"Ich warte noch auf den Wetterbericht"
war einer der häufig gehörten Sätze, als ich ein Kind war. In den Sechzigerjahren gab es auch Wetterberichte. Die waren aber meistens mit einer sehr geringen Eintreffwahrscheinlichkeit gesegnet. In den Ferien konnte man den Bauern wesentlich mehr vertrauen, die aus bestimmten Wolkenformationen in den Bergen das Wetter des nächsten Tages voraussagten.
Das hätte ein Firmenskiwochenende werden sollen. Da unser Firmenchef sehr besonnen ist, wurde es abgesagt, als vorgestern die Sturmwarnung ausgegeben wurde. Aus Sicherheitsgründen. Zu Recht, wie sich nach dem Anschauen der Nachrichten jetzt herausstellt.
Es hat sich etwas verändert seit meiner Kindheit.
Manche Rechenmodelle sind schon ziemlich perfektioniert. (Es ist dies auch ein Resultat von immer besseren Mathematikmethoden, welche die meisten Leute ablehnen, weil die Mathematik im echten Leben zu nichts nütze ist.)
Vermutlich stimmen auch andere Vorhersagemodelle heute besser als vor 50 Jahren, doch glaubt man ihnen nicht. Man verlacht die Vorhersagen des Club of Rome, die selbstverständlich nicht eingetroffen sind, weil sich nach der Veröffentlichung der ersten Ergebnisse die Verhaltensweisen geändert haben.
Es wird teilweise ja soviel Schindluder mit Statistiken getrieben, dass ein gewisser Pessimismus angebracht ist. Die Fälschung einer Statistik kann man am besten erkennen, wenn man die Frage nach dem "Cui bono" (Wem nützt es?) stellt.
Aber jetzt komme ich wieder zum Wetter zurück. Als New Orleans zerstört wurde, hatte man schon gewusst, dass die Stadt im Falle eines derartigen Unwetters nicht geschützt wäre.
Nehmen wir an, dass das häufigere Auftreten von Stürmen als Folge einer Veränderung des Weltklimas hingenommen werden muss, so wird sich dies sicher in Bauordnungen und Sicherheitsbestimmungen niederschlagen.
Der Sturm hat sein Gutes. Wir fangen langsam an, uns Gedanken über mögliche Auswirkungen zu machen. Könnte eine relativ einfache Sache wie ein heftiger Wind unseren auf Technik basierenden Tagesablauf empfindlich stören?
Ja, er kann - glaube ich. Aber wen kümmert schon, was ich glaube?
Das hätte ein Firmenskiwochenende werden sollen. Da unser Firmenchef sehr besonnen ist, wurde es abgesagt, als vorgestern die Sturmwarnung ausgegeben wurde. Aus Sicherheitsgründen. Zu Recht, wie sich nach dem Anschauen der Nachrichten jetzt herausstellt.
Es hat sich etwas verändert seit meiner Kindheit.
Manche Rechenmodelle sind schon ziemlich perfektioniert. (Es ist dies auch ein Resultat von immer besseren Mathematikmethoden, welche die meisten Leute ablehnen, weil die Mathematik im echten Leben zu nichts nütze ist.)
Vermutlich stimmen auch andere Vorhersagemodelle heute besser als vor 50 Jahren, doch glaubt man ihnen nicht. Man verlacht die Vorhersagen des Club of Rome, die selbstverständlich nicht eingetroffen sind, weil sich nach der Veröffentlichung der ersten Ergebnisse die Verhaltensweisen geändert haben.
Es wird teilweise ja soviel Schindluder mit Statistiken getrieben, dass ein gewisser Pessimismus angebracht ist. Die Fälschung einer Statistik kann man am besten erkennen, wenn man die Frage nach dem "Cui bono" (Wem nützt es?) stellt.
Aber jetzt komme ich wieder zum Wetter zurück. Als New Orleans zerstört wurde, hatte man schon gewusst, dass die Stadt im Falle eines derartigen Unwetters nicht geschützt wäre.
Nehmen wir an, dass das häufigere Auftreten von Stürmen als Folge einer Veränderung des Weltklimas hingenommen werden muss, so wird sich dies sicher in Bauordnungen und Sicherheitsbestimmungen niederschlagen.
Der Sturm hat sein Gutes. Wir fangen langsam an, uns Gedanken über mögliche Auswirkungen zu machen. Könnte eine relativ einfache Sache wie ein heftiger Wind unseren auf Technik basierenden Tagesablauf empfindlich stören?
Ja, er kann - glaube ich. Aber wen kümmert schon, was ich glaube?
steppenhund - 1. Mrz, 20:12



