite
Als ich noch in die Volksschule ging, hatte ich einen Freund, (er war es, der mir auch sämtliche Karl May-Bände borgte, als ich einmal krank war) der zwei Jahre älter war und bereits ins Gymnasium ging. Als es sich herausstellte, dass ich Prof. G. als Klassenvorstand bekommen wurde, lautete sein Urteil: "hart, aber gerecht."
Damit hatte ich keine Schwierigkeiten. In der ersten Klasse Gymnasium flog ich fast von der Schule, weil ich die Unterschrift meines Vaters gefälscht hatte. (Warum ich es tat, ist mir heute unklar. Die zu unterschreibenden Strafarbeiten hätten meinen Vater nicht sonderlich bekümmert, glaube ich heute.) Doch im zweiten Trimester (die gab es damals noch) stand ich wirklich kurz vor dem Rausschmiss.
Ab der zweiten Klasse hatte ich dann durchgängig einen Vorzug und hatte daher schon deswegen wenig Schwierigkeiten bei den Professoren, wenn man von meinen Betragensnoten absieht.
Meinen Klassenvorstand verehrte ich sehr. Ich mochte den Umstand, dass er uns Latein als lebende Sprache beibrachte. Sonst hatten wir bei ihm Englisch und das war ja eigentlich auch ein angenehmes Fach.
Wie gesagt, ich mochte ihn sehr. Doch dieser Umstand änderte sich in der fünften Klasse aufgrund der unten dargestellten Beschimpfung eines Klassenkollegens.
Dieser kam - zugegeben - oft zu spät in die Schule, weil er noch seine Geschwister in den Kindergarten bringen musste.
Er hatte schlechte Noten, was sich wohl damit begründen konnte, dass er zu Hause viel half. An seiner Intelligenz schien es nicht gelegen zu sein, da er heute als ein Institutsvorstand in der Wiener Universität fungiert und meines Wissens sogar einen doppelten Doktor hält. Tatsächlich war er zwei Jahre nach seinem Rauswurf als Gasthörer auf der Uni aktiv.
-
Having said that all - glaube ich, dass nicht nur ich sondern "wir" im Allgemeinen einen ganz wesentlichen Umstand bei Lehrern vernachlässigen. So ein Klassenvorstand, der einen acht Jahre lang begleitet, wird in dieser Zeit ja auch älter und am Prüfstand des Lebens nicht nur in der Schule geprüft. An privaten Agenden ließen uns damals nur wenige Lehrer teilhaben. Ich habe eigentlich nicht mehr die Gelegenheit gehabt, Prof G. später einmal zu fragen, wie sich die Angelegenheit mit meinem Schulkollegen für ihn dargestellt hat. Schließlich hätte er auch zugeben müssen, dass er sich geirrt hatte.
-
In der Anlage nun einer der sehr strittigen Artikel, wobei ich auf das Hauptthema der Strittigkeit in einem der nächsten Beiträge Bezug nehmen werde.
Die Art der Beschimpfungen wirft allerdings auch kein Ruhmesblatt auf die Schule. Die war dem Direktor aber gleichgültig...
[Die einzelnen Faksimiles verkleinert, damit die Seite besser lädt. Bitte auf die Bilder klicken.]
Ich versichere hier, dass es sich um keine Übertreibungen handelt. Die entsprechenden Aussprüche wurden wortwörtlich mitstenografiert.
Damit hatte ich keine Schwierigkeiten. In der ersten Klasse Gymnasium flog ich fast von der Schule, weil ich die Unterschrift meines Vaters gefälscht hatte. (Warum ich es tat, ist mir heute unklar. Die zu unterschreibenden Strafarbeiten hätten meinen Vater nicht sonderlich bekümmert, glaube ich heute.) Doch im zweiten Trimester (die gab es damals noch) stand ich wirklich kurz vor dem Rausschmiss.
Ab der zweiten Klasse hatte ich dann durchgängig einen Vorzug und hatte daher schon deswegen wenig Schwierigkeiten bei den Professoren, wenn man von meinen Betragensnoten absieht.
Meinen Klassenvorstand verehrte ich sehr. Ich mochte den Umstand, dass er uns Latein als lebende Sprache beibrachte. Sonst hatten wir bei ihm Englisch und das war ja eigentlich auch ein angenehmes Fach.
Wie gesagt, ich mochte ihn sehr. Doch dieser Umstand änderte sich in der fünften Klasse aufgrund der unten dargestellten Beschimpfung eines Klassenkollegens.
Dieser kam - zugegeben - oft zu spät in die Schule, weil er noch seine Geschwister in den Kindergarten bringen musste.
Er hatte schlechte Noten, was sich wohl damit begründen konnte, dass er zu Hause viel half. An seiner Intelligenz schien es nicht gelegen zu sein, da er heute als ein Institutsvorstand in der Wiener Universität fungiert und meines Wissens sogar einen doppelten Doktor hält. Tatsächlich war er zwei Jahre nach seinem Rauswurf als Gasthörer auf der Uni aktiv.
-
Having said that all - glaube ich, dass nicht nur ich sondern "wir" im Allgemeinen einen ganz wesentlichen Umstand bei Lehrern vernachlässigen. So ein Klassenvorstand, der einen acht Jahre lang begleitet, wird in dieser Zeit ja auch älter und am Prüfstand des Lebens nicht nur in der Schule geprüft. An privaten Agenden ließen uns damals nur wenige Lehrer teilhaben. Ich habe eigentlich nicht mehr die Gelegenheit gehabt, Prof G. später einmal zu fragen, wie sich die Angelegenheit mit meinem Schulkollegen für ihn dargestellt hat. Schließlich hätte er auch zugeben müssen, dass er sich geirrt hatte.
-
In der Anlage nun einer der sehr strittigen Artikel, wobei ich auf das Hauptthema der Strittigkeit in einem der nächsten Beiträge Bezug nehmen werde.
Die Art der Beschimpfungen wirft allerdings auch kein Ruhmesblatt auf die Schule. Die war dem Direktor aber gleichgültig...
[Die einzelnen Faksimiles verkleinert, damit die Seite besser lädt. Bitte auf die Bilder klicken.]
Ich versichere hier, dass es sich um keine Übertreibungen handelt. Die entsprechenden Aussprüche wurden wortwörtlich mitstenografiert.
steppenhund - 17. Sep, 17:53