Rückgrat
Eines Tages, es waren ungefähr fünf Tage seit der bestandenen Matura vergangen, - ich glaube, es war sogar Sonntag - läutete um 7 Uhr früh das Telefon. Mein Vater, sowieso früh auf, eine Respektsperson, meldete sich mit seinem Amtston. Ich hörte nicht, wer am anderen Ende war, doch ich konnte es erraten. Eine aufgeregte Stimme redete heftigst auf meinen Vater ein, der ungefähr sagte, dass ihn das nichts anginge und dass das nicht gehen würde, weil ich das Geld sicher schon ausgegeben hätte.
Es ging um eine Geldprämie, die ich für mein Maturaabschneiden aus der Schatulle des Direktors bekommen hatte und die er zurück wollte. Ich war nämlich einer der beiden Redakteure der Maturazeitschrift und die erregte Aufsehen und Widerspruch.
Mein Vater nahm es gelassen und teilte mir mit, dass ich in der Schule Hausverbot hatte. (Da war schon ein Wermuthstropfen dabei, denn ich hätte dort noch leicht Nachhilfeschüler gewinnen können.) Als ich ein, zwei Jahre später den Direktor auf dem Fussballplatz der Vienna traf, lachte er nur über das Ganze und fand, dass unsere Klasse ganz super gewesen wäre.
Was sie auch war, wenn man betrachtet, was aus uns geworden ist. (Darüber vielleicht in einer späteren Ausgabe mehr.)
In neun Monaten feiern wir unser 40jähriges Matura-Jubiläum. In der Vorbereitung darauf habe ich eine gescannte Matura-Zeitschrift bekommen, aus der ich in der Folge einiges zitieren werde.
Ich stelle fest, dass ich noch immer von Lachen geschüttelt werde, wenn ich einige Berichte und Sketches lese. Anscheinend waren wir um nichts besser als die heutige Jugend. Zumindest unsere Lehrer mussten da so empfunden haben.
Für heute gibt es das Vorwort, welches wir extra verfasst hatten, um den bereits im Vorfeld ausgesprochenen Warnungen etwas entgegenhalten zu können.
Vielleicht waren wir damals gar nicht so ehrlich, die Geschichte zeigt aber, dass das Vorwort eine faktische Ehrlichkeit besaß und in der Retrospektive einen hohen Wahrheitsgehalt besitzt.
Die geneigte Leserin muss hier mit dem Faksimile vorlieb nehmen. Aus dem Satz ist vielleicht erkenntlich, wie wir uns damals mit Matrizen und unzulänglichen Schreibmaschinen abgemüht habe.
Aus der Zitatenkiste:
Da wir einen Landesmeister in Stenografie in unserer Klasse hatten, ware sämtliche Stilblüten der Lehrer seit der 5. Klasse (die letzten 4 Jahre vor der Matura) mitstenografiert worden.
Manches liest sich wie ein alter Witz, anderes war wirklich vollkommen spontan, vor allem #1:

Es ging um eine Geldprämie, die ich für mein Maturaabschneiden aus der Schatulle des Direktors bekommen hatte und die er zurück wollte. Ich war nämlich einer der beiden Redakteure der Maturazeitschrift und die erregte Aufsehen und Widerspruch.
Mein Vater nahm es gelassen und teilte mir mit, dass ich in der Schule Hausverbot hatte. (Da war schon ein Wermuthstropfen dabei, denn ich hätte dort noch leicht Nachhilfeschüler gewinnen können.) Als ich ein, zwei Jahre später den Direktor auf dem Fussballplatz der Vienna traf, lachte er nur über das Ganze und fand, dass unsere Klasse ganz super gewesen wäre.
Was sie auch war, wenn man betrachtet, was aus uns geworden ist. (Darüber vielleicht in einer späteren Ausgabe mehr.)
In neun Monaten feiern wir unser 40jähriges Matura-Jubiläum. In der Vorbereitung darauf habe ich eine gescannte Matura-Zeitschrift bekommen, aus der ich in der Folge einiges zitieren werde.
Ich stelle fest, dass ich noch immer von Lachen geschüttelt werde, wenn ich einige Berichte und Sketches lese. Anscheinend waren wir um nichts besser als die heutige Jugend. Zumindest unsere Lehrer mussten da so empfunden haben.
Für heute gibt es das Vorwort, welches wir extra verfasst hatten, um den bereits im Vorfeld ausgesprochenen Warnungen etwas entgegenhalten zu können.
Vielleicht waren wir damals gar nicht so ehrlich, die Geschichte zeigt aber, dass das Vorwort eine faktische Ehrlichkeit besaß und in der Retrospektive einen hohen Wahrheitsgehalt besitzt.
Die geneigte Leserin muss hier mit dem Faksimile vorlieb nehmen. Aus dem Satz ist vielleicht erkenntlich, wie wir uns damals mit Matrizen und unzulänglichen Schreibmaschinen abgemüht habe.
Aus der Zitatenkiste:
Da wir einen Landesmeister in Stenografie in unserer Klasse hatten, ware sämtliche Stilblüten der Lehrer seit der 5. Klasse (die letzten 4 Jahre vor der Matura) mitstenografiert worden.
Manches liest sich wie ein alter Witz, anderes war wirklich vollkommen spontan, vor allem #1:

steppenhund - 16. Sep, 23:54